Was ist Privatinsolvenz

Die Privatinsolvenz

auf unbezahlte Mieten vor der Beantragung der Privatinsolvenz. Privat- oder Verbraucherinsolvenzverfahren sollen es überschuldeten Privatpersonen ermöglichen, sich von ihren Schulden zu befreien. lst das gut für mich? würde ich nicht in die Privatinsolvenz gehen. Weil, wie Sie selbst sagten, das ist reine Kontrolle.

Privatinsolvenzen - Begriffsbestimmung & Wichtigkeit

Die Privatinsolvenz ist ein erleichtertes Insolvenzverfahren für Privatpersonen. Übermäßige Überverschuldung kann dazu führen, dass der Verschuldungsberg eines Kreditnehmers stetig wächst. Damit besteht seit 1999 die Gefahr der Privatinsolvenz. Privatschuldner, die nicht mehr als 20 Kreditgeber und keine Verpflichtungen aus Arbeitsverhältnissen haben, können im Zuge einer Privatinsolvenz innerhalb von sechs Jahren deflationieren.

Die Privatinsolvenz kann beim zuständigen Landesgericht angemeldet werden, wenn der Vergleich mit den Kreditgebern unterbleibt. Zusammen mit einem Insolvenzverwalter weist der Debitor alle seine Verpflichtungen aus und die Kreditoren werden entsprechend den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln verhältnismäßig betreut. Wenn sich der Debitor während der so genannten "good conduct"-Phase von sechs Jahren richtig benommen hat, bekommt er am Ende der Periode die vom Gesetzgeber erteilte Restschuldfreiheit, die seine Schuldfreiheit bekräftigt.

Privatinsolvenz- und Schuldenbereinigungsverfahren auch für Unternehmen

Was sind Privatinsolvenzen ("Privatkonkurs")? Der Begriff "Privatkonkurs" ist zwar trügerisch, hat sich aber durchgesetzt. Sie ist eine besondere Art des Konkursverfahrens für alle natürliche Personengruppen, unabhängig davon, ob es sich um natürliche oder juristische Person des Einzelunternehmers oder um eine Privatperson und damit auch für die Geschäftsführung und die Aktionäre (nicht aber für die Unternehmen selbst) handelte.

Die Privatinsolvenz hat zum Zweck, einer Privatperson die Chance zu geben, im Falle einer Insolvenz dem sonst oft endlos langen Zyklus stetig wachsender neuer Schulden durch laufend anfallende Zins- und Ausführungskosten zu entgehen und nach längstens fünf Jahren verschuldungsfrei zu werden.

Zusätzlich hat der Zahlungspflichtige die Option, den Abschluß eines Zahlungsplanes zu verlangen und (im Falle des Fehlschlagens des Zahlungsplanes) auch gegen den Gläubigerwillen ein Einziehungsverfahren mit Entlastungswirkung zu erwirken. Für Privatpersonen wird in der Regel kein Konkursverwalter benannt. So kann der Zahlungspflichtige vor allem über sein Kapital ungehindert disponieren und die Insolvenzkosten sind deutlich niedriger.

Auch bei Selbstverwaltung darf der Zahlungspflichtige nur die nicht verpfändbaren Anteile seines Einkommens (das Existenzminimum) halten und über den zusätzlichen verpfändbaren Anteil nicht verfügt werden. Erfolgt der Zahlungsplanantrag und der Eröffnungsantrag für das Insolvenzverfahren zeitgleich mit dem Insolvenzverfahren, so fordert das zuständige Amtsgericht keine Vorauszahlung der Kosten.

Für Privatpersonen ist das zuständige Amtsgericht des Domizils verantwortlich. Bis zu einem Vermögen von EUR 100.000 ist kein richterlicher Beamter, sondern ein Gerichtsvollzieher für die Durchführung des Konkursverfahrens verantwortlich. Im Regelfall ernennt das Landgericht einen Konkursverwalter, was die Kosten des Verfahrens erhöht. Bei Unternehmern ist nicht das Landgericht, sondern das Landgericht (Insolvenzabteilung), in dessen Bezirk der Zahlungspflichtige seinen Wohnsitz hat, in Wien das Wirtschaftsgericht Gerichtsstand.

"Zahlungsunfähigkeitsverfahren " und dass der Gesuch nicht beim "Bezirksgericht", sondern beim "Landgericht" oder beim "Handelsgericht Wien" eingereicht und dort eingereicht werden muss. Die Frage, ob jemand unternehmerisch tätig ist, wird vom Richter auf der Grundlage der ökonomischen Verhältnisse erörtert. Weil es nur vom Datum der Antragstellung abhängt, wird man auch als Privatperson betrachtet, wenn die Mehrzahl oder gar alle Forderungen aus einer vorherigen Firmentätigkeit herrühren, sofern das betreffende Geschäft erst zum Datum der Antragstellung definitiv aufgelöst wird.

Allerdings ist es möglich, dass - gerade bei komplizierten Schulden - noch ein Konkursverwalter vom Richter ernannt wird. Tipp: Wenn das Geschäft also nicht mehr fortgeführt werden kann, sollte das Geschäft zunächst aufgelöst werden (Gewerbeschein aussetzen oder aufgeben!) und dann ein Insolvenzantrag eingereicht werden.

Wer kann "Privatkonkurs" einreichen? Sowohl der Zahlungspflichtige als auch jeder andere Zahlungsempfänger kann eine "normale" Insolvenz anordnen. Der eigentliche Eröffnungsantrag für das "Privatinsolvenzverfahren" (d.h. die Beantragung des Zahlungsplans und des Abgabeverfahrens) kann nur vom Zahlungspflichtigen selbst gestellt werden, auch während eines vorher von einem Zahlungsempfänger beantragteinsolvenzverfahren.

Beantragt der Insolvenzverwalter zeitgleich mit dem Konkursantrag einen Zahlplan, kann das zuständige Amtsgericht prinzipiell keinen Vorschuss auf die Kosten einfordern. Hinweis: Beantragt ein Zahlungsempfänger die Insolvenzeröffnung und deckt das bestehende Insolvenzvermögen des Zahlungspflichtigen nicht die Kosten des Verfahrens, so wird der Zahlungsempfänger vom zuständigen Richter zur Zahlung eines Kostenvorschusses in einer Gesamthöhe von bis zu EUR 4000.

Zur Beantragung der Insolvenz ohne kostendeckende Vermögenswerte müssen jedoch folgende Nachweise vorliegen: 1: Eine genaue, persönlich unterzeichnete Vermögensübersicht mit der Feststellung, dass der Gläubiger zur Bestätigung der Richtigkeit und Vollzähligkeit seiner Informationen vor dem Gericht des Insolvenzverfahrens bereitsteht. Die Beantragung eines gültigen Zahlungsplanes mit einer verständlichen Bestätigung, wie der Vergütungsplan zu erfüllen ist.

Wird in den nächsten fünf Jahren kein Pfändungseinkommen erwartet oder liegt dieses nur unwesentlich über dem Mindesteinkommen, muss der Debitor keinen Vergütungsplan anbieten. Hinweis: Es ist daher ratsam, dass der Insolvenzantrag vom Insolvenzverwalter selbst eingereicht wird, denn nur dann kann er zugleich einen Insolvenzplan einreichen. Bei Beantragung des Insolvenzantrags durch einen Insolvenzgläubiger muss das zuständige Gericht einen Vorschuss auf die Kosten fordern; wird dieser nicht eingezahlt, muss das zuständige Gericht diesen nicht einreichen.

Wie funktioniert "Privatkonkurs"? Sanierungsversuch (nicht obligatorisch); bei Misserfolg: Versuche, einen Zahlungsplan zu erstellen; bei Misserfolg: Abschöpfung des Verfahrens mit Restschuldenbefreiung. Nach dem Umstrukturierungsplan muss die Bezahlung einer Mindest-Quote von 20% innerhalb von maximal zwei Jahren (privat: fünf Jahre) erfolgen. Der Mehrheit der Kreditgeber (mehr als 50% der bei der Wahl vertretenen Kreditgeber, wenn ihre Ansprüche mehr als 50% des Gesamtbetrags der vertretenen Kreditgeber betragen) muss zugestimmt werden.

Was ist ein Auszahlungsplan? Bei dem Vergütungsplan handelt es sich um eine Form des "vereinfachten Umstrukturierungsplans" ohne Untergrenze. Praktisch sollte jedoch eine Rate von mindestens 10% erzielt werden, da sonst die Kreditgeber nicht einverstanden sind. Ähnlich wie beim Restrukturierungsplan ist die Genehmigung der Mehrheit der Kreditgeber notwendig (es gilt die gleiche Mehrheit wie beim Restrukturierungsplan).

Hinweis: Ein Auszahlungsplan kann nicht angewendet werden, wenn weniger als zehn Jahre zuvor ein Abgabeverfahren eröffnet wurde. Gegenüber dem Abschöpfverfahren hat der Auszahlungsplan für den Debitor den Vorteil, daß eine im Auszahlungsplan nicht berücksichtigt werdende spätere Besserung der Vermögenslage (z.B. Lohnerhöhung, Vererbung) den Auszahlungsplan nach dessen Annahme nicht mehr beeinflußt. Damit kann der Debitor - wie beim Restrukturierungsplan - über diesen Vermögensaufbau uneingeschränkt disponieren.

Der abgeschlossene Tilgungsplan bewirkt wie der Restrukturierungsplan die Tilgung der Restschuld. Wie läuft das Abschöpfen ab? Sind die Kreditgeber mit dem Vergütungsplan nicht einverstanden (z.B. weil ihnen die Fälligkeit zu lang oder die gebotene Kontingentierung zu klein erscheint) oder muss der Kreditnehmer keinen Vergütungsplan anbieten, erfolgt ein Abrechnungsverfahren. Sämtliche pfändbare Einkommensteile des Zahlungspflichtigen werden für fünf Jahre an einen Trustee übertragen, so dass der Zahlungspflichtige für diesen Zeitpunkt nur noch das Unterhaltsniveau hat.

Abweichend vom Auszahlungsplan muss der Zahlungspflichtige alle in diesem Zeitraum erzielten geldwerten Vorteile (z.B. Schenkungen, Erbschaften, Gehaltserhöhungen, Lotteriegewinne) abgeben. Hierzu gehören vor allem die Verurteilung wegen Betrugsdelikten oder ähnlicher schwerwiegender Straftaten, die noch nicht im Strafverfahren gelöscht wurden, die Missachtung von Auskunfts- und Kooperationspflichten, die Nichtbeschäftigung im Rahmen eines Konkursverfahrens oder die Nichtbeschäftigung bei Arbeitslosigkeit, falsche oder lückenhafte Auskünfte über die eigene wirtschaftliche Lage sowie die Beantragung eines Skimmingverfahrens in den 20 Jahren vor der Beantragung des betreffenden Vergleichs.

Im Rahmen des Einziehungsverfahrens hat der Unterhaltspflichtige unter anderem eine entsprechende Erwerbsarbeit zu verrichten oder darf keine sinnvolle Beschäftigung verweigern, alle erworbenen Vermögenswerte zurückgeben, dem zuständigen Richter jeden Wohnsitz- und Arbeitgeberwechsel anzeigen und Auskünfte über sein Eigentum geben. Die Zahlung zur Gläubigerbefriedigung erfolgt ausschliesslich an den vom Richter ernannten Trustee.

Bei Nichterfüllung dieser Verpflichtungen kann das Abgabeverfahren abgebrochen werden. Am Ende der fünf Jahre muss das Schiedsgericht das nicht abgebrochene Abgabeverfahren für abgeschlossen und zugleich die Tilgung der Restschuld anordnen. Damit ist der Zahlungspflichtige von unerfüllten Verpflichtungen gegenüber den Gläubigern der Insolvenz freigestellt (bestimmte Ansprüche sind jedoch nicht enthalten).

Hinweis: Die Befreiung von der Restschuld gilt auch gegenüber den Garantiegebern, d.h. der Garantiegeber haftet voll für die Übernahme der Garantie, während er nur die entsprechenden Quoten vom Garantiegeber erlangt. Eine anwaltliche Beratung ist nicht notwendig, zur Vorwegnahme des " Privatinsolvenzverfahrens " ist es jedoch ratsam, mindestens einen Fachberater (Unternehmensberater, Steuerexperte, Anwalt, Schuldnerberatungsstelle) hinzuzuziehen.

Nein, aber zur Insolvenzvorbereitung ist es ratsam, einen Fachberater (Unternehmensberater, Steuerexperte, Anwalt, Schuldenberatungsstelle) hinzuzuziehen. Daher wäre es ratsam, selbst einen Antrag auf Insolvenz zu stellen, da in der Praxis in der Regel keine Verpflichtung zu einem Kostenvorschuss gegeben ist. Das Einleiten und Eröffnen eines Privatkonkurses ist an sich kein Anlass für den Rückzug eines Unternehmens.

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