Rechtsform ltd

Gesellschaftsform ltd

So entscheiden sich immer mehr deutsche Unternehmer für die Rechtsform der GmbH. Dies ist keineswegs nur eine Rechtsform für sehr kleine Start-ups. Gegenüberstellung der Rechtsformen GmbH und GmbH mit dem deutschen Verwaltungssitz. Eine Gesellschaft, die die Rechtsform LTD wählt, handelt als nicht börsennotierte Gesellschaft nach britischem Gesellschaftsrecht.

Gesellschaftsform English Limited (Ltd)

Seit dem Inspire -Art-Urteil des EuGH vom 30. September 2003 (C-167/01), oft als Geburtsdatum der Gesellschaft mit beschränkter Haftung genannt, konkurriert die dt. Gesellschaft zunehmend mit der britischen "private company limited by shares" - im Volksmund als "limited" bekannt. The English Ltd. kann mit weniger Zeit und Geld errichtet werden.

Will der Unternehmensgründer die Firma selbst gründen, muss er die im Netz verfügbaren Formblätter in Englisch füllen und die Veröffentlichungspflicht gegenüber dem Gesellschaftshaus selbst erfüllen. Das Unternehmen muss nach seiner Niederlassung in Großbritannien in das deutsche Firmenbuch eingetragen werden. Niedrige Gründungsgebühren und ein niedriges Minimalkapital sind die Vorzüge, die von den Gründern der English Ltd. in Deutschland herausgestellt werden und die dazu dienen sollen, die Rechtsform der GmbH als Gesellschaftsform zu bestimmen.

Dabei werden jedoch die Benachteiligungen außer Acht gelassen, die die Errichtung einer GmbH - insbesondere nach der Gründerphase - für Existenzgründer mit sich bringt. Aktionäre einer britischen Aktiengesellschaft sind nach englischem Recht dazu angehalten, Jahresabschlüsse und Bilanzen nach englischem Recht beim Companies House einzureichen.

Die Nichterfüllung einer solchen Pflicht durch den Unternehmen kann zur Streichung der Begrenzung in England führen, was die Anschlussfrage stellt, wer später Anspruch auf das Gesellschaftsvermögen der Begrenzung hat. Darüber hinaus sind die deutschen Steuerbehörden sehr wachsam, wenn es um die Erfüllung des britischen Gesetzes geht. Die OFD Hannover (Verordnung vom 28. Juli 2007, S. 2700 100-2-StO 242) hat daher Leitlinien erlassen, mit denen die Steuerprüfer die Übereinstimmung mit den Unternehmensregeln der Gesellschaft in Form einer Checkliste prüfen können.

Ein Verstoß gegen diese Vorschriften kann zu einer versteckten Gewinnverteilung in Deutschland fuehren. Schliesslich sollten Firmengründer auch bedenken, dass das englische Recht für alle Gesellschaftsstreitigkeiten gilt, die im Laufe des Unternehmenslebens auftauchen. Das bedeutet, dass ein Gerichtsstreit in der Regel höhere Aufwendungen verursachen kann und zu einem Ergebnis geführt hat, das nach deutschem Recht nicht absehbar ist.

In dem Maße, in dem einzelne Gründer einer GmbH es als vorteilhaft empfanden, dass Service nur schwer möglich ist, ist dieser angebliche "Vorteil" überflüssig geworden: Vielleicht war die GmbH in der Geschichte - wenn überhaupt - nur für weniger kapitale Dienstleister von Interesse. Die GmbH-Reform durch das MoMiG sieht vor, dass die GmbH - jedenfalls wenn sie nur in Deutschland tätig ist - in fast allen Belangen der GmbH Vorrang hat.

Effizienz-, Zeit- oder Kostenvorteile sind nicht mehr mit der Firmengründung assoziiert. Nur bei einem internationalen Auftritt, vor allem in Großbritannien, scheint eine GmbH vorzuziehen. Den Gründern sollte "von Anfang an" bewusst sein, dass auch das englische Aktienrecht durch den Companies Act 2006 umgestaltet wurde.

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