Telearbeit

Heimarbeit

Telecommuting und HomeOffice sind aus dem modernen Büroalltag nicht mehr wegzudenken. Das Buch beschäftigt sich umfassend, detailliert und vor allem objektiv mit Telearbeit als neuer Arbeitsweise. Begriffsbestimmung: Telearbeit ist eine Form der Organisation und/oder Durchführung von Arbeiten mit. Durch die Möglichkeit der alternierenden Telearbeit verbessern wir die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Werfen Sie einen Blick auf die Möglichkeiten der Telearbeit und Sie werden eine Antwort finden.

Home Office-Vereinbarungen und wechselnde Telearbeit: Heimarbeit

Arbeit im Home Office gehört zum Konzept der Telearbeit. In der Regel sind damit alle Formen der Beschäftigung gemeint, bei denen ein Teil der Tätigkeiten außerhalb des Unternehmens unter Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien ausgeübt wird. Die Telearbeit kann - je nach Struktur - als Hausaufgabe, freiberufliche Arbeit oder im Arbeitsverhältnis angeboten werden.

In der Telearbeit (vgl. Boemke, BB 2000, S. 147 ff.) haben sich' exklusive, inländische Telearbeit (Arbeitsleistung nur im Home Office),' abwechselnde Telearbeit (Arbeitsleistung sowohl an einem betrieblichen als auch an einem außerbetrieblichen Standort - in der Regel von zu Hause aus - das "Home Office") und' Mobiltelearbeit (Arbeitsleistung an verschiedenen Standorten) durchgesetzt.

Die abwechselnde Telearbeit im Arbeitsverhältnis hat in der Realität einen großen Einsatzbereich, der hier erörtert wird. Es verbindet die Vorzüge der Heimarbeit mit denen der betrieblichen Tätigkeit. Aus Gründen des Wohnungsschutzes nach Artikel 13 des Grundgesetzes kann das Untenehmen nicht von dem Arbeitnehmer die Schaffung eines Arbeitsplatz in seiner Wohneinheit fordern.

Kernstück einer Home-Office-Vereinbarung über alternierende Telearbeit ist die Definition von zwei Arbeitsplätzen: dem Arbeitsort und dem Home-Office. Es wird aus Gründen der Kosten empfohlen, ein Recht auf einen eigenen Arbeitsort im Unternehmen auszuschliessen, so dass es nicht notwendig ist, einen für jeden Mitarbeiter im Home Office zu behalten, sondern dass sich mehrere Mitarbeiter im Home Office einen im Zuge des Desk Sharing aufteilen.

Bei der Einrichtung eines Arbeitsplatzes im Haus des Arbeitnehmers muss der Heimarbeitsplatz aus Arbeitsschutzgründen die allgemeinen Vorgaben hinsichtlich Unfallvermeidung, Arbeitsschutz, Ergonomie etc. erfüllen. Eine Aufgabe des Arbeitsgebers ist es, die Erfüllung der BildscharbV und der ArbStättV auch am Heimarbeitsplatz sicherzustellen (siehe Boemke, a.a.O.).

Aus Sicherheitsgründen muss auch darauf geachtet werden, dass sich das Home-Office in einem verschließbaren Zimmer und z.B. nicht im Wohnraum aufhält. Weil die Benutzung einer vom Arbeitnehmer angemieteten Wohneinheit als Arbeitsplatz nicht der im Vertrag festgelegten Benutzung entspricht, muss dieser eine Bewilligung des Eigentümers zur Benutzung der Wohneinheit als inländischer Arbeitsplatz vorlegen.

Der Vermieter/Eigentümer sollte die Erlaubnis zur Benutzung eines Raumes als Home-Office frühzeitig vor der eigentlichen Errichtung des Home-Office und allenfalls vor Vertragsabschluss einholen. Vor allem muss das Haus für das Eintreten in die Firma geeignet sein, um die Erfüllung der Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften zu überprüfen. In Anbetracht ihrer durch Artikel 13 des Grundgesetzes garantierten Unverletzbarkeit dürfen jedoch weder der Dienstherr noch ein anderer Dritter ohne ausdrückliches Einverständnis des Arbeitnehmers die Wohnstätte betritt.

Die Heimarbeitsplätze befinden sich im Haus des Mitarbeiters in einem verschließbaren und für den Daueraufenthalt zugelassenen Zimmer, das für die Ausführung der Arbeiten nach den jeweiligen allgemeinen Arbeitsstättenanforderungen (UVV, ArbStättV, BildscharbV und anderen relevanten Arbeitsschutzvorschriften in ihrer jeweiligen Fassung) ausgelegt ist. Soweit der Beschäftigte nicht alleiniger Eigentümer des Arbeitsortes zu Hause ist, hat er dem Auftraggeber umgehend eine Erklärung über die Einwilligung des Eigentümers / Mieters / Miteigentümers zur Verwendung als Arbeitsort zu Hause vorzulegen - für den Auf- und Abbauprozess der in Klausel....

dieses Vertrages zu prüfen /zu reparieren,' die Störungen des Systems, den Schädlingsbefall oder andere Schäden / Mängel zu beheben,' die Erfüllung der in Abschnitt (....) dieses Vertrages festgelegten Vorschriften für den häuslichen Arbeitsplatz zu überprüfen,' die Übereinstimmung mit den Betriebs- und Rechtsvorschriften über den Schutz der Daten und die Sicherheit der Daten zu überprüfen.

Im Falle der wechselnden Telearbeit ist die Aufteilung der vertraglichen Arbeitszeiten zwischen der betrieblichen und der Heimarbeitszeit eine zentrale Regelung. Praktisch wird aus Organisationsgründen eine eindeutige Definition der Tage, an denen im Unternehmen gearbeitet werden soll und an denen in der Regel die Tage im Home Office bevorzugt werden.

Es ist auch möglich, die Arbeitszeiten prozentual zu verteilen (z.B. 60 Prozent der wöchentlichen Arbeitszeiten werden im Home Office gearbeitet), während gleichzeitig die Tage, an denen der Mitarbeiter im Unternehmen oder zu Hause tätig ist, offen bleiben. Oft verabreden sich die Beteiligten über ein bis zwei Tage Präsenz im Unternehmen und vier bis drei Werktage im Home Office.

Im Falle einer vertraglichen Arbeitszeitverteilung ist das Recht der Geschäftsführung gemäß § 106 GewO eingeschränkt. Will sich der Unternehmer Änderungen flexibel vorhalten, so ist nach korrekter Auffassung eine in den AGB festgelegte Verwaltungsrechtsklausel, mit der das Arbeitsverhältnis zwischen Betrieb und Hausarbeit wieder geändert werden kann, eine erlaubte Vorschrift. Für die Anwesenheitstage gelten für Anfang und Ende der Tagesarbeitszeit die jeweiligen Betriebsordnungen.

Andererseits sollen die Beschäftigten in der Regel ihre Arbeit im Home Office so weit wie möglich selbst organisieren können. Für die Verständigung empfiehlt es sich, ein bestimmtes zeitliches Fenster für die Verfügbarkeit der Tage im Home Office zu definieren. Angesichts der schwer beherrschbaren häuslichen Arbeitsbedingungen muss besonders auf eine klare Regulierung der Leistung und Entlohnung von Überstunden und sonstigen zuschlagspflichtigen Arbeitsstunden wie Nacht-, Ferien- und Sonn- und Feiertagsarbeit geachtet werden.

Für die Arbeiten im Home Office gelten die Bestimmungen des Arbeitszeitgesetzes (ArbZG). Aufgrund der regelmäßigen mangelnden Einflussnahme des Betriebes auf die aktuelle Arbeitszeiten im Home Office kann er die Verpflichtung zur Erfüllung des Schiedsgerichts gesetzes und der Arbeitszeiterfassung auf die Mitarbeiter übertragen. Aus Wohlfahrtssicht haben viele Unternehmen vor kurzem damit begonnen, mindestens einen Zeitrahmen für die Beschäftigung im Home Office vorzugeben.

Was die Arbeitszeiten betrifft, so müssen auch die folgenden Aspekte geregelt werden: Reisezeiten zwischen dem Unternehmen und dem Home-Office zählen nicht als Arbeitszeiten, Arbeitszeiterfassungs- und Dokumentationspflichten, Pflichten zur Erfüllung des Schiedsgerichts gesetzes, Regelungen über die Bedingungen, den Eintritt und die Entlohnung von Mehrarbeit, Sonn-, Feiertags- und Nachtarbeiten (z.B. nur durch Eilauftrag) und sonstige zuschlagspflichtige Arbeitszeiten, Abwesenheitsmitteilungen, Arbeitshindernisse, Systembrüche, etc.

Abhängig von der Empfindlichkeit der vom Arbeitnehmer zu bearbeitenden Informationen steigt das Sicherheitsrisiko, dass unberechtigte Dritte in der eigenen vier Wände Zugang zu vertraulichen Informationen und Dokumenten haben. Darüber hinaus hat das Unternehemen bei der Bearbeitung von Personendaten im Home Office darauf zu achten, dass die Anforderungen des BDSG (z.B. Kennwortschutz, Einschränkungen, Verschlüsselungen, etc.) erfüllt werden.

Das für die Arbeit erforderliche Equipment, wie z.B. ergonomische Stühle, Schreibtische, Schränke, PCs, Monitore, Laptops, Smartphones, Druckmaschinen, Büromaterial und, falls erforderlich, die notwendigen Geräte für den Anschluss, sind vom Auftraggeber dem Arbeitnehmer zur Verfuegung zu stellen. 2. Im Hinblick auf die zu beachtenden Datenschutz- und Arbeitsschutzvorschriften wird regelmässig empfohlen, die Privatnutzung von Arbeitsmitteln und die Verwendung von persönlichen Kommunikationsgeräten/PCs auszuschliessen.

Sofern eine Verwendung von Privatgeräten erlaubt ist, sind eine strikte Abgrenzung von Betriebs- und Privatdaten und weitergehende Vorschriften bezüglich Datenschutz, Benutzerverhalten, Zugriffsrechte etc. erforderlich. Er hat für die dem Mitarbeiter entstehenden Aufwendungen des Home Office - z.B. in Gestalt von anteiliger Miete, Nebenkosten, Strom- und Heizkosten - Anspruch auf Erstattung von Aufwendungen, für die aus Gründen der Vereinfachung in der Regel ein Pauschalbetrag im Arbeitsvertrag festgelegt ist.

Außerdem sollten die Reisekosten zwischen dem Unternehmen und dem Home Office nicht wiedererstattet werden. Im Gegensatz zu einem Unternehmen gibt es bei einer Heimbürotätigkeit ein weiteres Problem, da sich oft Zimmergenossen, Angehörige etc. in der Ferienwohnung aufhalten. Allerdings gilt dies nicht automatisch für Angehörige, WG-Bewohner oder andere Anspruchsberechtigte.

Ein wichtiger Gegenstand der Regelung ist die Kündigung der Heimarbeit während des Beschäftigungsverhältnisses (am Arbeitsort im Unternehmen). Der Grund dafür kann sein, dass der Arbeitnehmer seine Vertragspflichten im Home Office nicht ausreichend erfüllt, der Auftraggeber das für die Tätigkeit im Home Office notwendige Vertrauen eingebüßt hat oder aus betrieblichen/organisatorischen Erwägungen in Zukunft keine Heimarbeit mehr geleistet werden soll.

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