Unternehmensnachfolge Schweiz

Nachfolgeregelung Schweiz

Die Auszeichnung steht für nachhaltige Unternehmensnachfolge. www.awa.zh.ch.

Halfter, einer der Autoren der Studie "Erfolgreiche Unternehmensnachfolge". Nahezu alle Unternehmen in der Schweiz sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Die nächsten fünf in der Schweiz. Eine Immobilie in der Unternehmensnachfolge - Fluch oder Segen?

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Die kleinen und mittleren Betriebe (KMU) und vor allem die Familienbetriebe sind das Rückgrat der Schweizer Wirtschaft. Firmen sind wirtschaftliche Werte: Ihr Fortbestand sollte durch das Recht gefördert werden. Besonders im Falle eines Generationswechsels, der für jedes Untenehmen immer einen heiklen Bruch bedeutet. Firmen sind spezielle Objekte des Anwesens und bedürfen der besonderen Beachtung durch den Gesetzgeber.

Sie sind volatil und zerbrechlich und haben ein hohes Risikopotential, weshalb auch eine spezielle Betreuung im erbrechtlichen Bereich gerechtfertigt ist. Das ist insbesondere dann der Fall, wenn eine Auseinandersetzung unter den Nachkommen eines Unternehmens darauf hindeutet, dass ein Betrieb aufgrund der unterschiedlichen Interessenslagen zu einem strategischen Nachteil vernichtet, gesplittet oder veräußert werden müsse.

Wenn es einen passenden Erbennachfolger gibt, wäre es eine Verschwendung von Mitteln und (Vermögens-)Werten, dem Erblasser nicht die Chance zu bieten, das Geschäft zu übernehmen und damit den Bestand des Betriebes zu gewährleisten. Ist eine Gesellschaft im Nachlaß, sollte der zuständige Gerichtsvollzieher daher befugt sein, sie zum Zeitpunkt der Verteilung des Nachlasses an einen passenden Rechtsnachfolger unter den Nachfolgern zu übertragen.

Auch kleine, mittlere und größere Firmen haben eine große Designvielfalt. Der Unternehmer/Eigentümer weiß die konkrete Situation am besten. Am besten ist er in der Position, die "richtige" Nachfolgeregelung für sein Haus und seine Nachkommen zu finden. Der Wille des Gründers, die Unternehmensnachfolge in seiner Firma in Zukunft stärker zu regulieren, muss daher im Recht berücksichtigt werden.

Die Privilegierung, ein Geschäft als integraler Bestandteil eines Nachlasses zu erwerben oder eine Vergütung zu Lebenszeit eines ehemaligen Unternehmers zu bekommen, sollte nicht zu einem "Abgrund" für einen Rechtsnachfolger werden, sondern mit der vollständigen Wahrnehmung der gesamten Unternehmensverantwortung und dem damit einhergehenden Gesamtrisiko verbunden sein. Die Nachfolge soll daher in der Lage sein, das übernommene Geschäft zu dem zur Zeit der Erbregelung bestehenden Betrag zu führen.

Er muss diesen Betrag jedoch immer mit seinen Miterbern verrechnen und ihn im Sinn einer Nominalwertgarantie garantieren, auch wenn die Gesellschaft an Wertverlust erleidet. Die Miterbe sollen sich auf den Unternehmenswert zum Zeitpunkt der Unternehmensnachfolge für ihre Entschädigungs- oder Pflichtteilansprüche verlassen können. Erwirbt der Rechtsnachfolger, dem ein alter Unternehmer bereits zu Lebenszeiten ein Geschäft übertragen hat, mit seiner Aktivität einen Zusatznutzen, so ist es nur folgerichtig, dass der Rechtsnachfolger diesen durch seine unternehmerische Entscheidung erreichten Zusatznutzen bei der Erbauseinandersetzung für sich beanspruchen kann.

Die Aufteilung der Wertschöpfung des Betriebes mit seinen Erben (wie es heute üblich ist) ist für den Erben nicht fair. Eine solche Neuregelung geht aber auch davon aus, dass das im Laufe seines Lebens auf einen Rechtsnachfolger übertragene Recht auf seine tatsächliche Unternehmenssubstanz beschränkt und von allen nicht betrieblich notwendigen Vermögenswerten freigesetzt wird.

Denn nur so kann die Unternehmensleistung eines Unternehmensnachfolgers wirklich auf die Wertschöpfung ausgerichtet werden. Eine Unternehmensübernahme soll einem Unternehmensnachfolger eine selbständige und autonome Unternehmensleitung mit allen Entscheidungsbefugnissen einräumen. Das Management des Betriebes soll in seiner Gewalt sein. Diese Besorgnis kann jedoch dazu beitragen, dass nicht alle Erbansprüche der Erben unmittelbar erfüllt werden können.

Es ist jedoch sinnvoll, dass die anderen Nachkommen bestimmte Erbschaftsbeschränkungen zugunsten der Weiterführung eines Betriebes hinnehmen müssen. Hierzu zählen die Abgrenzung von Ausgleichs- oder Pflichtteilsforderungen oder die Verrechnung von Minderheitenanteilen an der Gesellschaft mit dem Pflichtanteil. Allerdings sollten diese Beschränkungen der Erbengemeinschaft befristet und inhaltsbezogen sein.

Die Nachfolgerin sollte sein Recht nutzen können, es aber nicht mißbrauchen. Auch die Kommanditisten sollen an einer Steigerung des Unternehmenswertes partizipieren und ihre Minderheitsbeteiligungen im Zusammenhang mit einer möglichen Veräußerung der Gesellschaft veräußern können oder müssen wenn der Firmennachfolger diesen Vorgang als wirtschaftlich richtig anerkennt.

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