Nachfolgeregelung Mittelstand

Mittelstandsnachfolgeplanung

Caan Bludau: Gerade im Mittelstand ist der geschäftsführende Gesellschafter die wichtigste Person im Unternehmen. Für den Fortbestand des Unternehmens ist es entscheidend, sich frühzeitig um die Nachfolgeplanung im eigenen Unternehmen zu kümmern. Tipps der Experten zur Nachfolgeplanung in Familienunternehmen:. ihre besonderen Erfahrungen mit der Nachfolgeplanung. zur Vorbereitung eines langfristigen M&A-Prozesses im Zuge eines Generationswechsels in mittelständischen Unternehmen:

Sehr geehrter Kollege Mumm, was ist bei der Nachfolgeregelung zu beachten?

Was ist bei der Nachfolgeregelung zu beachten? Mumm: Das Komplettpaket muss stimmen. Vom Entscheid über die Konzeption bis zur Realisierung und Einbindung nach der Übernahme geht in der Regel eine lange Zeit vorbei, in der nicht immer alles glatt läuft. Es ist daher notwendig, ein Datum festzusetzen, an dem das Untenehmen wirklich an seinen Rechtsnachfolger abtritt.

Hierbei ist besonders Vorsicht angebracht, da der Verkaufserlös vom Gelingen des Rechtsnachfolgers abhängt. Mumm: Ja, das stimmt. Ungeachtet dessen kann der Rechtsnachfolger vorab gefunden werden. Erschwernisse - etwa weil sich die Beteiligten nicht einigen oder ein Rechtsnachfolger am Ende herausspringt - können den Erbfolgeprozess verlängern.

Welche Informationen haben Sie von Ihren Klienten oder Auftraggebern bei der Nachfolgeregelung mitgenommen? Mumm: Für mich selbst ist der Nachfolgebereich einer der spannendsten in meinem Beruf, denn er ist zukunftsweisend, und wenn er beruflich läuft, schöpfen beide Seiten etwas Gutes daraus: Der Eigentümer sieht einem wohlverdienten Rücktritt entgegen und der Erbe will etwas zustandebringen.

Insbesondere im eigentümergeführten Mittelstand ist die Nachfolgeregelung in der Regel bei rechtzeitiger Bewältigung erfolgversprechend. Meiner Meinung nach ist dies vor allem darauf zurückzuführen, dass ein Unternehmen sein Lebensinhalt nachhaltig sichern möchte und deshalb einen engagierten und leidenschaftlichen Nachwuchs mit einem langfristigen Ziel anstrebt.

Es gibt zwei Aspekte der Nachfolge:

Nachfolgeplanung für Firmen

Bei einer geordneten Nachfolgeregelung sollten nicht nur die älteren Arbeitnehmer beschäftigt werden. Wenn dann nicht reguliert wird, wer das Geschäft leitet, kann das Geschäft rasch in ökonomische Probleme geraten. Daher sollte die Anfrage möglichst früh gestellt werden: Wo kann ich einen neuen Mitarbeiter finden? Wenn er Nachkommen hat, möchte er in der Regel, dass einer von ihnen sein eigenes Werk ausübt.

Es gibt aber noch andere Ursachen, warum eine Nachfolge innerhalb der Gastfamilie nicht immer möglich ist. Weil das, was für viele Old-School-Unternehmer noch eine Selbstverständlichkeit ist, d. h. "sie selbst" und "ständig" für ihr Geschäft da zu sein, heute für kleine und mittlere Betriebe oft schwierig ist, einen neuen Mitarbeiter zu haben. Dipl.-Volkswirt Thomas Grigutsch von der Industrie- und Handelskammer für Wuppertal-Solingen-Remscheid: "Wir haben in allen Branchen festgestellt, dass immer weniger Menschen dazu neigen, das hohe finanzielle und zeitliche Engagement, das Entrepreneurship mit sich bringen kann.

"Deshalb wollen die Nachwuchskräfte eines Unternehmens oft nicht einmal die Nachfolge anstreben. Gibt es keinen geeigneten Familiennachfolger, sollte man sich frühzeitig überlegen, wer für die Firmenübernahme geeignet ist. Zur Entscheidungsfindung ist es in jedem Falle sinnvoll, ein genaues Bedarfsprofil des jeweiligen Unternehmens zu erarbeiten.

Wird ein passender Bewerber im Mitarbeiterbestand gefunden, profitiert jeder von der Tatsache, dass er das Untenehmen und seine besonderen Eigenschaften bereits gut kennen und das volle Potenzial des Übertragenden hat. Ist nur ein externes Nachfolgemodell möglich, müssen zunächst geeignete Ansprechpartner gefunden werden. Grigutsch: "Der Preis zum Beispiel beinhaltet viele psychologische Aspekte.

Übertragende Firmen überschätzen oft den Unternehmenswert und sind erstaunt, wenn niemand so viel bezahlen will. Gleichzeitig wird oft übersehen, dass ein Rechtsnachfolger ein erhebliches Nachfolgeunternehmen ist. "Darüber hinaus fügt die langjährige Berufserfahrung von Thomas Grigutsch dem Problem einen weiteren Aspekt hinzu: "Gerade bei einer internen Familiennachfolge stellt sich immer wieder heraus, dass der Eigentümer oft das Gefühl hat, dass der Erwerber das Geschäft nicht so gut führen kann, wie er es tut.

Sender sollten sich damit abfinden, dass ein Sender die Sache anders betrachtet und andere Entscheide gefällt, und sich " loslassen " - auch wenn es schwierig ist. Darüber hinaus muss über die Integration des Nachfolgers in das Gesamtunternehmen abgestimmt werden: schrittweise oder ad hoc, als Mitarbeiter, Manager oder Aktionär. Unabhängig davon, wie die Nachfolgeplanung letztendlich im Einzelnen aussehen mag, gibt es zu den meisten Bereichen umfangreiche Beratungs- und Coaching-Angebote, zum Beispiel von Industrie- und Handwerkskammern, Kammern oder Wirtschaftsförderungsagenturen.

Oftmals wird eine Übertragung zu lange verzögert, weil die Länge der Übergabephase unterbewertet wird. Ein weiterer wesentlicher Aspekt für eine frühe Nachfolgeplanung ist, dass Kreditinstitute die Kreditvergabe und -konditionen nicht zuletzt davon abhängen, ob ein Unternehmen im Ernstfall einen geeigneten Rechtsnachfolger bestellt hat. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) spielt eine bedeutende Rolle im Netz der Förderer von Gründungsprojekten.

Maria Klaas, Hauptgeschäftsführerin der Industrie- und Handelskammer Lippe zu Detmold und Expertin im Gründungs- und Nachfolgebereich, zeigt, was bei der Unternehmensgründung wichtig ist und wie die IHK Stiftungsprojekte unterstützt. 100.000 Entrepreneure sind immer auf der Suche nach einem neuen Mitarbeiter. Dr. Birgit Felden, in Köln und Berlin ansässige Nachwuchsexpertin und Dozentin für Mittelstand und Nachfolgeregelung an der Berliner Fachhochschule für Wirtschaft und Recht, erläutert, wie der Personalwechsel am besten abläuft.

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