Verbraucherinsolvenzverfahren Ablauf

Insolvenzverfahren von Verbrauchern Verfahren

Was bedeutet ein Verbraucherinsolvenzverfahren für den Schuldner? insbesondere im Verlauf des Verfahrens und die zu erwartenden Kosten. wird das Verbraucherinsolvenzverfahren durchgeführt. Das Wichtigste zum Ablauf eines Insolvenzverfahrens kurz und prägnant erklärt!

Verbraucherinsolvenzverfahren: Vorgehensweise und Besonderheit

Die Verbraucherinsolvenzverfahren stellen für den Betreffenden das Ende einer erbitterten Wirtschaftsentwicklung dar, bieten aber zugleich die Möglichkeit, nach einer gewissen Zeit wieder von vorne durchzustarten. Die Verbraucherinsolvenz ersetzt die 30-jährige Zahlungspflicht im Insolvenzfall. Der zahlungsunfähige Konsument war zuvor 30 Jahre lang dazu gezwungen, bis zur Rückzahlung der Schulden das Gesamteinkommen über den Pfändungsbetrag an seine Kreditgeber abzulegen.

Meistens bedeutet dies, dass die Debitoren keine Motive für eine professionelle Weiterentwicklung sehen, die ein über dieser Befreiungsgrenze liegendes Ergebnis sichert. Diese Situation war für beide Seiten, für Kreditgeber und Debitoren, nicht zufriedenstellend. Im Verbraucherinsolvenzverfahren hat der Gesetzgeber nun eine Option eröffnet, die es für den Kreditnehmer attraktiver macht, ein über dem Pfändungsbetrag liegendes Entgelt zu erzielen und die Chancen des Kreditgebers auf eine Teilrückzahlung der Forderungen auszugleichen.

Zuerst muss der Zahlungspflichtige selbst das Konkursverfahren beim sachlich kompetenten Bezirksgericht einleiten. Grundvoraussetzung für die Einleitung des Verfahrens ist der Versuch, eine Einigung zwischen dem Zahlungspflichtigen und dem Zahlungsempfänger zu erzielen, die im Voraus gescheitert ist. Bei der Beantragung der Insolvenzeröffnung muss der Zahlungspflichtige auch einen Löschungsantrag für die verbleibende Forderung einreichen. Dies erfordert eine detaillierte Aufstellung der Aktiva, Passiva und Kreditoren.

Nach der Befreiung von der Restschuld wird der Gläubiger am Ende der so genannten good conduct"-Phase von den ausstehenden Forderungen befreit. Am Ende der Phase des guten Verhaltens müssen zumindest 35 % der Verbindlichkeiten zurückgezahlt werden. Falls der Debitor arbeitslos ist, muss er beweisen, dass er ständig auf der Suche nach Arbeit ist. Bei selbständiger Erwerbstätigkeit muss die Erwerbstätigkeit einkommen.

Nach Abschluss der Phase des guten Verhaltens wird überprüft, ob eine Befreiung von der Restschuld möglich ist. Hiergegen können die Kreditgeber nur Einspruch erheben, wenn der Kreditnehmer über sein Vermögen unrichtige Angaben gemacht hat. Im Falle der Genehmigung des Antrags muss der Zahlungspflichtige nicht mehr zurückzahlen, sondern kann dies tun. Die Gläubigerin hat nach wie vor einen gesetzlichen Anspruch von insgesamt 30 Jahren, kann diesen aber nicht mehr geltend machen.

Sind nach Ablauf der Wohlverhaltensfrist weitere Auszahlungen an den Zahlungsempfänger erfolgt, kann der Zahlungspflichtige diese nicht mehr einfordern. Bei gutem Benehmen muss der Kreditnehmer sicherstellen, dass er einen größtmöglichen Teil der Schulden auf der Basis seines Einkommens zurückzahlt. Andernfalls läuft der Wohlverhaltenszeitraum nach sechs Jahren ab. Konsumentenschützer bemängeln in Verbraucherinsolvenzverfahren, dass es den meisten Debitoren nicht möglich sein wird, 35 % ihrer Schulden innerhalb eines verhältnismäßig kurzfristigen Zeitraums zu begleichen.

Dies widerspricht der Grundidee des Verbraucher-Insolvenzverfahrens.

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