Steuergestaltung

Abgabenordnung

und im Ausland können für die rechtliche Steuerplanung genutzt werden. Die Analyse der globalen Holdingsteuerregime aus deutscher Sicht. Wir unterstützen Unternehmen bei der Entwicklung einer geeigneten Verrechnungspreisstrategie. Unsere Mandanten begleiten und unterstützen wir in allen steuerlichen Spezialfragen. Vereinzelt hilft es, das Steuerrecht in verständliches Deutsch zu übersetzen.

Steuerplanung: Optimierung, Vermeidung, Reduzierung

Steuerplanung wird oft auch als Steuerumgehung oder -optimierung verstanden. Die Steuerplanung hat zum Zweck, die Steuerbelastung zu reduzieren. Kompetentes Steuermanagement zeichnet sich zum einen durch die eigentliche Steuermeldung aus. Zum anderen aber auch durch die Ermittlung der zulässigen Varianten vor dem Hintergund der für das jeweilige Untenehmen günstigen Steuerbelastung. Bei verschiedenen Rechtsformmöglichkeiten einer Firma können die entsprechenden steuerlichen Gesamtbelastungen für die Firma und die Aktionäre ausgewiesen werden und ggf. die Folge eines Formwechsels erforderlich werden.

Typisch für eine professionelle Steuerplanung sind einige Aspekte:

Steuerplanung international | Rödl & Partner GmbH

Ziel ist es, übermäßige Steuerbelastungen und vor allem Doppelbesteuerung im grenzüberschreitenden Geschäftsverkehr zu verhindern. In diesem Prozess gerät die steuerliche Strategieberatung immer mehr in den Blickpunkt von Öffentlichkeit und Verwaltung. Weltweit agierende Unternehmen werden für ihre Steuerpolitik öffentlich an den Pranger gestellt. 2. In diesem Zusammenhang erregt auch die laufende OECD-Initiative mit dem BEPS-Projekt zur Bekämpfung missbräuchlicher Gewinntransfers große Beachtung.

Wie die Fallstricke des völkerrechtlichen Steuerrechts überwunden und die sich ergebenden Möglichkeiten ausgeschöpft werden können, zeigen wir Ihnen in unserem Themaspezial. Weltweit agierende Firmen können für ihre Aktivitäten im In- und Ausland eine Niederlassung oder ein Tochterunternehmen errichten. Der Entscheid über die richtige Organisationsstruktur hat beträchtliche steuerliche Folgen. Bei Direktinvestitionen ist es möglich, eine ständige Niederlassung oder eine Niederlassung zu errichten.

Mit dem OECD-Bericht über Gewinnverschiebungen sind die Großunternehmen, die trotz der hohen Profite ihre Steuerbelastung außerhalb der USA reduzieren können, wieder in die Schusslinie gerückt. Die deutschen Mittelständler sind auch im internationalen Umfeld sehr gefragt. Für die gesetzliche Steuerplanung kann ein erheblicher Steuersatzunterschied zwischen dem Inland und dem Ausland ausgenutzt werden. In über 30 Rundschreiben werden für Sie die aktuellen technischen und länderspezifischen Daten zusammengetragen.

EU-Offenlegung für Steuergestaltung - Neuigkeiten hier!

Auf der Tagung des ECOFIN-Rates in Brüssel wurde am 13. März 2018 die Einrichtung einer Offenlegungspflicht für Vermittler bei der grenzübergreifenden Steuergestaltung vereinbart und damit der Weg für eine europaweit einheitlich geltende Offenlegungspflicht für grenzüberschreitende Steuergestaltungsmodelle geebnet. Bei der so genannten DAC-6-Richtlinie handelt es sich um eine Änderung der geltenden Rechtsvorschriften zur Verbesserung der Verwaltungszusammenarbeit im Steuerbereich (Richtlinie 2011/16/EG).

Die EU-Vorschriften schreiben vor, dass die Mitgliedsstaaten sogenannte "Intermediäre" wie z. B. Steuerexperten, Anwälte oder Finanzdienstleister dazu verpflichtet sind, den Steuerbehörden der Mitgliedsstaaten die in der Verordnung definierten grenzüberschreitenden Steuerstrukturierungsmodelle zu übermitteln. Basis für die Meldepflicht ist der neue Art. 8aaa der RL in Zusammenhang mit dem neuen Annex IV, wobei Art. 8aaa der RL den Anwendungsbereich und die Bedingungen für den obligatorischen automatisierten Austausch von Informationen über berichtspflichtige grenzübergreifende Muster und damit die Meldepflicht für Vermittler festlegt.

Annex IV definiert, welche grenzübergreifenden Muster den Steuerverwaltungen auf der Basis der sogenannten Meldepflichten (Buchstaben A bis O der Richtlinie) zu melden sind. Bis zum 31.12.2019 muss die Direktive in innerstaatliches Recht umgesetzt sein. Das Notifizierungserfordernis nach dem neuen Art. 8aaa tritt am 1.7. 2020 in Kraft. 2.

Als " Vermittler " gilt nach der Direktive jede natürliche Persönlichkeit, die ein berichtspflichtiges grenzübergreifendes Muster entwirft, vertreibt, veranstaltet oder zur Verfügung stellt oder die die Durchführung eines solchen Musters verwaltet. Außerdem muss der Vermittler entweder in einem Mitgliedsstaat steuerrechtlich niedergelassen sein, eine ständige Niederlassung in einem Mitgliedsstaat haben, dem Recht eines Mitgliedsstaates unterstehen oder bei einem Fachverband für Rechts-, Steuer- oder Beratungsdienstleistungen eingetragen sein.

Für die Zwecke der genannten Richtlinien gelten alle grenzübergreifenden Modelle, die zumindest eine der in der Liste in Anlage IV genannten Marken tragen, als mitteilungspflichtig. Die Indikatoren bezeichnen je ein Charakteristikum oder eine Immobilie eines grenzübergreifenden Ansatzes, das auf ein mögliches Steuervermeidungsrisiko hinweist. Darüber hinaus wird in der Direktive zwischen marktgängigen und massgeschneiderten Konzepten unterschieden.

Ein" marktreifes Modell" ist ein grenzübergreifendes Produkt, das ohne individuelle Anpassung entwickelt, vertrieben, einsatzbereit oder zur Verfügung gestellt wird. Ein " massgeschneidertes Model " ist dagegen jedes grenzübergreifende und nicht marktfähige Vorbild. Der Vermittler hat die vorrangige Berichtspflicht.

Der Berichtszeitraum für ein berichtspflichtiges grenzübergreifendes Steuerstrukturierungsmodell ist 30 Tage, gerechnet ab dem Tag, an dem das Muster zur Verwendung zur Verfügung gestellt wird oder das Muster einsatzbereit ist, oder wenn der erste Anwendungsschritt erfolgt ist (Absatz 1). Vor allem die Verknüpfung mit dem Zeitpunkt, zu dem ein Model "einsatzbereit" ist, eröffnet erhebliche Interpretationsmöglichkeiten.

Darüber hinaus sind die Vermittler bei marktgängigen Mustern dazu angehalten, den zuständigen Steuerbehörden alle drei Monate über jede Aktualisierung der Muster zu berichten. Die erste Anmeldung obliegt zunächst den Steuerbehörden des Mitgliedstaats, in dem der Vermittler niedergelassen ist. Als Alternative und untergeordnet gilt die Finanzadministration in dem Staat, in dem der Vermittler (i) eine ständige Niederlassung hat, (ii) seinem Recht untersteht oder (iii) wenn der Vermittler bei einer Berufsvereinigung für Rechts-, Steuer- oder Beratungsdienstleistungen eingetragen ist.

Kann der Vermittler beweisen, dass dieselben Angaben bereits in einem anderen Mitgliedsstaat übermittelt wurden, besteht keine Nachmeldepflicht. Die Auskunftspflicht geht in diesem Falle auf den Steuerzahler oder einen anderen am Muster interessierten Vermittler über. Erfreulicherweise hat der damalige Parlamentarische Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, Jens Spahn (CDU), in der Debatte des Rates Wirtschaft und Finanzen klargestellt, dass "die Schweigepflicht in Deutschland nicht nur für Anwälte, sondern auch für Steuerexperten und eidg. dipl.

In Deutschland ist also nicht der Vermittler, sondern der Steuerzahler zu melden. Im Falle der Anwendung der Ausnahme ist die Verpflichtung gegeben, andere Vermittler oder, falls solche nicht vorhanden sind, die betroffenen Steuerzahler, durch die sie über ihre Informationspflichten informiert werden, zu informieren (Abs. 2 S. 2). Wesentliche Bestandteile der Erklärung sind die Angabe der betroffenen Vermittler und maßgeblichen Steuerzahler, wie Name, Datum und Ort der Geburt, Steuerwohnsitz und Steuer-Identifikationsnummer (TIN) sowie ggf. die als nahestehende Gesellschaften des jeweiligen Steuerzahlers geltenden Personengruppen (alle Paragraph 6).

Außerdem muss die Nachricht Angaben über das verwendete Model enthalten. Die Hauptthemen sind der Gehalt des berichtspflichtigen grenzübergreifenden Geschäftsmodells, der Name, unter dem es gemeinhin bekannt ist (falls vorhanden), und eine Kurzbeschreibung der betreffenden Geschäftsaktivitäten oder Geschäftsmodelle. Außerdem muss der Betrag des berichtspflichtigen Models angegeben werden.

Außerdem sind der Zeitpunkt, zu dem der erste Umsetzungsschritt des berichtspflichtigen grenzübergreifenden Ansatzes vollzogen wurde bzw. wird, und die einzelstaatlichen Bestimmungen, die die Basis des berichtspflichtigen grenzübergreifenden Ansatzes darstellen, in die Anmeldung aufzunehmen. Schließlich müssen Angaben über Dritte und andere Mitgliedsstaaten, mit denen das Muster in Verbindung steht und die vom grenzübergreifenden Berichtsmodell beeinflusst werden können, in die Anmeldung aufgenommen werden.

Der neue Annex IV definiert, welche grenzübergreifenden Geschmacksmuster der Meldepflicht unterliegen (Buchstaben A bis E). Diese Kennzahlen bezeichnen den Inhalt der berichtspflichtigen Muster auf der Basis definierter Kennzahlen, wie unten wiedergegeben. Insbesondere die berichtspflichtigen Muster unter den Ziffern A, B und C (Abs. 1 lit. b(i), c und d) sind nur im Zusammenhang mit dem sogenannten "main benefit"-Test berichtspflichtig.

Dementsprechend müssen die oben genannten Muster nur dann dargestellt werden, wenn bewiesen werden kann, dass der Hauptnutzen oder einer der Hauptvorteile, den eine natürliche oder juristische Person von einem Muster unter Beachtung aller maßgeblichen Tatsachen und Gegebenheiten vernünftig erwartet, die Erzielung eines steuerlichen Vorteils ist. Indikator B im Zusammenhang mit der Hauptleistungsprüfung besteht aus (im Wesentlichen standardisierten) Modellen, in denen sich der betreffende Steuerzahler oder eine Partei des Musters verpflichtet, eine Geheimhaltungsklausel zu beachten, nach der sie anderen Vermittlern oder Finanzbehörden nicht mitteilen dürfen, wie ein steuerlicher Vorteil nach dem Muster erzielt wird.

Dazu gehören auch solche Models, bei denen der Vermittler Forderungen (Zinsen, Vergütungen von finanziellen und sonstigen Kosten) aus dem Modellerfolg hat. Mitteilungspflichtige Muster im Sinne von Abschnitt B sind Muster, bei denen eine Partei des Musters künstliche Maßnahmen ergreift, um ein verlustbringendes Vorhaben zu übernehmen, seine Hauptaktivität einzustellen und seine Gewinne zur Verringerung seiner Steuerlast zu verwenden.

Berichtspflichtig sind auch solche Einkommensmodelle, bei denen das Einkommen in niedrigere oder steuerfreie Einkommensarten überführt wird. Brief C behandelt bestimmte grenzübergreifende Geschäfte, wie z.B. solche, die absetzbare grenzübergreifende Bezahlungen zwischen zwei oder mehr nahestehenden Gesellschaften beinhalten. Das ist der fall, wenn in mehr als einem steuerlichen Gebiet für die gleiche Art von Einkommen oder Vermögenswerten ein Abzug für die Wertminderung desselben Vermögens oder in mehr als einem steuerlichen Gebiet für die Freistellung von der doppelten Besteuerung vorgenommen wird.

Dazu gehören auch Fälle, in denen eine Vermögensübertragung stattfindet und ein wesentlicher Unterschiedsbetrag für den Vermögensgegenstand in den betroffenen Steuerhoheiten besteht. Die unter Punkt A genannten Merkmale betreffen den automatisierten Austausch von Informationen über wirtschaftliche Eigentümer. Bei den Modellen in Buchstaben E handelt es sich in erster Linie um die Vorgaben der OECD Common Reporting Standards (CRS), der OECD Model Rules on Disclosure Requirements and Anti-Money Laundering Laws (AMLA).

Es handelt sich im Wesentlichen um Muster, die zu einer Untergrabung der Berichtspflicht im Zusammenhang mit dem automatisierten Austausch von Informationen über die Finanzkontenverwaltung oder zur Ausnutzung des Fehlens solcher Gesetze beitragen. Es sind auch solche Muster zu melden, die von einer nicht transparenten Verkettung rechtlicher oder wirtschaftlicher Eigentümer durch den Einbezug von Menschen, juristischen Vereinbarungen oder Bauwerken (sog. undurchsichtige Offshore-Strukturen) begleitet werden.

Brief Nr. 2 enthält Verrechnungspreismodelle. Ein derartiges Risiko besteht beispielsweise, wenn einseitige Safe Harbor-Regeln oder ein Model mit Transfer immaterieller Vermögenswerte verwendet werden, die schwierig zu bewerten sind. Brief ES enthält auch solche Muster, bei denen konzerninterne grenzübergreifende Funktions- und/oder Risikoübertragungen und/oder Vermögensübertragungen erfolgt.

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