Privatinsolvenz übersicht

Übersicht Privatinsolvenzen

Die Privatinsolvenz soll den Betroffenen langfristig die Chance auf ein schuldenfreies Leben geben. Kurzübersicht der Pfändungsbefreiungsgrenzen in Abhängigkeit von der Unterhaltspflicht. Im Forum: Fragen zur Privatinsolvenz. Was ist Privatinsolvenz? Alle Einträge geben einen Überblick über den Umgang mit Geld und bilden eine Arbeitsgrundlage für viele Unternehmen und Banken.

Überblick über die Privatinsolvenz

Plötzlich auftretende Arbeitslosenzahlen, Krankheiten, gescheiterte Anlagen oder schlichtweg Missmanagement mit dem eigenen Vermögen - es gibt viele Ursachen für Überschuldungen. Die Privatinsolvenz soll den Betroffenen auf Dauer die Möglichkeit eines schuldenfreien Lebens geben. Bevor der Debitor fortfahren kann, muss er einen außergerichtlichen Vergleich mit seinen Kreditgebern anstreben. Wenn sich alle Kreditgeber einig sind, kann eine Privatinsolvenz verhindert werden.

Ein außergerichtlicher Vergleich ist für beide Parteien vorteilhaft: Der Insolvenzverwalter wird von dem Verfahren verschont und die Kreditgeber erhalten zumindest einen Teil ihres Vermögens zurück. Diese können ggf. eine Bestätigung über das Scheitern eines Versuchs zur aussergerichtlichen Streitbeilegung erteilen. Nur dann kann ein Antrag auf Eröffnung eines privaten Insolvenzverfahrens beim zuständigen Gericht gestellt werden.

Nach Beantragung des Antrags beim Gericht wird das Konkursverfahren eröffnet. Der Debitor erhält einen Trustee, der die finanziellen Mittel managt. Er weist im Rahmen des Verfahrens alle pfändbaren Vermögenswerte und Erträge aus. Der Eingriff kann mehrere Wochen dauern. In dieser Zeit muss sich der Debitor, wie der Titel schon sagt, "gut" aufführen.

Dazu zählt auch die Benachrichtigung des Treuhänders über Veränderungen in der Finanzlage. Wenige wissen: Die anfallenden Insolvenzkosten müssen von den Schuldnern selbst getragen werden. Ist er dazu jedoch nicht in der Lage, können die gerichtlichen Verfahrenskosten auf Gesuch hin aufgeschoben, d.h. nach und nach gemäß dem Verfahrensablauf ausgezahlt werden.

Diese kann vom Bezirksgericht ausgestellt werden, wenn der Zahlungspflichtige als notleidend angesehen wird. Damit sind die Aufwendungen für Rechtsberatung, Prozessvertretung, Korrespondenz und aussergerichtliche Streitbeilegung erstattet. Mit der Begleichung der Restschuld ist der abschließende Prozessschritt im Rahmen des Insolvenzverfahrens abgeschlossen. So ist der Debitor in Großbritannien bereits nach zwölfmonatiger Laufzeit verschuldungsfrei. Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs ist es für Deutsche möglich, auch in anderen Ländern Europas ein Konkursverfahren durchzuführen.

Das Insolvenzrecht kann von den in Deutschland geltenden Vorschriften abweicht, aber die in Deutschland geltenden Gesetze müssen die im Inland gewährte Befreiung von der Restschuld einhalten. Grundvoraussetzung ist, dass das Zentrum des Lebens im jeweiligen Staat liegt. Darüber hinaus muss der Zahlungspflichtige die im Lande verbreitete Landessprache sehr gut beherrscht oder auf einen Mittelsmann zurückgreifen können. Nachteil Privatinsolvenz: Geringe Bonität Zu den Benachteiligungen der Privatinsolvenz zählt eindeutig die Bonitätsverschlechterung.

Die Privatinsolvenz verursacht auch zusätzliche Verfahrenskosten. Die Privatinsolvenz hat den größten Nutzen, dass Sie bei Null beginnen können. Zudem entfallen der Besuch des Gerichtsvollziehers sowie erstaunliche Konten- oder Lohnpfändungen. Wie eine Privatinsolvenz verläuft, ist von den individuellen Verhältnissen abhängig. Am besten ist es, sich als Debitor im Vorfeld persönlich vor Ort informieren zu können.

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