Privatinsolvenz öffentliche Bekanntmachung

Öffentliche Bekanntmachung der Privatinsolvenz

Das Privatinsolvenzverfahren wird auf der Homepage www.insolvenzbekanntmachungen.de. öffentlich bekannt gegeben. und der Ems-Zeitung sowie weitere Ankündigungen.

Unter der Annahme, dass der Schuldner ein unbekannter Wohnsitz ist, ordnete er die öffentliche Bekanntmachung an.

Privatinsolvenzen in Fragen und Antworten: Tips für Konsumenten und Existenzgründer - Jasper Stahlschmidt, Olaf Hiebert

Das Verbraucherinsolvenzverfahren wurde seit dem 1. Januar 2014 mit tiefgreifenden Veränderungen umgestellt. Das Buch antwortet nachvollziehbar auf die wichtigsten Fragestellungen rund um die Privatinsolvenz und beschäftigt sich unter anderem mit diesen Veränderungen: - Wie haben sich die Rahmenbedingungen seit dem Jahr 2014 verändert? Zur Erleichterung des Verständnisses der in der Anwendung entstehenden Unterlagen sind einige wesentliche Entscheidungen des Insolvenzgerichtes als Kommentierungsmodelle in einem Kurzanhang enthalten.

In der neuen Ausgabe werden auch die Veränderungen in der Privatinsolvenz seit dem Jahr 2014 dargestellt. Bis heute wurden mehr als 300 private Insolvenzen bearbeitet. Er ist seit 2012 ausschliesslich als Restrukturierungsberater für Firmen und Private in der Zahlungsunfähigkeit aktiv.

Frühlingsstadt

Beispielsweise kann das Gericht Sie nur dann über den Konkursantrag eines Zahlungsempfängers informieren, wenn dies für Rechtsgeschäfte von besonderer Bedeutung ist (z.B. aufgrund einer Verfügung über vorläufige Sicherungsmaßnahmen). Wenn Sie selbst als Kreditgeber oder Debitor in ein Konkursverfahren involviert sind, wird Ihnen das für Sie örtlich und sachlich kompetente Konkursgericht auf Gesuch hin Einblick in die Anträge gewähren.

Privatinsolvenz: Konkursrecht und Justiz

Mit der Einrichtung der Privatinsolvenz im Jahr 1999 wurde den bis dahin nahezu ungeschützten Schuldnern die Chance gegeben, aus der privaten Überverschuldung herauszukommen. Alleine im Jahr 2013 haben knapp 160.000 Bundesbürger ein Privatinsolvenzverfahren beantragt. Nach der derzeitigen Rechtslage ist es nach wie vor möglich, dass sich derjenige, der die meisten Einschnitte in seinem Lebensstil vorgenommen hat, über einen Zeithorizont von aktuell sechs Jahren (Phase des guten Verhaltens) mit dem Notwendigsten zufrieden gibt, um den Ansprüchen seiner Kreditgeber in größtmöglichem Maße gerecht zu werden.

Am 1. Juli 2014 wird diese so genannte Phase des guten Verhaltens unter gewissen Bedingungen auf nur drei Jahre gekürzt, so dass der Debitor nach nur drei Jahren von allen Forderungen freigestellt wird, ohne sie vollständig beglichen zu haben. Der Gesetzgeber hebt hervor, dass die Kürzung der Phase des guten Verhaltens letztendlich auch den Gläubigern dient, da die Kürzung einen viel größeren Leistungsanreiz für den Debitor schafft, wenigstens einen Teil der Forderungen zu tilgen als bisher.

In 2/3 aller privaten Konkursverfahren war das Insolvenzvermögen so gering, dass das den Gläubigern zur Verfügung stehende Kapital letztlich Null war. Also gingen die Kreditgeber völlig mit leeren Händen weg. Im restlichen Insolvenzdrittel reichten die zu verteilenden Vermögensgegenstände nur aus, um im Durchschnitt rund 5 Prozent der ausstehenden Ansprüche der Konkursgläubiger zu erfüllen.

Bei allen Konkursverfahren wurde ein durchschnittlicher Forderungsanteil von 3,6 Prozent der Ansprüche der Insolvenzgläubiger durchgesetzt. Auch bei Gläubigern, die noch nicht einmal vom Konkursverfahren Kenntnis erlangt haben, da der Insolvenzverwalter sie entweder "vergessen" hat oder die Insolvenzverwalter selbst ihre Ansprüche in dem ihnen bekannt gewordenen Konkursverfahren nicht angemeldet haben.

Das heißt, dass ab dem 1. Juli 2014 ein im Insolvenzverfahren "vergessener" Kreditgeber seine Forderungen gegen einen Kreditnehmer nach etwas mehr als drei Jahren ohne eigenes Verschulden ausfallen kann. Angesichts des Umfangs der Befreiung von der Restschuld und der daraus resultierenden Ungerechtigkeit für die Kreditgeber räumt der Gesetzgeber dem Prinzip der rechtlichen Sicherheit im Hinblick auf die Befreiung der Restschuld des Schuldners gegenüber Gerechtigkeitsüberlegungen für den Kreditgeber den Vorzug ein.

Einem " vergessenen " Kreditgeber, der von seinem Kreditnehmer keinen Betrag mehr bekommt, wird es kaum fair erscheinen, dass sein Kreditnehmer bereits nach drei Jahren alle seine bisherigen Verbindlichkeiten erfüllen konnte. Dagegen wird der Konkursschuldner die Anforderungen an ein Insolvenzverfahren auch nach dem 1. Juli 2014 als sehr strikt betrachten.

Mehr zum Thema