Unternehmer in not

Bedürftige Unternehmer

Zahlreiche Personen haben Verfügungsrechte im Zusammenhang mit dem Fall eines "Unternehmens in Not". Zur Förderung dieser humanen Bewegung überreichte Wedgwood das Medaillon "Bin ich nicht ein Mann und ein Bruder? Notwendigkeit ist Einfallsreichtum: Der Toilettenpapierunternehmer. Der Hilfs- und Kulturwerk Unternehmer in Not e. V.

suchte Berater für kleine und mittlere Unternehmen. Geringere Kundenzahl, weniger Umsatz: Unternehmen geraten schnell in eine Finanzkrise.

Bedürftiger Unternehmer: "Krebs ist ein Idiot - willst du mir helfen?"

Der Unternehmer Claudius Holler hat eine Krebserkrankung, die Krankenkasse bezahlt nicht: Er ist mit den Beitragszahlungen im Nachteil. Die Selbständigen haben einen Alptraum: Die Diagnostik des Krebses - und die Krankenkasse nicht. Die gleiche Frage stellte sich der Hamburgsche Unternehmer Claudius Holler. Im Youtube-Video "Krebs ist ein Arschloch-Hilfe Du mir" wird er um Spenden gebeten - und gehört.

Das Echo auf Hollers Anruf im Internet ist immens. Mit einer Spende will er zunächst 9.000 EUR aufbringen. Die Pflichtversicherung von Claudius Holler erfolgt ehrenamtlich. "Man konnte nur an sich selbst etwas retten und sich selbst feuern", sagt er. Anschliessend ernährten sich die Gebrüder von Ersparnissen und Unterhaltsgeldern.

Infolgedessen fiel Hollers Status als Versicherter in die Grundversicherung: Obwohl dies die Therapie von sofort lebensbedrohlichen Zuständen wie einem Herzanfall umfasst, gilt dies nicht für den Fall von Brustkrebs, wie er es gerade erlebt hat. "Im Rückblick wäre es besser gewesen, einen Insolvenzantrag zu stellen und eine feste Stelle mit dem damit einhergehenden Komfort zu suchen", sagt Holler. Doch " gerade jetzt, wo ich mit meinem sozialen Einsatz und meinem Betrieb richtig abheben will.

Jetzt, da nach 1,5 Jahren Alarmbereitschaft und im Gesicht endlich alles bereit ist, wieder gut zu werden, kommt dieser lausige Tiefschlag", meint Holler auf der Seite von Google. Es war nicht einfach für ihn, das Bild zu publizieren, sagt Holler: "Es ist nicht gut, mit meiner Erkrankung umzugehen.

"Aber Claudius Hollers offene Haltung ist im Web bisher auf große Sympathie gestossen. Der ehemalige Spitzenkandidat der Hamburgischen Seeräuberpartei ist kein Fremder im Spiel. "Hilf mir, anderen Menschen weiterhelfen zu können", sagt er in dem Film. Mit einem fünfstelligen Millionenbetrag sind bereits erste Spender eingetroffen.

Mit der Spende will er wieder auf die Beine kommen und ein Sozialprojekt in Mecklenburg-Vorpommern weiterführen. In Claudius Hollers Erzählung geht es um ein gesellschaftliches Problem: In Deutschland sind rund 140.000 Menschen trotz Pflichtversicherung nicht versichert (Statistisches Bundesamt, 2011). Dabei geht er davon aus, dass 2 Mio. Menschen in Deutschland, darunter auch Schulkinder und Vertriebene, nicht oder nur unzureichend versichert sind.

Die Arbeitnehmer sind über ihren Dienstgeber zwar abgesichert, aber Unternehmer und Selbständige müssen die Verantwortung dafür übernehmen: So müssen die Versicherten der Deutsche Krankenversicherung beispielsweise am kommenden Tag mit einer weiteren Beitragserhöhung von bis zu 7,8 Prozentpunkten gerechnet werden. Nahezu die Hälfte ihres Einkommens gibt sie für die Krankenkasse aus. Mit anderen Unternehmern, denen ähnliche Dinge widerfahren sind, wurde er auch kontaktiert: Selbständige ohne Krankenkasse.

Bei Claudius Holler ist er zuversichtlich; gleich nach der Videoveröffentlichung schreibt er ihm: "Keine Angst, das kann man machen. "Update: Claudius Holler hat seine Benefizveranstaltung am sechsten April abgebrochen. Er bedankt sich in einem neuen Film bei seinen Fans und ist von der großen Nachfrage "massiv überwältigt".

"Damit ich endlich wieder eine Versicherungskarte in der Hosentasche habe, muss ich mich um die Versicherungsgesellschaft kümmern", sagt er. Er hat seine Zugangsdaten aus dem Film gelöscht. Vielmehr knüpft er an Einrichtungen an, die Menschen ohne Krankenkasse unterstützen, wie etwa Uwe Denkers "Praxis ohne Grenzen".

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