Mittelstand Nachfolger Gesucht

Nachfolger gesucht

Auch die Bundesländer sind meist auf der Suche nach Nachfolgern. Die Netzwerk Offensive Mittelstand RheinMain. Eine Nachfolgewelle wird in den kommenden Jahren über den Mittelstand rollen. ist aktiv und kann direkt angesprochen werden, ein externer Nachfolger muss gesucht werden. zeigt Engpässe in der gesamten Breite des Mittelstandes.

240.000 Nachfolger bis 2019 gesucht

Derzeit sind rund 40 Prozent der Besitzer von mittelständischen Betrieben über 55 Jahre alt, für sie wird sich in überschaubarer Zeit die Problematik der Pensionierung und damit auch der Bestand ihres Betriebes stellen. Das beweist eine Studie der KfW Research: Die 236.000 mittelständischen Firmenchefs wollen in den nächsten zwei Jahren ihr Geschäft an einen Nachfolger abtreten.

Mit 100.000 ist die Abfolge noch umstritten. Der Stellenwert dieser Firmen ist beträchtlich, da die Beschäftigung von rund 2 Mio. Mitarbeitern und rund 89.000 Lehrlingen vom Erfolg ihrer Nachfolger abhängt. Der Transfer innerhalb der Gruppe wird über alle Branchen und Grössenklassen hinweg vorgezogen (54 Prozent). Bei externen Käufern kann man sich 42% denken, eine Persönlichkeit aus der Erwerbsbevölkerung oder dem Kreis der Miteigentümer wird viel weniger häufig für die Erbfolge berücksichtigt (25 bzw. 27%).

Derzeit wollen die Eigentümer von 331.000 noch tätigen Mittelständlern innerhalb von fünf Jahren schließen. Das Thema "Nachfolge oder Stilllegung" ist eindeutig größenabhängig. Bei größeren Firmen mit mehr als 50 Beschäftigten erscheint die Schließung eines Unternehmens kaum möglich, nur 5 Prozentpunkte halten dies für möglich.

In Kleinstunternehmen mit weniger als 5 Mitarbeitern ist die Zahl mit 41% achtmal so hoch. Die Investitionsneigung wird, wie die Untersuchung von KfW Research weiter aufzeigt, maßgeblich durch den bevorstehenden Generationswechsel und das hohe Lebensalter des Unternehmens mitbestimmt. Bei unklarer Nachfolgeregelung fehlt es an Investition.

Andererseits verstärkt eine klare Nachfolgeregelung die Bereitschaft, auch bei einem hohen Eigentumsalter zu investieren. Der Effekt ist am deutlichsten bei kurzfristigen Nachfolgeregelungen innerhalb von zwei Jahren: Ist die Erbfolge abgesichert, führt dies zu einer durchschnittlichen Investitionssteigerung von 40 Prozent in den Unternehmen. Den aktuellen Stand der KfW-Forschung finden Sie unter:

Bis 2019 240.000 Nachfolger im Mittelstand gesucht!

Bis 2019 240.000 Nachfolger im Mittelstand gesucht! Mehr als eine halbe Million Mittelständler planen, wie eine spezielle Auswertung des KfW Mittelstandspanels ergibt, bis 2022 eine Nachfolgeregelung. Die Zeit drängt: Die Nachfolgeregelung soll hier bis Ende 2019 erfolgen, ein Nachfolger ist noch nicht bekannt oder sie haben noch nicht einmal mit der Suche angefangen.

236.000 Mittelständler wollen sich in den nächsten zwei Jahren aus ihrem Betrieb zurückziehen, aber auf jeden Fall "ihr Baby" in die Hand eines Unternehmensnachfolgers geben (6% aller Mittelständler in Deutschland). Nicht zu unterschätzen ist ihre Bedeutung: 2016 beschäftigten diese kleinen und mittleren Betriebe 2 Millionen Menschen (ca. 6,4% aller Beschäftigten im KMU-Sektor) und rund 89.000 Azubis.

Der Umsatzanteil des Mittelstands beläuft sich mit 311 Mrd. auf gut 7 Prozent und die Investitionen in neue Anlagen/Gebäude auf rund 9 Mrd. Euro, was rund 2 Prozent aller Investitionen der Unternehmen in ganz Deutschland ausmacht. Zwischen 2020 und 2022 wollen weitere 275.000 mittelständische Unternehmen einen Nachfolger für das Management suchen, was weiteren 7% ausmacht.

Die Mittelschicht ändert ihr Antlitz, jeder siebente Entrepreneur hält die Aufgabenstellung des eigenen Betriebes für eine Möglichkeit, Stilllegungen sind kein Tabuthema, sondern für viele die einzig mögliche Alternative. Aktuell sind 331.000 Unternehmen im aktiven Mittelstand dabei, innerhalb von fünf Jahren zu schließen. Grössere KMUs mit mehr als 50 Mitarbeitenden ziehen beinahe immer einen Nachfolger vor, nur 5% überlegen sich die Schliessung eines Betriebes.

Für Kleinstbetriebe mit weniger als fünf Mitarbeitern erwägen rund 41% die Aufgabenstellung, wobei die Stillegung eine achtfach häufigere ist. Handwerk, Bauwirtschaft und Dienstleistungssektor stehen in ihren Stellungnahmen eng zusammen, und mehr als die Haelfte der Firmen soll in die Nachfolge gehen. Aber auch das Zeitalter und der Fachkräftemangel an Nachwuchskräften und Jungunternehmern hinterlässt deutliche Zeichen.

Bereits 1,4 Millionen Besitzer sind 55+ Jahre und ein Quartal wird zum vorgesehenen Zeitpunkt des Rückzugs über 70 Jahre und jedes zehnte knapp 80 Jahre älter sein! Schleswig-Holstein, Thüringen und Baden-Württemberg haben den "angespanntesten Nachfolgemarkt" und den größten Altbesitz. Bei unklarer Nachfolgeregelung wird die Lage jedoch als Investitionshemmnis wirken.

Auch die Unsicherheit der Eigentümer ist hoch, die laufenden Verhandlungen dämpfen die Investitionsneigung. Nach Klärung der kurzfristigen Rechtsnachfolge werden die Beteiligungen jedoch um 40 Prozent steigen. Interne Familienlösungen begünstigen auch die Bereitschaft zu investieren und rund 54% der Eigentümer aller Sektoren und Grössenklassen wünschen sich, dass das Familienunternehmen nach ihrem Ausscheiden in den Besitz eines Familienmitgliedes übergeht.

42% können sich einen Fremdkäufer denken, aber ein Angestellter oder ehemaliger Mitinhaber wird viel weniger oft als Nachfolger betrachtet (25% oder 27%). "Durch den demographischen Wandel steht der Mittelstand in Deutschland vor einem tiefgreifenden Strukturwandel. Im Laufe der kommenden fünf Jahre werden die Leiter von insgesamt rund achtundzwanzigtausend Unternehmen in den Ruin gehen - mit oder ohne Nachfolger.

Jeder fünfte Mittelständler ist betroffen", sagt Dr. Jörg Zeuner, Chefökonom der KfW Bankengruppe. Er fügte hinzu: "Es gibt das Risiko, dass sich Firmen nicht weiter entwickeln, ihr Unternehmenswert fällt und damit die Möglichkeit, sich gut am Kapitalmarkt zu positionieren. Deshalb muss der Generationswechsel sowohl im gehobenen Mittelstand als auch in der Wirtschaftspolitik hier in Deutschland eines der Top-Themen sein.

Seit Jahren beobachten wir jedoch einen wachsenden Flaschenhals bei der Anzahl externer Nachfolger aufgrund rückläufiger Unternehmensgründungen. Gleichzeitig ist die Anzahl derjenigen, die in mindestens einem existierenden Betrieb tätig sind, zurückgegangen. Diese sind letztendlich viel zu gering, um den Nachfolgebedarf für die Fortführung vorhandener Gesellschaften zu befriedigen.

"mi " bedeutet: Nimm dir Zeit und gehe bei der Nachfolgeplanung vor.

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