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Das Insolvenzverfahren wird eröffnet, um die Gläubiger eines Schuldners im Insolvenzfall gemeinsam zu befriedigen. Geben Sie alle erforderlichen Daten ein, um einen Insolvenzantrag zu erstellen. Natürlich kann ein technisches Wiki die persönliche Beratung nicht ersetzen. Der Grund für die Insolvenz kann sehr unterschiedlich sein. Die Aufgaben und Befugnisse des Schuldners werden nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens grundsätzlich auf den Insolvenzverwalter übertragen.

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Bei der Insolvenzrate handelt es sich um einen Ausdruck aus dem Bundesinsolvenzrecht. Der Insolvenzquotient ist der Prozentsatz der Gläubigerzufriedenheit nach Beendigung des Verfahrens. Er gibt daher an, welchen Prozentsatz jeder Kreditgeber auf den ermittelten Forderungsanteil hat. Sie berechnet sich aus dem Quotienten der ausschüttungsfähigen Insolvenzmassen zu den ausgewiesenen Konkursmasse.

Bei der ausschüttungsfähigen Masse handelt es sich um die nach Beendigung des Insolvenzverfahrens und Bezahlung aller Prozesskosten (z.B. Gerichts- und Verwaltungskosten) verbleibende Liquidität. Beispiel: Ein Zahlungsempfänger hat 1.000,00 Euro angegeben, von denen der Insolvenzverwalter 850,00 Euro festgelegt hat (der Restbetrag wurde z.B. wegen mangelnder Beweise angefochten).

Der Anteil der insgesamt zur Verfügung stehenden Ressourcen beträgt 13%. Dem Zahlungsempfänger stehen damit 13% von 850,00 , d.h. 110,50 , zu (ein Zahlungsempfänger könnte eine Erklärungsklage einreichen und diese durchsetzen, der Insolvenzverwalter muss dann weitere Summen festlegen; es muss daher gewährleistet sein, dass der Zahlungsempfänger durch die spätere Bestimmung nicht in eine schlechtere Position gebracht wird als die Zahlungsempfänger, deren Zahlungsansprüche vorher bestimmt wurden, § 189 Abs. 2 InsO).

Im Insolvenzverfahren ist es oft so, dass die verfügbaren Mittel den Kostenaufwand für die Ausschüttung eines Vorschusses schlichtweg nicht ausreichen. Eine Insolvenzverwalterin muss auch bedenken, dass durch eine solche Bezahlung auch ein Verwaltungsaufwand (insbesondere im Rechnungswesen) auf der Gläubigerseite auftritt. Eine Abschlagsaufteilung ist daher nicht möglich, wenn nur verhältnismäßig kleine Mengen aufteilbar sind.

Noch bis 2014 war per Gesetz festgelegt, dass eine Jahresverteilung im Verbraucher-Insolvenzverfahren abläuft. Daraus resultierte der sehr unerwünschte Nebeneffekt, dass Ausschüttungen oft vorgenommen wurden, bei denen die Kreditgeber nur einen Cent einnahmen. Diese nur aus rechtlichen Erwägungen durchgeführten Kontingentzahlungen im Cent-Bereich erhöhten letztlich den Ausfall der Kreditgeber, da ihnen zusätzliche Verwaltungskosten entstanden.

Aufgrund entsprechender gesetzlicher Änderungen steht es dem Sachwalter nun frei, in solchen Faellen auf die Ausschuettung von Raten zu verzichten und diese nur dann vorzunehmen, wenn eine ausreichende Menge eine Ausschuettung ermoeglicht. Die Ausschüttung findet längstens am Ende eines Prozesses statt, kann aber unter ungünstigsten Bedingungen sogar im Cent-Bereich sein. Bei der Ermittlung der Insolvenzrate kann nicht von einer einfachen Formel ausgegangen werden.

Denn die Berechnung kann prinzipiell mit beliebiger Genauigkeit durchgeführt werden, aber nur bis zum nächsten Zehntel. Beispiel: Es gibt drei Kreditgeber, die eine Forderung von 687,51 ?, 769,73 ? und 1.275,67 ? festgestellt haben. Der Gesamtbetrag der ermittelten Ansprüche beläuft sich somit auf 2.732,91 ?. Das zur Verfügung stehende Gewicht ist 963,97 ?.

Für die drei Kreditgeber ergibt sich ein Auszahlungsbetrag von 242,50 ?, 271,50 ? und 449,96 ?. Hier verbleibt ein einziger nicht verteilbarer Pfennig. Der Höchstbetrag, der in einer solchen Rechnung verbleiben kann, ist: Zahl der Begünstigten (Auszahlungsgläubiger) minus 1 in Zent. Aus statistischer Sicht belässt eine Aufteilung die Zahl der Begünstigten/2 in Zent.

Sind die Rundungen besonders ungünstig, kann es sein, dass gar mehr Mittel ausbezahlt werden müssten, als überhaupt ausreichen. Ein Beispiel: Es gibt drei Kreditgeber, die Ansprüche in der Größenordnung von 629,59 , 719,73 und 375,67 Euro festgestellt haben. Das zur Verfügung stehende Gewicht ist wieder 963,97 ?.

Dann müßte ein einziger Pfennig mehr ausgeschüttet werden, als überhaupt verfügbar ist. So kann die bestehende Menge komplett aufgeteilt werden. Im Falle einer grösseren Zahl von Kreditgebern gibt es sicherlich erhebliche Defizite in den Abrechnungen. Der Gesetzgeber berücksichtigt solche Rundungsfehler nicht; er geht einfach davon aus, dass die Verteilung immer komplett und fair sein kann.

Zum einen hat der Konkursverwalter kein Recht, mehr zu zahlen, als ihm zur Verfügung steht, da er diese Leistungen aus eigener Kraft erbringen müßte (§§ 60 ff. InsO). Das Verfahren einiger Bezirksgerichte zur Übertragung des verbleibenden Vermögens an das Bundesgericht wurde durch ein BGH-Urteil blockiert.

Diese Mittel darf der Konkursverwalter auch nicht zu seiner Entschädigung hinzufügen. Um dieses intrinsische Phänomen zu lösen, wurde im Laufe der Jahre ein Verfahren entwickelt, das weder gesetzeskonform noch fair noch rechnerisch richtig ist, sondern das das Phänomen in einem nahezu unsichtbarem Verfahren löst: Die restlichen Geldbeträge werden in Cents an die Kreditgeber ausbezahlt.

Erfolgt diese Aufteilung für die grössten Totalsummen beginnend mit den Kleinstbeträgen, ist der Einfluss nahezu nicht ersichtlich. Die Abschlagsverteilung beinhaltet auch das Risiko, dass sich die ermittelten Forderungsbeträge in der Zusammensetzung der ermittelten Forderung gegenüber der zuletzt durchgeführten Aufteilung verändert haben (Folgeermittlungen, Entnahmen bei Ermittlungen).

Das bedeutet, dass, obwohl alle Kreditoren die gleichen Quoten (in Prozent) bekommen, die bisherigen Ereignisse (d.h. Leistungen aus einer früheren Ausschüttung) in die Berechnung einbezogen werden müssen. Infolgedessen bekommen die Kreditoren in diesen Aufstellungen mehr oder weniger Mittel, als die prozentuelle Differenzberechnung aus der bisherigen Ausschüttung ergäbe. Auf diese Weise funktionierende Insolvenzverwaltungssysteme gleichen immer wieder Unstimmigkeiten oder Betragsveränderungen aus.

Icks, A.: Die Quote der Gläubiger im Regel- und Insolvenzplan-Verfahren - Ergebnis des Insolvenzverfahrens nach der Reform des Insolvenzrechts, Bonn 2009.

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