Interim Management Scheinselbständigkeit

Management auf Zeit fiktive Selbstständigkeit

Die Gefahr der Scheinselbständigkeit der Sozialversicherungsträger. Im Hinblick auf das Interimsmanagement ist das folgende Urteil zwingend zu beachten: DDIM: Zukunftssicherheit für Interim Management in Deutschland. Droht eine fiktive Selbstständigkeit? Laufende Umfrage zum Thema Scheinselbständigkeit.

Änderung: Vermeidung des Risikos einer Scheinselbständigkeit im Interimsmanagement

Sind Interimsmanager als Selbständige angestellt, handeln aber de facto wie Angestellte und sind daher auch als Angestellte im Sinn von 7 SGB IV zu betrachten, ergeben sich viele schwerwiegende Rechtsfolgen: Arbeitsgesetz: Der Interimsmanager könnte sich auf ein Beschäftigungsverhältnis beziehen, in dem alle Mechanismen des Arbeitsschutzes (Urlaub, Lohnfortzahlung, Entlassungsschutz, etc.) gelten.

Steuergesetz: Der Interimsmanager erstellt umsatzsteuerpflichtige Abrechnungen. Soll die Aktivität jedoch als Arbeit gewertet werden, wäre eine Lohnabgabe geschuldet, für die das Untenehmen auch in seiner Funktion als Arbeitsgeber haftet. Sozialversicherungsgesetz: Es werden keine Beiträge zur Sozialversicherung (Kranken-, Pflege-, Renten-, Arbeitslosen- und Unfallversicherung) für den Interimsmanager während seines Arbeitseinsatzes gezahlt.

Die Gesellschaft würde auch nachträglich für die (Arbeitnehmer- und Arbeitgeber-)Beiträge aufkommen. Es wird aber auch in Zukunft möglich sein, externes Know-how einzubringen und zu beauftragen. Allerdings müssen einige Bedingungen erfuellt sein, um eine Scheinselbständigkeit nach den neuen Maßstäben auszuschließen. An der Gestaltung eines rechtskonformen Vertragsverhältnisses können sowohl die Gesellschaften als auch die Interim Manager selbst mitwirken.

Voraussetzung dafür ist eine eingehende Vorabkommunikation über die Mandatsbedingungen und den darauf aufbauenden Vertragswerk. Der neue Paragraph 611a basiert auf einem festen Regelwerk, anhand dessen festgestellt werden soll, ob eine Scheinselbständigkeit vorlag. Allgemein lässt sich sagen, dass alles als Hinweis auf eine Scheinselbständigkeit bewertet wird, die das freiberufliche Handeln eines Selbständigen einengt.

Daher ist es notwendig, von solchen Vorschriften Abstand zu nehmen, wenn Sie das fiktive Selbständigkeitsrisiko verhindern wollen. Ein paar wenige Exemplare, die auf eine fiktive Selbstständigkeit hinweisen: Der Arbeitsvertrag mit dem Interimsmanager regelt arbeitsrechtliche Einzelheiten, wie z.B. Tagesarbeitszeit oder Pausenzeit, Urlaubsregelung etc. Vieles davon lässt sich durch den engagierten Projekteinsatz von Interimsmanagern oder Betriebsberatern umfahren.

Dadurch wird das fiktive Selbstständigkeitsrisiko minimiert. Für das Management von Firmen ist es von Bedeutung zu beweisen, dass durch die Beauftragung des Interimsmanagers Kompetenzen/Managementressourcen beschafft werden, die intern nicht oder nicht ausreichend sind. Ein Beispiel ist das Ramp-up-Management eines Automobilzulieferers oder die Antwort auf die Fragestellung, ob ein Betrieb gewisse Abläufe auslagert oder selbst durchführt.

Die Planstellen- oder Tätigkeitsbeschreibung sollte nicht mit Planstellen oder innerbetrieblichen Tätigkeitsbeschreibungen, die in einem vergleichbaren Verantwortungsbereich liegen, verglichen werden, so dass eine fixe Integration in das Unternehmen nicht abgeschlossen werden kann. Außerdem sollte die Beschreibung des Projekts präzise ausgearbeitet und der ungeplante Charakter des Projekts hervorgehoben werden. Auch der Interimsmanager sollte in der Lage sein, seine Arbeit selbständig und zeitnah auszuführen.

Keine risikobegrenzenden Vorteile sollten im Kontrakt festgeschrieben werden. Das heißt, es darf keine Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall, keine freien Tage und keine erfolgsunabhängigen Vergütungen geben, um das fiktive Selbständigkeitsrisiko zu mindern. Der Interimsmanager kann auch Massnahmen ergreifen, um das Verdacht auf Scheinselbständigkeit zu mindern.

Dazu zählt zum Beispiel ein kompetenter Internetauftritt, der das Anforderungsprofil des Interim Managers und ggf. einer juristischen Person in Gestalt einer Gesellschaft, über die er seine Dienstleistungen erbringt, übersichtlich wiedergibt. Nützlich sind auch bewußt abgestimmte Rückgriffsregelungen, die im Unternehmensvertrag enthalten sind. Sie verdeutlichen, dass der Interimsmanager als Entrepreneur und nicht als Mitarbeiter auftritt.

In diesem Zusammenhang sind Geschäftskarten, die den Stellenwert eines unabhängigen Beraters unterstreichen, der nur vorübergehend für ein bestimmtes Untenehmen vorgeschrieben ist, eine selbstverständliche Sache. Damit nicht der Anschein entsteht, exklusiv oder primär für ein einziges Geschäft zu arbeiten, ist es notwendig, mehrere Auftraggeber bedienen zu können oder einen Kundenkreis nachzuweisen.

Angesichts des demografischen Umbruchs, der zunehmenden Flexibilität der Betriebe auf die Marktentwicklung und dem Willen gut geschulter und gut bezahlte Menschen, ihre Arbeits- und Projektwelt selbst zu wählen, ist dieses Recht ein erneuter Fortschritt in Richtung einer überreglementierten Arbeits- und Staatspaternalismus.

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