Was Bedeutet Interim

Wie ist Interim gemeint?

Worin besteht der Unterschied zur Zeitarbeit? Ein "Interim Worker" wäre zum Beispiel jemand, der nur bis zu einem gewissen Grad an einem Arbeitsplatz arbeitet. Welche Bedeutung hat die digitale Transformation für Interim Manager und welche Chancen bietet sie? Agile" bedeutet und was ist der Unterschied zu "Lean"?

Im Interimsmanagement sind selbständige Interimsmanager in der Regel für einen bestimmten Zeitabschnitt ( "3-18 Monate") in einer ersten und zweiten Führungsebene eines Unternehmens in der unternehmerischen Eigenverantwortung tätig.

Im Interimsmanagement sind selbständige Interimsmanager in der Regel für einen bestimmten Zeitabschnitt ( "3-18 Monate") in einer ersten und zweiten Führungsebene eines Unternehmens in der unternehmerischen Eigenverantwortung tätig. Zeitarbeitskräfte werden in verschiedenen Bereichen und Aufgabenbereichen beschäftigt, z.B. zur überbrückung unvorhersehbarer Leerstände bei Verlust eines Managers, zur Umstrukturierung und Reorganisation, im Projektgeschäft, bei der Einleitung von neuen Programmen oder bei der Unternehmensgründung, -übernahme oder -verkauf.

Der Einsatz von Interim Managern erfolgt über ein eigenes Netz oder einen Interimsprovider, ein privates oder gar ein Einzelunternehmen, das Interimsmanager auf kommerzieller Basis vermitteln kann.

Wie ist Legal Interim gemeint?

Dr. Wittekindt, viele Unternehmer erwägen immer häufiger den Rückgriff auf so genannte Projekt- oder Interimsanwälte, auch Legal Interims oder Interimsanwälte oder Interimsanwälte genannt, nachdem es ihnen immer schwerer fällt, vor allem für Spezialprojekte oder die kurzfristige Vermittlung einer vakanten Stelle einen geeigneten und qualifizierten Anwalt zu gewinnen. Wittekindt: Der Ausdruck Legal Interim bezeichnet die kurzfristige Anstellung von vollqualifizierten Anwälten mit mehrjähriger Berufs- und Industrieerfahrung für einen Zeitrahmen von 3 bis 18 Monate zur juristischen Betreuung eines Betriebes, einer Anwaltskanzlei oder eines Verbandes.

Sie werden in der Praxis vor Ort beim Kunden eingesetzt. Im Regelfall schliesst der Interimsanwalt einen Arbeits- oder Dienstvertrag ("Beratungsvertrag") für seine Tätigkeit mit dem Mandanten ab; bei regelmässiger Einschaltung eines Vermittlers schliesst er mit dem Mandanten einen gesonderten Vermittlungsvertrag ab, der bis hin zur Projektbetreuung und -überwachung gehen kann.

Im negativen Sinne ist Legal Interim weder eine befristete Anstellung noch eine Beschäftigung von qualifizierten Anwälten als sogenannter Unterstützungsanwalt (für "Document Review", "Forensic Services" oder "Investigations") noch eine Abordnung jüngerer Anwälte aus der großen Sozietät in die juristische Abteilung des Konzerns ("Secondment"). Kannst du uns ein Beispiel für den Gebrauch solcher Interimsanwälte geben? Wittekindt: Es gibt drei Klassiker für das Legal Interim: Die Nutzung von Projekten, d.h. die Annahme und Kontrolle eines Projektes, das der Mandant, z.B. ein Betrieb, eine Anwaltskanzlei oder ein Verein, mit seinen "Bordressourcen" nicht bewältigen kann, entweder weil ihm die nötige (Wo-)Kraft mangelt oder weil spezifisches Rechtswissen nicht da ist.

Ein klassisches Beispiel für solche Vorhaben ist die Implementierung von Compliance- oder Datenschutz-Systemen in Firmen, ein grösseres M&A-Projekt oder die Adaption aller Gesellschaftsverträge inklusive der Allgemeinen Geschäftsbedingungen an die aktuellen gesetzlichen Anforderungen und dergleichen. Die ausgegliederte juristische Abteilung. Insbesondere kleine und mittelständische Firmen, die nur über eine kleine oder keine eigene juristische Abteilung verfügt, setzen bei der Betreuung im Tagesgeschäft oder bei speziellen Fragestellungen gern auf Interimsanwälte, da sie längerfristig "vor Ort" im Betrieb zur Verfügung stehen, deren Struktur bekannt ist und in der Regel kostengünstiger ist als die externer Anwälte.

Inwiefern funktioniert ein solcher Interimseinsatz in der Realität? Wittekindt: Legal Interim ist ein rasches Geschäft: In der Regel dauert es nicht mehr als zehn Tage von der Untersuchung bis zur Beauftragung des Interimsanwalts an den Kund. Bei einer solchen Untersuchung wird zunächst geklärt, ob der Mandant über das notwendige finanzielle Mittel für den Einschaltung eines Interimsanwalts verfügen wird.

Viele Implementierungen versagen in der Realität von vornherein an einem unzureichenden oder zu eng bemessenen Etat. Wir nehmen dann Kontakt mit allen Bewerbern auf, die dem Anforderungsprofil entsprechen und innerhalb von 48 Std. auf der Grundlage unserer Interimsdatenbank verfügbar sind, vorzugsweise in geografischer Entfernung zum Zielkunden. Im Regelfall erfolgen kurzfristige Gespräche mit den Bewerbern.

Wenn sich Auftraggeber und Bewerber über den juristischen und terminlichen Ablauf des Auftrags einigen und die "Chemie stimmt", kann es losgehen. Was ist der "klassische" Interimsanwalt und wie viele davon gibt es zur Zeit? Wittekindt: Der "typische" Interimsanwalt, der es so natürlich nicht gibt, hat mehrere Jahre Berufspraxis, z.B. als führender Unternehmensjurist, als früherer Kanzleipartner oder früherer Verbandsgeschäftsführer, oft verbunden mit relevanter Praxis.

Dabei ist es von großer Bedeutung, dass sich der Interimist rasch und unkompliziert mit unbekannten Aufgabenstellungen und Gegebenheiten vertraut machen kann. Sie muss dem Kunden für die entsprechende Aufgabenstellung sofort zur Verfügung stehen. Wittekindt: Zur Zeit werden je nach Aufgabenstellung, Arbeitserfahrung und Standort Tagespreise von 900 - 1250,- Euro brutto abgerufen. Der Kunde muss im Durchschnitt mit 1000,- Euro pro Tag berechnen, ggf. zuzüglich Reise- und Unterbringungskosten.

Was sind die Vorzüge des Einsatzes eines Interimsanwalts aus Sicht des Mandanten? Rechtliches Interim bedeutet: "Erwerb" von juristischem Fachwissen und Erfahrungen auf Zeit, d.h. "kein Personalbestand, keine Neueinstellungen, keine Mitbestimmungsrechte, keine flexiblen Kündigungs- oder Verlängerungsoptionen.

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