Zinsen

Belang

Das ist eine Frage, die Investoren schon lange bewegt: Wann werden die mageren Zinsen wieder großzügiger? Erfahren Sie, was Zinssätze sind und warum sie einen Ausgleich für Risiko- und Opportunitätskosten darstellen. Die Zinsen sind aufgrund der expansiven Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) und anderer Zentralbanken derzeit niedriger als je zuvor. Hier finden Sie alle Neuigkeiten und Hintergrundinformationen zu Legal Tribune Online. Bestimmen Sie Ihr Interesse: Darlehensbetrag.

Bundesfinanzgericht weist den Bund zurecht: Zinsen auf Steuernachzahlungen? Nicht so!

Jeder, der zusätzliche Steuergelder bezahlen muss, muss zusätzliche Zinsen von sechs Prozentpunkten pro Jahr aufbringen. Sind die Zinsen am Kapitalmarkt tief, muss der Gesetzgeber mitmachen. Denn neben den zu zahlenden Abgaben sollten sie auch Zinsen abführen. Der Zinssatz für die Zuzahlung beträgt sechs Jahre. In Anbetracht des anhaltend tiefen Zinsniveaus sei die Verfassungsmaessigkeit des Zinses in Frage gestellt, erklaerte das Landgericht Muenchen.

Noch vor wenigen Wochen hatte ein anderer Bundesrat den Leitzins für 2013 für problemlos gehalten. Die Verzinsung von sechs Prozentpunkten pro Jahr ist auch für Steuerrückerstattungen gültig. 3 statt 6 Prozentpunkte? Die Bundessteuerzahler (BdSt) forderten eine halbierte bis drei Prozentpunkte pro Jahr, also 0,25 Prozentpunkte pro Monat: "Es gibt nur sechs Prozentpunkte beim Finanzamt", sagte BdStpräsident Reiner Holznagel.

Oftmals zahlen Firmen nach einer Prüfung mehr Zinsen als Abgaben - "das kommt nicht in Frage".

Steuernachzahlungen

Verspätetes oder verspätetes Einreichen von Steuermeldungen kann dem Steuerpflichtigen wirtschaftliche Vergünstigungen oder, je nach seiner finanziellen Situation, wirtschaftliche Benachteiligungen einbringen. Beispiel: Die Einkommenssteuer für das Jahr 2015 fällt Ende 2015 an. Der Verzinsungslauf startet 15 Monaten später und damit ab 4.2017. Die Verzinsung beträgt gemäß 238 Abs. 2 AO 0,5% pro Jahr und damit 6% pro Jahr.

Dies kann für Darlehensnehmer von großem Nutzen sein, da die Kontokorrentzinsen oder die Zinsen für ungesicherte Darlehen in der Regel wesentlich größer sind. Dies ist für Steuerpflichtige, die ihre Steuer auf Basis der verfügbaren Mittel bezahlen können, jedoch ein großes Problem, da der Finanzmarkt derzeit eine Investitionsmöglichkeit mit Zinserträgen von 6% p.a. für eine kurzzeitige Geldanlage nicht aufgibt.

Die Steuernachzahlung ist an das Steueramt zu verzinsen. Die Zinsen auf Steuerrückerstattungen werden vom Steueramt zurückerstattet. Zinsen werden durch das für die Steuern verantwortliche Steueramt festgelegt. Rückvergütungszinsen (Zinserträge) zählen zu den Erträgen aus dem Vermögen von Privaten ( 20 Abs. 1 Nr. 7 S. 3 EStG). Sind hohe steuerliche Nachforderungen zu erwarten, kann die unvermeidliche Zinslast zu einem großen Problem werden.

Verspätete Bearbeitung von Fällen oder, falls erforderlich, auch "schlampiger Verzug" der Veranlagung durch das Steueramt, ist für die Ermittlung der Zinsen nicht relevant. Tipp: Sind hohe Nachforderungen zu erwarten, sollte die zu erwartende Nachzahlung ( "Steuerberaterberechnung") als besondere Vorschusszahlung für das jeweilige Jahr kurz vor Zinslaufbeginn erfolgen (Beispiel). Auf diese kann jedoch im Zuge eines Erlaßantrags ( 227 AO) verzichtet werden, da das Steueramt durch die freiwillig geleistete Anzahlung keinen Schaden erlitten hat und die Vereinnahmung von Zinsen daher objektiv unzumutbar wäre.

Eine fast unvermeidbare Belästigung ist die Verrechnung von zusätzlichen Steuerforderungen aufgrund von Veränderungen während einer Prüfung. Steuerprüfungen erfolgen in der Regel regelmäßig in den Folgejahren und dann für einen Zeitrahmen von drei Jahren. Die in 2016 vorgenommene Prüfung erstreckt sich somit in der Regel auf die Jahre 2012 - 2014, so dass z.B. bei zusätzlichen Steuerforderungen für das Jahr 2012 bereits Zinsen in der Größenordnung von 15% - 20% auf den nachträglich zu zahlenden Betrag fällig werden.

Das Steuergesetzbuch enthält neben der Verzinsung von zusätzlichen Steuerforderungen und Steuerrückerstattungen auch Zinsen aus anderen Anlässen. Als Drittgläubiger wird das Steueramt nicht anerkannt. Bewilligt das Steueramt eine Abgrenzung für feste und geschuldete Steuer (Antrag auf Abgrenzung gemäß 222 AO), sind die abgegrenzten Beiträge zu verzinsen. 2. Es werden dann für den selben Zeitpunkt keine Zinsen gemäß § 233a AO berechnet.

Ist die Durchführung einer Steuerveranlagung aufgrund eines andauernden Steuerstreits unterbrochen worden, der letztlich nicht oder nur teilweise zum angestrebten Ergebnis geführt hat, werden Zinsen auf die noch zu entrichtenden Abgaben erhoben. Es werden keine Zinsen gemäß 233a AO für den selben Zeitpunkt berechnet. - Hinterzieher müssen auch für die hinterzogene Steuer Zinsen zahlen (Hinterziehungszinsen nach § 235 AO).

Die Verzinsung nach 233a AO entfällt auch hier für den selben Zeitpunkt und beträgt somit weiterhin 0,5% pro Jahr. Hinsichtlich der 10-jährigen Verjährung der Hinterziehung ( 169 AO) und der Anlaufverzögerung kann im Falle der Hinterziehung ein erheblicher Zinssatz festgelegt werden (Beispiel für 10 Jahre = 60% der Hinterziehung!).

Bei Nichtzahlung der Steuer wird eine Verspätungsgebühr gemäß § 240 AO erhoben. Verzugszuschläge werden ebenfalls vollautomatisch ermittelt und entstehen ohne Rücksicht auf das eigene Verschulden des Steuerzahlers. Weitere Zinsen dürfen für den selben Zeitpunkt nach den Bestimmungen der §§ 233 bis 237 AO nicht erhoben werden. Für denjenigen, der seine Steuererklärung mehrmals zu spät beim Steueramt einreicht, kann ein Verzugszuschlag (§152 AO) erhoben werden.

Eine solche Feststellung kann prinzipiell durch rechtzeitige Vorlage der steuerlichen Erklärung umgangen werden. Im Falle einer verspäteten Vorlage einer Steuermeldung (Umsatzsteuervoranmeldung, Einkommensteuererklärung, Kapitalertragsteuererklärung usw.) ist das Scheitern in der Regel nicht zu entschuldigen, wenn die Steuermeldung nicht oder nicht rechtzeitig eingereicht wurde oder wenn eine vom Steueramt genehmigte Verlängerung der Frist ( 109 AO) nicht eintritt.

Obwohl die Erfahrung gezeigt hat, dass die Steuerzahler ihre Steuererklärungen seit Jahren sehr langem (verspätet) beim Steueramt abgeben und bisher kein Zahlungsverzug festgestellt wurde, ist dies keine Garantie für die weitere Entwicklung. Die Verzugszuschläge übersteigen in der Regel die Kosten der Steuerberatung, die für die rechtzeitige Vorbereitung der Steuererklärungen entstanden wären. Ermittlung von Zwangsgeldern ( 328 AO) Wird aufgrund einer verzögerten Vorlage der Steuermeldung ein Verzugszuschlag ermittelt, so ist das Druckmedium für die Ermittlung von Zwangsgeldern ( 328 AO) für die Einreichung der Steuermeldung maßgebend.

In der täglichen Praxis kommt es oft vor, dass die Bürgerinnen und Bürger zuerst die ihnen auferlegte Strafe entrichten und dann ihre Steuererklärungen einreichen. Hinweis: Bitte keine festen Bußgelder entrichten, sondern sofort die erforderliche Umsatzsteuererklärung einreichen! Ist die erforderliche Steuermeldung abgegeben, verfällt der Hebel der "Zwangsveranlagung". Ist die Geldbuße noch nicht gezahlt, ist sie nicht mehr fällig, da die beantragte Erklärung erstattet wurde.

Natürlich ist es ärgerlich, wenn zum Feststellungszeitpunkt eine Steuergutschrift beim Steueramt vorliegt. Dann verrechnet das Steueramt die feste Vertragsstrafe mit dem Habensaldo und verlangt natürlich weiterhin die Abgabe der Umsatzsteuer. Auch die Behandlung von Steuernachforderungen wie Zinsen, Verzugszinsen und Strafzahlungen erfordert kompetente Beratung.

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