Was Bedeutet Privatinsolvenz

Wie ist Privatinsolvenz gemeint?

Die Insolvenzordnung: Das müssen Sie als Schuldner wissen - Wie lange dauert die Privatinsolvenz? Was bedeutet Privatinsolvenz für den Schuldner? Wofür steht das Privatinsolvenzverfahren ("Privatkonkurs")? Bei der Privatinsolvenz hat eine Privatperson die Möglichkeit, nach maximal sechs Jahren eine Restschuldbefreiung zu erhalten. Privatinsolvenz ist ein letzter Schritt für den Verbraucher, wenn seine eigenen Rechnungen nicht mehr bezahlt werden können.

Privatinsolvenzen - Begriffsbestimmung & Wichtigkeit

Die Privatinsolvenz ist ein erleichtertes Insolvenzverfahren für Privatpersonen. Übermäßige Überverschuldung kann dazu führen, dass der Verschuldungsberg eines Kreditnehmers stetig wächst. Damit besteht seit 1999 die Gefahr der Privatinsolvenz. Privatschuldner, die nicht mehr als 20 Kreditgeber und keine Verpflichtungen aus Arbeitsverhältnissen haben, können im Zuge einer Privatinsolvenz innerhalb von sechs Jahren deflationieren.

Die Privatinsolvenz kann beim zuständigen Landesgericht angemeldet werden, wenn der Vergleich mit den Kreditgebern unterbleibt. Zusammen mit einem Insolvenzverwalter weist der Debitor alle seine Verpflichtungen aus und die Kreditoren werden entsprechend den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln verhältnismäßig betreut. Wenn sich der Debitor während der so genannten "good conduct"-Phase von sechs Jahren richtig benommen hat, bekommt er am Ende der Periode die vom Gesetzgeber erteilte Restschuldfreiheit, die seine Schuldfreiheit bekräftigt.

Kurz- & knapp: Das Wesentliche zur Privatinsolvenz

Das Privatinsolvenzverfahren hat eine Laufzeit von bis zu sieben Jahren. Privatinsolvenz ist die außergerichtliche Schuldenbereinigung, die Phase des guten Verhaltens und die Tilgung von Restschulden. Der verbleibende Schuldenerlass wird nur ehrlichen Gläubigern zuerkannt. Ansonsten kann die verbleibende Schuldenbefreiung verweigert werden (z.B. wegen eines Insolvenzdeliktes). Instandhaltungsrückstände werden nicht durch Privatinsolvenz zurückgezahlt.

Bei einer erfolgreichen Privatinsolvenz ist der Zahlungspflichtige in der Regel frei von Schulden. Weiterführende Beratung zur Privatinsolvenz: Für überverschuldete Privatleute ist die Privatinsolvenz oft der letzte Weg aus der Verschuldungsfalle. Wie ist Privatinsolvenz für Kreditnehmer und wie funktioniert sie? Eine Privatinsolvenz - was ist das? Privatinsolvenz ist im Juristenjargon die Verbraucherinsolvenz und die juristische Schuldenregelung nach der Schuldnerkonkurs.

Der Schuldner bezahlt während einiger Jahre, der so genannten Phase des guten Verhaltens, die offenen Ansprüche nach besten Kräften. Anschließend erhält er die restliche Schuldenbefreiung, die ihm die Freiheit von Schulden gibt. Die Privatinsolvenz ist für viele Menschen von großer Bedeutung: Sie kann die einzig mögliche Art sein, wieder ein verschuldungsfreies Privatleben zu haben.

Die Zahlungsunfähigkeit einer natürlichen Person ist im Gesetz in der Konkursordnung (InsO) festgelegt. 1 Die Insolvenzverwaltung soll die Schuldner gemeinsam zufrieden stellen, indem sie das Schuldnervermögen liquidiert und den Ertrag ausschüttet oder eine andere Vereinbarung in einem Konkursplan trifft, vor allem zur Erhaltung des Betriebes.

Der ehrliche Kreditnehmer erhält die Möglichkeit, sich von seinen verbleibenden Verpflichtungen zu erlösen. Privatinsolvenzen sind für viele Debitoren eine Entlastung. Doch bis 1999 waren die Debitoren den Ansprüchen ihrer Kreditgeber bis zum Ende der 30-jährigen Verjährungsfrist unterworfen. Weil es keinen Leistungsanreiz gab, wurden die Kreditgeber in der Regel auch nicht entschädigt.

Privatinsolvenz steht nur solchen Menschen offen, die nicht selbständig sind oder keine Tätigkeit ausgeübt haben. Grundsätzlich ist diese Art der Zahlungsunfähigkeit daher nicht Privatsache, sondern kann nur von Privatpersonen ausgeübt werden. Die Privatinsolvenz erfolgt nach einem festen Verfahren und setzt sich aus einzelnen Komponenten zusammen. Gewöhnlich vergehen von der Einreichung der Anmeldung bis zur Verfahrenseröffnung fünf bis sechs Monate.

Sieben Jahre können also verstreichen, bevor die Restschuld freigegeben wird, ohne den Versuch einer Absprache. Der Schwerpunkt liegt dabei auf einer außergerichtlichen Vereinbarung mit den Kreditgebern über einen Schuldentilgungsplan, der die Tilgung der Forderungen reguliert. Bei Erfolg wird die Privatinsolvenz überflüssig. Oft verzichten die Kreditgeber auch auf einen Teil ihrer Verbindlichkeiten, wenn der Saldo regelmässig und ausbezahlt wird.

Wenn Sie zahlungsunfähig sind, können Sie einen Insolvenzantrag beim zuständigen Wohnsitzgericht stellen. Anschließend sendet das zuständige Gericht sowohl den Auszahlungsplan als auch die Bilanz an alle Zahlungsmittel. Sofern zumindest 50 vom Hundert der Kreditgeber zustimmen, kann das Schiedsgericht die Einwilligung der übrigen Kreditgeber auf Gesuch hin durchsetzen. Zunächst werden jedoch die Ansprüche der Insolvenzgläubiger befriedigt - das sind Verbindlichkeiten, die erst während oder durch das Konkursverfahren selbst entstehen, zum Beispiel die Kosten des Verfahrens.

Es handelt sich um diejenigen Kreditgeber, die bereits vor Verfahrenseröffnung begründete Ansprüche gegen den Kreditnehmer einklagbar waren. Mit der Beaufsichtigung der Privatinsolvenz und der Vermögensverteilung beauftragt das Landgericht einen Insolvenzverwalter. In einem ersten Arbeitsgang legt er die Tabelle an, die jeden einzelnen Kreditgeber, die Summe seiner Verbindlichkeiten und den Grund der Forderung aufführt.

Darüber hinaus bewirtschaftet der Trustee auch das Pfändungsvermögen und beauftragt die Auszahlungen an die Kreditgeber während der Geschäftsführungsphase. Ist der verbleibende Schuldenerlass angemeldet, erfolgt die Phase des guten Verhaltens, die für die Bewilligung des Schuldenerlasses unabdingbar ist. Die Schuldnerin ist zur ernsthaften Bemühung um eine Beschäftigung und zur Annahme einer angemessenen Tätigkeit angehalten. Der Debitor tritt den Pfändungsanteil in den kommenden Jahren an den Trustee ab.

Diese verteilt die Erträge einmal im Jahr ( "nach Abgrenzung der abgegrenzten Verfahrenskosten") an die Kreditgeber. In der Phase des guten Verhaltens ist die Zwangsvollstreckung der Kreditoren gegen den Kreditnehmer ausgenommen. Der Zeitraum der guten Führung beträgt in der Regel sechs Jahre. Danach werden die Konkursgläubiger, der Insolvenzverwalter und der Insolvenzschuldner erhört. Wenn keine gegenteiligen Umstände vorliegen, wird auf die Restschuld verzichtet.

Ab 2014 kann aber auch die Zahlungsunfähigkeit einer natürlichen Person abkürzt werden. So können z.B. nur diejenigen Gläubiger, die nicht am Konkursverfahren beteiligt waren, von der Restschuld befreit werden, sobald alle Prozesskosten und Gläubigeransprüche beigelegt sind. Die Befreiung von der Restschuld kann auch dann stattfinden, wenn alle Prozesskosten und 35 % aller Ansprüche nach drei Jahren oder nach fünf Jahren bei Zahlung aller Prozesskosten beigelegt sind.

Der verbleibende Schuldenerlass wird nur dem "ehrlichen Schuldner" gewährt ( 1 S. 2 InsO). Nach § 290 VO wird die restliche Schuldenbefreiung verweigert, wenn unter anderem folgende Umstände vorliegen: Die Schuldnerin wurde wegen einer Insolvenzdelikte überführt. In der Liste seiner Kreditgeber, deren Ansprüche oder seines eigenen Vermögens hat der Kreditnehmer die für die Privatinsolvenz notwendigen schwerwiegenden fahrlässigen / vorsätzlich falschen Aussagen gemacht.

Die Auskunfts- und Mitwirkungspflicht des Schuldners ist gebrochen. Die Schuldnerin hat ihre Verpflichtung, Geld zu verdienen, durch eigenes Verschulden gebrochen. Darüber hinaus können Gläubiger der Insolvenz die Ablehnung der restlichen Schuldenbefreiung zum Stichtag beantrag. Sonderschulden: Die Manche Verbindlichkeiten sind von der Restschuldenbefreiung befreit. Hierzu zählen Ansprüche aus Vorsatzstraftaten ("Schadenersatz für Personenschäden"), Bußgelder, Strafen, Steuerverbindlichkeiten aus Steuerdelikten und ausstehende Unterhaltszahlungen.

Welche Bedeutung hat die Privatinsolvenz für mich? Wie sieht eine abgeschlossene Privatinsolvenz mit anschliessender Restschuldbegleichung aus? Die Befreiung von der Restschuld hat rechtliche Folgen - dazu gehört beispielsweise: Die Befreiung von der Restschuld betrifft alle Kreditgeber des Zahlungspflichtigen zum Eröffnungszeitpunkt des Verfahrens, nicht nur diejenigen, die am Konkursverfahren beteiligt waren. Sämtliche Gläubigerforderungen werden in so genannte Imperfekte Passiva umgewandelt:

Bei Privatinsolvenzen werden Steuerforderungen in der Regel in die Befreiung von der Restschuld einbezogen. Der Verzicht auf Einkommenssteuer- und Mehrwertsteuerschulden erfolgt nur, wenn der Zahlungspflichtige nicht mit mehr als 90 Tagen Geldstrafe belegt wurde. Bei einem vor dem 01.07.2014 beantragten Mahnverfahren sind die Unterhaltsforderungen in der Regel durch die Befreiung von der Restschuld gedeckt.

Bei einer solchen Privatinsolvenz sind die Unterhaltsforderungen nach 302 VO von der Befreiung von der Restschuld nicht berührt. Welche Bedeutung hat dies für neue Verfahren? Privatwirtschaftlich bewirtschaftete oder reguläre Zahlungsunfähigkeit - ausstehende Unterhaltsforderungen bleiben auch nach der Erteilung der Befreiung von der Restschuld erhalten und müssen über die Phase des guten Verhaltens hinaus beglichen werden. Die Zwangsvollstreckungsmaßnahmen sind auch nach der Phase des guten Verhaltens wieder erdenklich.

Kann man das Urlaubsgeld bei andauernder Privatinsolvenz pfänden? In der Privatinsolvenz oder bei einem dreizehnten Jahresgehalt ist das Urlaubsgeld nicht anrechenbar. Bestenfalls steht einem Zahlungspflichtigen ein zusätzlicher Geldbetrag von 500 EUR zur kostenlosen Nutzung zur Verfuegung. Wenn die Hälfte des Netto-Weihnachtsgeldes unter dieser Obergrenze ist, hat der Zahlungspflichtige Anspruch auf diesen Wert. In anderen europäischen Ländern wird der Schuldenerlass teilweise schon nach wenigen Wochen gewährt.

So können zum Beispiel in England bereits nach 18-monatiger Laufzeit Schuldenerlass gewährt werden. Andererseits wird eine Ausweitung des Verfahrens verlangt, um zu vermeiden, dass Debitoren begünstigt werden. Und wenn ein Kreditor in Vergessenheit gerät? Jeder, der die Angabe eines Gläubigers im Rahmen eines Insolvenzverfahrens versäumt hat, sollte von der Option der Eintragung dieses Gläubigers beim Insolvenzverwalter oder beim zuständigen Richter profitieren.

Jeder, der absichtlich Kreditgeber verbirgt, bedroht seine Schuldenbefreiung, denn dann ist das Benehmen des Kreditnehmers eine strafbare Handlung. Wie viel ist eine Privatinsolvenzkosten? Hierzu zählen beispielsweise die Kosten für Rechtsanwälte und Gerichtsverfahren, aber auch der Trustee erhält eine Gegenleistung. Rechtsverfolgungskosten: Die Kosten einer Privatinsolvenz hängen vom Vermögenswert ab und liegen in der Regel zwischen 300 und 500 EUR.

Treuhänderische Zahlung: Der Insolvenzverwalter bezieht rund 15 vom Hundert der Konkursmasse, mind. aber 800 EUR. Reichen die pfändbaren Vermögenswerte des Zahlungspflichtigen nicht aus, so ist er zur Zahlung an den Verwalter aus seinem Restvermögen gezwungen. Zudem wird ihm ein kleiner Teil der Schulden des Zahlungspflichtigen ausgezahlt. Für das komplette Konsumenteninsolvenzverfahren entstehen in der Regel auch für einen Debitor ohne nennenswerte Vermögenswerte rund EUR 2000 bis 3000.

Eine Pauschale ist jedoch nicht möglich, da die Kosten einer Privatinsolvenz von der Konkursmasse abhängen. Das Insolvenzverfahren ist das gesamte Vermögen des Zahlungspflichtigen zum Eröffnungszeitpunkt des Konkursverfahrens und dasjenige, das er während des Konkursverfahrens erhält. Ist mein Ehegatte in der Privatinsolvenz haftbar? Grundsätzlich ist der Ehegatte oder Partner nicht für die Verbindlichkeiten seiner Ehefrau oder seines Ehegatten haftbar.

Daher ist zum Beispiel eine separate Kontenführung von Bedeutung. Dies ist in der Regel der Fall, wenn die Verschuldung in der Heirat entstand und zum Beispiel zum Unterhalt der Familien beiträgt.

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