Insolvenzverfahren Gläubiger

Konkursverfahren Gläubiger

Die Insolvenzordnung regelt den Verlauf des Insolvenzverfahrens. Sie kann entweder vom Schuldner selbst oder von einem der Gläubiger gestellt werden. Ausschlaggebend für die Frage, was von Forderungen in der Insolvenz für den Gläubiger übrig bleibt, ist die Zuordnung zu einer bestimmten Gläubigergruppe. Welche Gruppen von Gläubigern lassen sich einteilen? Verhalten als Gläubiger im Insolvenzverfahren.

Zielvorgabe des Konkursverfahrens

Das Insolvenzverfahren hat zum Gegenstand, die Gläubiger als Ganzes optimal und einheitlich zufrieden zu stellen. Dazu wird entweder die zahlungsunfähige Gesellschaft durch Liquidation des vorhandenen Vermögens des Insolvenzverwalters und Verteilung des Erlöses aufgelöst oder es wird eine Umstrukturierung vorgenommen, aus dem die Gläubiger bedient werden können.

Vor allem die so genannten "übertragenden Umstrukturierungen" (der Unternehmensverkauf ) oder das Verfahren des Insolvenzplans können als Sanierungsmethoden betrachtet werden. In Insolvenzverfahren ist der Grundsatz der Gleichbehandlung der Gläubigergrundsatz. Im Insolvenzverfahren ist der Zugang der einzelnen Gläubiger zu einzelnen Vermögenswerten und der damit verbundene "Wettlauf der Gläubiger" ausgelassen. Mit dem " Gesetzt zur weiteren Erlangung der Sanierungsmaßnahmen von Unternehmungen " (ESUG), das am I. Mai 2012 in Kraft getreten ist, wurde das Konkursrecht neu gefasst.

Mit den Gesetzesänderungen des ESUG sollen die Rettungsmöglichkeiten für scheiternde Gesellschaften erhöht, die Gläubiger so gut wie möglich befriedigt und durch einen Umdenkprozess eine neue Konkurskultur geschaffen werden: Die BRD veröffentlicht im Netz die Ankündigungen, die bei Beantragung eines Insolvenzverfahrens vor Gerichten zu machen sind. Wer ist zahlungsunfähig?

Über das Vermögensgegenstand einer jeden physischen Personen und vor allem über die folgenden Unternehmungen kann ein Insolvenzverfahren eingeleitet werden: Die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens erfolgt nur auf Ersuchen. Das Gesuch kann entweder in schriftlicher Form an das zuständige Konkursgericht gerichtet oder in das Registerprotokoll aufgenommen werden. Die Gläubiger und der Zahlungspflichtige selbst sind berechtigt, einen entsprechenden Gesuch einzureichen. Solange das Insolvenzverfahren noch nicht eingeleitet ist, kann der Antragsteller den Rückzug vornehmen.

Über den Antrag auf Insolvenz entscheidet das Gericht in der Regelfall innerhalb von ca. vier bis zwölf Kalenderwochen. Geben Sie die ladbare Anschrift, ggf. die Gesellschaftsform und den/die Schuldnervertreter an, geben Sie ein Rechtsinteresse an der Insolvenzeröffnung an, begründen Sie einen Grund für die Insolvenzeröffnung (Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung). Die antragstellenden Gläubiger müssen Dokumente einreichen, die die Forderungen belegen.

Es ist auch anzugeben, dass der Zollschuldner nicht in der Lage ist, dieser Verpflichtung nachzukommen. Wenn der Gläubiger die einzigste ist, die den Boden für eine Insolvenz bereiten würde, und wenn er vom Insolvenzverwalter angefochten wird, ist ein bloßer Anscheinsbeweis nicht ausreichend. Für den Erhalt der Reklamation ist in diesem Falle ein rechtsverbindlicher Anspruch notwendig. Eine rechtliche Verzinsung ist vor allem dann zu verweigern, wenn der Gläubiger mit dem Insolvenzantrag andere Ziele als die Insolvenz verfolgte, z.B. um den Debitor als Konkurrenten zu eliminieren oder um den Verzug rascher und vor anderen GlÃ?ubigern durchzusetzen.

Auch ein vorsorglicher Zahlungsunfähigkeitsantrag ist nicht zulässig. Zur Vermeidung missbräuchlicher Zahlungsanträge hört das Zahlungsgericht den Zahlungspflichtigen in einem Zahlungsantrag an. Während der mündlichen Verhandlung kann der Insolvenzschuldner die Äußerungen des Kreditgebers anfechten, einen Gegenbeweis oder Gegenbeweis einreichen. Der Insolvenzgerichtshof wird das Insolvenzverfahren nur dann eröffnen, wenn das Insolvenzvermögen des Zahlungspflichtigen wahrscheinlich ausreicht, um die Prozesskosten (Gerichtskosten, Aufwendungen, Ausgaben, Kosten der Insolvenzverwaltung ) zu tragen.

Handelt es sich bei dem Unterhaltspflichtigen um eine unbeschränkt lebensfähige Privatperson, die eine Befreiung von der Restschuld anstrebt, können die Prozesskosten aufgeschoben werden. Will der Gläubiger die Ablehnung mangels Vermögens vermeiden, kann er einen Vorschuss auf die mit dem Insolvenzverfahren verbundenen Vermögenskosten erheben ( 26 Abs. 1 InsO), der alle im Insolvenzverfahren zu erwartenden Aufwendungen zu decken hat. Die Rückerstattung des Vorschusses kann unter bestimmten Voraussetzungen vom Geschäftsführer/Vorstand des Zahlungspflichtigen oder einer anderen zur Stellung eines Insolvenzantrags verpflichteten Partei gefordert werden, die die Zahlungsunfähigkeit verzögert (§ 26 Abs. 3 InsO).

Beantragt der Gläubiger Insolvenz, so hat er die Gebühren für das Einleitungsverfahren zu entrichten. Die detailliertere Vorgehensweise und die Festlegung der Kostenhöhe ergibt sich aus der insolventen gesetzlichen Versicherungsverordnung (InsVV). Der Aufwand für das Insolvenzverfahren besteht aus den gerichtlichen Aufwendungen sowie den Vergütungen und Aufwendungen des (vorläufigen) Konkursverwalters und der Gläubigerausschüsse (vorläufig).

Das Gerichtshonorar und die Honorare werden auf der Grundlage der zur Verfügung stehenden Insolvenzmittel festgelegt. Aus den am Insolvenzverfahren beteiligten Vermögenswerten werden die Aufwendungen im Voraus als Ansprüche gegen die am Insolvenzverfahren beteiligten Vermögenswerte berichtigt. Die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens kann aus einem der nachfolgenden Fälle erfolgen: Dies ist in der Praxis der Fall, wenn der Debitor seine Zahlungsvorgänge einstellt. Lediglich temporäre Zahlungsverzögerungen sind dagegen kein Grund für eine Insolvenz.

Ein bloßer Zahlungsverzug kann nur dann eintreten, wenn der Debitor in der Möglichkeit ist, die zur kurzfristigen Begleichung der Verpflichtungen notwendigen liquiden Mittel zu erhalten (je nach Einzelfall Referenzwert: nicht mehr als zwei bis drei Wochen). Eine bevorstehende Solvenz besteht, wenn es unwahrscheinlich ist, dass der Zahlungspflichtige seinen Verpflichtungen zu einem späteren Zeitpunkt nicht nachkommen kann.

Lediglich der Debitor ist aufgrund der drohenden Insolvenz antragsberechtigt. Dadurch sollen missbräuchliche Anträge von Kreditgebern verhindert werden. Im Falle von Unternehmen (GmbH, AG, etc.) kann die Überdeckung auch der Grund für die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens sein. Zusätzlich zur arithmetischen Überverschuldung - d.h. wenn die auf der Aktivseite dargestellten Vermögenswerte kleiner sind als die auf der Passivseite dargestellten Verpflichtungen - ist die Fortsetzungsprognose entscheidend für die Ermittlung des Grundes für die Insolvenz der Überverschuldung.

Die neuen Regeln werden es überschuldeten Gesellschaften ermöglichen, sich der Insolvenzpflicht zu entziehen, sofern sie eine gute Fortsetzungsprognose erstellen und diese begründen können. Das 2012 in Kraft getretene ESUG wird den Kreditgebern wesentlich mehr Möglichkeiten zur Einflussnahme geben. Beispielsweise ist es möglich, vor der Eröffnung eines Insolvenzverfahrens einen Gläubigerverein auf Rechtsgrundlage einzurichten.

Gläubiger können so auch die Ernennung des Konkursadministrators beeinflussen. Der Beleihungsausschuss ist zu bilden, wenn der Kreditnehmer im abgelaufenen Wirtschaftsjahr zwei der folgenden drei Kriterien erfüllte ( "22a InsO"): I. S. 4.840.000 EUR Gesamtvermögen nach abzüglich eines aktivisch gemeldeten Fehlbetrages im Sinn von 268 Abs. 4. 840.000 EUR; I. 9.680.000 EUR Umsatzeinnahmen in den zwölf Vormonaten vor dem Bilanzstichtag; I. S. 22. 6. 22. EUR; und I. 9. 6. 2. 000 EUR Umsatzeinnahmen im Jahresschnitt. in den letzten zwölf Monat. auf.

Selbst wenn der provisorische Gläubigerausschuß nicht obligatorisch ist, kann er bestehen: Auf Verlangen des Zahlungspflichtigen, des vorübergehenden Konkursverwalters oder eines Zahlungsempfängers richtet das Konkursgericht einen nichtständigen Gläubigerausschuß ein. Die Bestellung eines Gläubigerkreises ist nicht zulässig, wenn der Betrieb des Gläubigerkreises unterbrochen ist, wenn die Bestellung des nichtständigen Gläubigerkreises im Verhältnis zum erwarteten Insolvenzvermögen unangemessen ist oder wenn die mit der Bestellung einhergehende Verspätung zu einer negativen Änderung der finanziellen Situation des Gläubigerkreises beiträgt.

Durch das ESUG wurden die Vorschriften über die Ernennung des Konkursverwalters grundsätzlich geändert (§§ 56 ff. InsO). Über den provisorischen Gläubigerausschuß können die Gläubiger nun - jedenfalls in einem wirtschaftlich bedeutsamen Prozess - den Konkursverwalter auswählen oder wenigstens die Voraussetzungen für ihn errichten. Einstimmig angenommene Anträge des provisorischen Gläubigerkreises auf die Rolle des Sachwalters sind für das Schiedsgericht verbindlich, es sei denn, der Bewerber ist für seine Amtsübernahme ungeeignet.

Dabei wurden die Voraussetzungen für die Angemessenheit gelockert: Nach der neuen Gesetzeslage kann auch eine von den Kreditgebern vorgeschlagene Vertrauensperson oder der Debitor als Konkursverwalter berücksichtigt werden. Ebenso wenig steht die allgemeine Beratung des Schuldners über den Verlauf des Konkursverfahrens und seine Konsequenzen vor der Eröffnung des Konkursverfahrens der Ernennung der Person zum Sachwalter grundsätzlich entgegen.

Das 2012 in kraft getretene ESUG hat ein neuartiges Prozedere - das so genannten Schutzschild-Verfahren - eingeleitet, das ein Insolvenzschuldner unter gewissen Voraussetzungen im Rahmen des Vorfeldes eines Konkursverfahrens einreichen kann. Mit dem Schutzschild ( Kapitel 2 270 b InsO) vor der Insolvenzeröffnung soll dem Insolvenzverwalter die Möglichkeit gegeben werden, einen gegen Zwangsvollstreckungsmaßnahmen durch die Gläubiger geschützten Umstrukturierungsplan aufzustellen.

"Die Insolvenzverfahren - Informationen für Schuldner". In der Berichtssitzung wird die Lage der Gesellschaft vorgestellt und darüber entscheident, ob das Schuldnervermögen aufgelöst wird oder ob die Aussicht auf einen (teilweisen) Erhalt der Gesellschaft besteht und welche Chancen für einen Zahlungsunfähigkeitsplan oder eine übertragene Reorganisation vorliegen. Die von den Kreditgebern eingereichten Ansprüche werden in der anschließenden Prüfungssitzung in Bezug auf Höhe und Rangfolge überprüft.

Als Stichtag gilt in der Regel die letzte Kreditorenversammlung nach Abschluss des Konkursverfahrens. Anschließend findet die endgültige Verteilung des Insolvenzmittels an die Gläubiger statt. Mit dem Errichtungsbeschluss des Insolvenzgerichtes werden die namhaften Gläubiger gebeten, ihre Ansprüche innerhalb einer Zeitspanne ( "zwischen zwei Kalenderwochen und drei Monaten") beim Zahlungsbefugten in der Übersichtstafel zu registrieren. Später eingereichte Ansprüche sind auch bis zum Abschlussstichtag zu beachten.

Erfordert die nicht fristgerechte Einreichung einer Forderung einen besonderen Prüftermin, so gehen die diesbezüglichen Aufwendungen zu Lasten des säumigen Gläubigers. Dabei kann es vorkommen, dass die Leistung nicht an einzelnen Kreditoren erbracht wird. Es ist in solchen Faellen ratsam, nicht lange auf einen Antrag zu zoegern, sondern die Ansprueche beim Zahlungsbefugten ungefragt zu registrieren. Nicht registrierte Ansprüche, auch wenn sie offensichtlich aus den Büchern des Insolvenzverwalters resultieren, werden vom Konkursverwalter nicht mitgerechnet.

Liegt ein Konkursplan für die Unternehmensrestrukturierung vor, hätte der Gläubiger seinen Anspruch innerhalb der Frist für die Beschlussfassung über den Konkursplan anmelden müssen, ansonsten verfällt er ein Jahr nach Wirksamwerden der Plangebenbestätigung (§ 259b InsO). Häufig wird von Insolvenzverwaltern ein Formular zur Verfugung gestellt. Der Anspruch muss nach Typ und Betrag genannt werden.

Die Rechtsgrundlage des Anspruchs ist zu nennen und eine Abschrift der Belege vorzulegen. Sachforderungen sind mit ihrem jeweiligen Wert auszuweisen. Zinszahlungen können nur bis zum Zeitpunkt der Insolvenzeröffnung erfolgen. Wenn der Gläubiger die Klage nicht selbst einreicht, ist eine Handlungsvollmacht beizulegen. Die eingereichte Reklamation wird nach Erhalt durch den Zahlungsbevollmächtigten in die Übersichtstabelle aufgenommen.

Dies kann beim zuständigen Gericht eingesehen werden. Danach werden die Anträge vom Sachbearbeiter nur noch anhand der dem Antragsformular beigefügten Dokumente überprüft. Der Anspruch ist begründet oder (teilweise) umstritten. Beanstandete Reklamationen werden in der Auditbesprechung individuell besprochen. Wenn eine Reklamation nach dem letzen Prüfungstag fortbesteht, muss der Gläubiger eine Erklärungsklage einreichen und innerhalb einer Ausschlusszeit von zwei Kalenderwochen nach Bekanntmachung des Ausschüttungstermins beweisen, dass und in welchem Umfang er eine Erklärungsklage eingereicht hat.

Das Insolvenzrecht trennt zwischen verschiedenen Gläubigergruppen, die über einen unterschiedlichen Anspruch und eine andere Zufriedenheitsaussicht verfügen. Es wird unterschieden zwischen getrennt befriedigten Kreditoren, getrennt befriedigten Kreditoren, den Kreditoren des Insolvenzverfahrens und den nachgeordneten Kreditoren des Insolvenzverfahrens. Die zur gesonderten Befriedigung berechtigte Gläubigerin kann den Konkursverwalter auffordern, einen Gegenstandsgegenstand ("Gegenstand oder Recht") herauszugeben. Gläubiger, die zur gesonderten Befriedigung berechtigt sind, sind Gläubiger, die aufgrund eines Sach- oder Persönlichkeitsrechts behaupten können, dass ein Objekt nicht zu dem am Insolvenzverfahren beteiligten Vermögen gehörte (§ 47 InsO).

Es handelt sich nicht um Gläubiger des Insolvenzverfahrens, die ihre Forderungen in der Übersichtstabelle eintragen müssen. Die zur getrennten Befriedigung berechtigte Person sollte den Zahlungsbefehlshaber so schnell wie möglich darüber informieren, dass sie ein Recht auf getrennte Befriedigung hat. Allerdings hat der Konkursverwalter das Recht zu wählen, ob er den Kaufpreis erfüllt oder die Leistung verweigert. Er kann die Wahrnehmung dieser Option auf den Bilanzstichtag verschieben und die Beschlussfassung der Gläubigerversammlung über die Umstrukturierung oder Auflösung des Schuldners erwarten.

Daher kann es sein, dass der Gläubiger die Angelegenheit mit den am Insolvenzverfahren beteiligten Vermögenswerten bis zum Bilanzstichtag zurücklassen muss. Ausgenommen hiervon ist, wenn bis zum Bilanzstichtag mit einer erheblichen Minderung des Wertes der Sache zu rechnen ist (z.B. leicht verderbliche Waren, Saisonwaren) und der Kreditor den Insolvenzverwalter über diesen Sachverhalt informiert hat.

Die Gläubigerin mit einem Recht auf getrennte Befriedigung ist befugt, sich im Voraus von den Erträgen aus einem konkreten Gegenstand des in das Insolvenzverfahren einbezogenen Vermögens zu überzeugen (§§ 49 bis 52 InsO). Unter den zur gesonderten Befriedigung berechtigten Kreditoren befinden sich vor allem solche, die einen erweiterten Eigentumsübergang mit einer Verarbeitungs-, Verbindungs-, Misch- oder Vorauszessionsklausel vereinbaren. Dazu zählen auch Gläubiger, die ein Sicherungsrecht an einem Gegenstand im Vermögen des Schuldners haben, und Gläubiger, die Gegenstände übertragen oder abgetretene Ansprüche zur Sicherstellung einer Forderung haben.

Der Anspruchsberechtigte auf gesonderte Erfüllung sollte den Konkursadministrator auch über das Vorliegen seines Anspruchs so schnell wie möglich in schriftlicher Form informieren. Die Insolvenzverwaltung kann über den Objektbestand, für den ein Recht auf gesonderte Erfüllung vorliegt, grundsätzli. verfügen. Allerdings kann der zur gesonderten Erfüllung befugte Gläubiger eine Vorzugsentschädigung bis zur Hoehe seiner Forderungen aus dem Veräußerungserlös einfordern. Er hat den Gläubiger vor der Liquidation durch Verkauf über die Liquidationsabsicht zu informieren und ihm die Möglichkeit zu geben, innerhalb einer Frist von einer Frist von einer Woche auf eine vorteilhaftere Möglichkeit der Liquidation zuweisen.

Wenn der Gläubiger eine vorteilhaftere Verwertungsoption bestimmt, muss der Sachwalter diese ausüben oder den Gläubiger in die gleiche Lage versetzen, als ob er sie ausgeübt hätte. Die Gläubigerin kann den Objekt auch selbst mitnehmen. Vom Liquidationserlös kann der Konkursverwalter einen Unkostenbeitrag einbehalten. Der Gläubiger kann nach dem Recht bei der Feststellung des Sicherungsrechtes die Gründungskosten und den Liquidationspauschalbetrag überbesichern.

Die zur gesonderten Befriedigung berechtigte Gläubigerin kann als Gläubigerin des Insolvenzverfahrens den Teil ihrer Forderungen durchsetzen, der nicht durch die Verwertungsleistung abzüglich Veräußerungskosten abgedeckt werden kann. Massengläubiger sind diejenigen Gläubiger, deren Forderungen erst nach Eröffnung des Verfahrens festgestellt wurden und die durch das eigentliche Insolvenzverfahren eingeleitet wurden (§ 55 InsO). Diese Unterrubrik umfasst die Prozesskosten, d.h. die gerichtlichen Aufwendungen und die Vergütungen und Aufwendungen des (vorläufigen) Konkursverwalters und der Gläubigerversammlung, Forderungen, die sich aus dem Handeln des Konkursverwalters oder anderweitig aus der Verwahrung, Verwertbarkeit und dem Vertrieb der am Insolvenzverfahren beteiligten Vermögenswerte ergeben (z.B. Aufwendungen des Gerichts, Vergütungen und Aufwendungen des (vorläufigen) Konkursverwalters und der Gläubigerausschuss glieder, die sich aus dem Handeln des Konkurs-Verwalters oder anderweitig aus der Verwaltungs, der Verwerfung und Verteiung der Insolvenzen ergeben.

Die Insolvenzverwaltung ist zur Erfüllung von Ansprüchen aus bei Eröffnung des Verfahrens noch nicht abgeschlossenen Aufträgen, Sozialplanansprüchen der Mitarbeiter sowie Unterhaltsansprüchen des Zahlungspflichtigen und seiner Fami ieli.... Die Verbindlichkeiten in Bezug auf die am Insolvenzverfahren beteiligten Vermögenswerte sind im Voraus in vollem Umfange zu begleichen, soweit dies nach dem Anwendungsbereich der am Insolvenzverfahren beteiligten Vermögenswerte zulässig ist. Unter bestimmten Voraussetzungen kann der Konkursadministrator dem Massengläubiger gegenüber schadenersatzpflichtig sein, z.B. wenn er den Massengläubiger nicht frühzeitig über die Insolvenz informiert hat.

Unter Gläubigern des Konkursverfahrens sind alle Gläubiger zu verstehen, die zum Zeitpunkt der Insolvenzeröffnung einen Zahlungsanspruch gegen den Gläubiger haben (§ 38 InsO). Aus den übrigen am Insolvenzverfahren beteiligten Vermögenswerten sind die Ansprüche der Gläubiger des Konkursverfahrens anteilig zu begleichen, wenn sie in der Übersichtstabelle eingereicht und ermittelt worden sind. Wenn sich die Ansprüche eines Konkursgläubigers auf 5000 EUR belaufen, bekommt er 12,5% dieser Beträge, d.h. 625 EUR.

Untergeordnete Gläubiger des Insolvenzverfahrens ( 39 InsO) werden nur zugestellt, wenn nach Erfüllung aller anderen Gläubiger noch etwas von dem am Insolvenzverfahren beteiligten Vermögen vorhanden ist (was jedoch kaum der Fall ist). Unter den nachrangigen Insolvenzansprüchen sind beispielsweise die seit Eröffnung des Verfahrens angefallenen Fremdkapitalzinsen oder die durch die Beteiligung der Einzelgläubiger an dem Insolvenzverfahren entstandenen Aufwendungen oder Ansprüche auf kostenlose Zahlung zu verstehen.

Ansprüche auf Rückzahlung eines Gesellschafterdarlehens sind ebenfalls von nachrangiger Bedeutung, es sei denn, das gewährte Darlehen wurde als Restrukturierungskredit gewährt oder von einem nicht geschäftsführenden Aktionär, der 10 v. H. oder weniger des haftenden Eigenkapitals hält, stammend. Nicht nur durch den provisorischen Gläubigerkreis (siehe oben), sondern auch im Rahmen des beantragten Insolvenzverfahrens gewährt die Konkursordnung den Kreditgebern umfangreiche Mitsprache- und Mitbestimmungsrechte.

Die Gläubiger des Insolvenzverfahrens können im beantragten Insolvenzverfahren weitreichende Einsichts- und Informationsrechte einfordern. In den meisten Fällen werden jedoch die Rechte der Gläubiger zu wenig ausgenutzt. Folgende Kreditorenorgane gibt es: Die Gläubiger können in der Gesellschafterversammlung ihren Einfluß auf das Insolvenzverfahren ausleben. Er wird vom Zahlungsunfähigkeitsgericht für den Berichtszeitpunkt, den Prüfungstag und den Stichtag berufen (§ 74 InsO).

Darüber hinaus kann die Sitzung auf Wunsch des Konkursleiters, des Gläubigerkreises, einiger Einzelgläubiger oder einer gewissen Zahl von Kreditgebern einberufen werden (§ 75 InsO). Ein Gläubiger ist nicht zur Teilnahme verpflichtet, aber Entscheidungen, die in seiner Abwesenheit getroffen werden, sind verbindlich. Der Kreditorenversammlung steht es frei, vom Zahlungsbefugten individuelle Auskunft und einen Sachstandsbericht sowie die Geschäftsleitung zu fordern.

Sie kann auch die Geldgeschäfte und das Vermögen des Zahlungsbefehlshabers überprüfen, wenn kein Gläubigerausschuß eingesetzt wurde. Beispielsweise fasst die Kreditorenversammlung die folgenden wichtigen Entscheidungen: Bescheinigung oder Ersatz des ernannten Konkursadministrators, Bestellung eines Gläubigerkreises, Beschlussfassung über die Schließung oder Fortsetzung des zahlungsunfähigen Betriebes, Einwilligung zu besonders bedeutenden Rechtsgeschäften des Konkursadministrators (wenn kein Gläubigerkreis ernannt wurde), z.B. Einreichung einer Rechtsstreitigkeit mit einem erheblichen Streitwert, Einwilligung zum Verkauf der Gesellschaft oder eines Betriebes an besonders Interessensgemeinschaften (Schuldner oder ihnen nahe stehenden Personen) oder unterdurchschnittlich.

Nur Gläubiger mit einem Recht auf getrennte Befriedigung und nicht nachrangige Gläubiger des Insolvenzverfahrens sind wahlberechtigt. Die Höhe des Stimmrechtsanteils eines Kreditors ergibt sich aus der Höhe seiner Ansprüche im Verhältnis zum Gesamtbetrag aller Ansprüche der stimmberechtigten Gläubiger. Gläubiger, deren Ansprüche vom Konkursverwalter oder einem anderen Gläubiger angefochten werden, sind nicht wahlberechtigt. Dennoch kann die Kreditorenversammlung ihnen das Wahlrecht erteilen.

Bei Verweigerung des Stimmrechts hat der betreffende Gläubiger das Recht, beim Gerichtshof Berufung einzulegen. Der Gläubiger hat das Recht, sich an das zuständige Berufungsgericht zu wenden. Da es sich um ein flexibleres Mittel als die Kreditorenversammlung handelt, sollte der Kreditorenausschuss die Teilnahme der Kreditoren gewährleisten, vor allem in dringenden oder komplizierten Sachverhalten. Daher können das Konkursgericht (bereits vor der ersten Gläubigerversammlung) und die Gläubigerversammlung mit der Bestellung eines Gläubigerausschusses und der Wahl der Gesellschafter beauftragt werden (§§ 67, 68 InsO).

Aufgrund des erhöhten Aufwandes werden Gläubigerkreise in der Regel nur in weitergehenden Insolvenzverfahren genutzt. Die Gläubigervertreter, die zur separaten Befriedigung berechtigt sind, die Gläubiger mit den meisten Ansprüchen und die Kleinstgläubiger nehmen an einem Gläubigerkomitee teil. Zu den wichtigsten Aufgaben dieses Organs gehört es, den Konkursbeauftragten in seiner Verwaltung zu begleiten und zu beaufsichtigen.

Obwohl kein Unterrichtungsrecht vorliegt, sind die Gesellschafter verpflichtet, sich über die Tätigkeiten des Verwalters zu unterrichten, ihn zu betreuen, ihr Know-how zur Verfugung zu stellen und gegebenenfalls das Konkursgericht miteinzubeziehen. Von besonderer Bedeutung sind die vom Insolvenzverwalter getroffenen Entscheidungen, die der Genehmigung des Gläubigerkreises bedarf. Das Gläubigergremium kann die Geschäftsbücher und -papiere des Konkursverwalters fast uneingeschränkt einsichtnehmen und die Geldgeschäfte und -bestände nachprüfen.

Der Gesellschafter hat für seine Arbeit im Gläubigerkreis das Recht auf Honorierung und Ersatz der angemessenen Aufwendung. Um die Interessen der Gläubiger zu schützen, aber auch um die frühzeitige Zerstörung des zahlungsunfähigen Betriebes zu vermeiden oder dessen Fortbestand zu sichern, ist es erforderlich, dass der Konkursadministrator in der Lage ist, bereits eingeleitete Transaktionen abzuschließen und neue zu initiieren und durchzuführen.

Die Vertragsbeziehungen sind daher auch nach der Insolvenzeröffnung weiterhin gegeben. Die Verwalterin kann entscheiden, ob sie einen Auftrag mit den am Insolvenzverfahren beteiligten Vermögenswerten erfüllt oder nicht (§§ 103 - 107 InsO). Gewisse langfristige Mietverträge (Miet- und Leasingverträge für Grund und Boden, Dienstleistungs- und Arbeitsverträge, Kreditverträge, wenn der Debitor der Kreditgeber ist, 108 InsO) fallen nicht unter die Option, sondern verleihen dem Administrator ein einseitiges Beendigungsrecht.

Verfügungen, Maklerverträge und Handlungsvollmachten des Schuldners enden unmittelbar mit der Einleitung des Insolvenzverfahrens (§§ 115 - 117 InsO). Konkret gilt: Hat bei einem Rechtsgeschäft nur der Zahlungspflichtige bereits seine volle Leistungsfähigkeit vollbracht, ist der Gläubiger nach Verfahrenseröffnung zur Zahlung seiner Vergütung an den Zahlungsbefugten des Insolvenzverwalters vonnöten. Diese Forderung kann der Konkursverwalter einfordern.

Wenn nur der Gläubiger seine volle Leistungsfähigkeit vollbracht hat, kann er nach der Insolvenzeröffnung nur noch seine Widerklage in der Übersichtstabelle einreichen. Im Falle von Aufträgen, bei denen beide Seiten ihre Dienste noch nicht in vollem Umfang geleistet haben, hat der Konkursverwalter in der Regel ein Wahlberechtigung (§ 103 InsO). Der Auftraggeber kann vom Auftragnehmer Erfüllungspflicht fordern oder abweisen.

Entscheiden sich die Sachwalter für die Vertragserfüllung, werden die Gegensteuerungsansprüche des Auftraggebers zu Insolvenzverbindlichkeiten, d.h. der Auftraggeber kann im Wesentlichen volle Leistung fordern. Lehnt der Konkursverwalter die Leistung ab - was in der Regel bei schuldnerfeindlichen Transaktionen der fallende Fall ist -, erlischt die gegenseitige Leistungspflicht.

Die Gläubigerin oder der Gläubiger kann dann Schadenersatz wegen Nichtausführung des Vertrags geltend machen, jedoch nur als Gläubiger des Insolvenzverfahrens, der oder die die Ansprüche in der Übersichtstabelle ausweist. Mieten oder Pachten für Grundstücke oder Räumlichkeiten sowie Dienstleistungsverträge bleiben auch nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens erhalten (§§ 108 - 114 InsO). Wäre der Konkursschuldner der Vermieter gewesen, muss der Konkursverwalter den Mietgegenstand dem Pächter übergeben und die Zahlung an den Nachlass einziehen.

Weder der Mieter/Pächter noch der Konkursverwalter haben Anspruch auf ein besonderes Kündigungsrecht. Verkauft der Konkursverwalter jedoch das Objekt und tritt ein Käufer in das Vermietungsverhältnis ein, so hat der Käufer ein besonderes Kündigungsrecht. Wenn die insolventen Gesellschaft Eigentümerin oder Pächterin einer Liegenschaft oder eines Gebäudes war, kann der Konkursverwalter den Pachtvertrag fortsetzen, um die gemietete Liegenschaft weiter zu nützen.

Bestellungen und Geschäftsbesorgungsaufträge, die der Konkursschuldner als Hauptschuldner oder Hauptschuldner abgeschlossen hat, verfallen mit der Einleitung des Verfahrens von selbst ( §§ 115, 116 InsO). Auch die vom Debitor erteilte Vollmacht erlischt. Wenn der Gläubiger als Veräußerer unter reinem Vorbehalt des Eigentums Waren angeliefert hat und der Zahlungspflichtige noch aussteht, kann der Konkursverwalter Leistung nachfragen.

Verweigert der Administrator die Leistung, hat der Gläubiger ein Recht auf Trennung. Die Waren sind vom Konkursverwalter herauszugeben. Prinzipiell gibt es auch im Insolvenzfall die Aufrechnungsmöglichkeit ("§ 94 InsO"). Der Gläubiger kann sich durch Verrechnung selbst überzeugen, ohne auf die Insolvenzrate beschränkt zu sein. Weil es sich um eine Bevorzugung dieser Gläubiger handelt, ist die Aufrechnungsmöglichkeit an bestimmte Voraussetzungen gebunden ( 96 InsO): Erste Bedingung ist, dass eine Verrechnung auch außerhalb der Zahlungsunfähigkeit möglich wäre.

Die Frage, ob dies der der Fall ist, hängt von der Natur der Reklamation, ihrer Reife und der Fähigkeit ab, die Reklamationen gegeneinander zu erfüllen. Sind die gegenseitigen Ansprüche bereits vor der Insolvenzeröffnung entstanden, steht einer Verrechnung nichts mehr im Weg. Sollte die fällige Geldforderung des Zahlungsempfängers erst nach Einleitung des Verfahrens beglichen werden, ist eine Verrechnung mit der fälligen Ware möglich, wenn die Widerklage nicht bereits zuvor fällige Ware ist.

Ansprüche gegen den Gläubiger, die erst nach der Eröffnung des Verfahrens erwachsen, können nicht verrechnet werden. Das Gleiche trifft zu, wenn der Gläubiger seine Ansprüche von Dritten erst nach Eröffnung des Verfahrens erlangt hat oder wenn die Ansprüche des Glätters nicht aus dem am Insolvenzverfahren beteiligten Vermögensgegenstand (sondern aus dem frei verfügbaren Vermögensgegenstand des Schuldners) zu befriedigen sind, er aber die Gegenansprüche zu den betreffenden Vermögensgegenständen zu bezahlen hat.

Die Insolvenzverwaltung kann (und muss) Rechtsakte (Zahlungen, Vorteile, Unterlassungen usw.) bestreiten, die das insolventen Unternehmertum in bestimmtem Umfang vor oder nach der Insolvenzeröffnung unter bestimmungsgemäßen Bedingungen begangen hat (§§ 129 ff. InsO). Von besonderer Bedeutung ist die Dreimonatsfrist vor dem Konkurs. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Anfechtungssituation gegeben ist, ist umso größer, je näher ein Rechtsakt an den Tag des Insolvenzantrages rückt.

Gegen Forderungen, die im vergangenen Vormonat vor dem Antrag auf Eröffnung der Insolvenz im Vollstreckungsverfahren gestellt wurden, kann ohne weitere Voraussetzung Einspruch erhoben werden. Mit der seit dem 1. Januar 2017 in Anwendung befindlichen Revision des Insolvenzrechts wurde die Beschwerdefrist von zehn Jahren auf vier Jahre kuerz. Im Falle der Vertragserfüllung muss der Konkursverwalter nachweisen, dass der Gläubiger von der Zahlungsunfähigkeit des Schuldners erfuhr.

Auszahlungen, für die eine entsprechende Gegenleistung geleistet wurde (sog. Bargeschäft), können nur dann beanstandet werden, wenn der Gläubiger anerkannt hat, dass der Gläubiger ungerecht gehandelt hat. Nur im Verzugsfall kann der Zahlungsbevollmächtigte Verzugszinsen fordern, in der Regelfall also nur mit einer Aufforderung. Ein erfolgreicher Rücktritt hat zur Konsequenz, dass der Konkursverwalter die Rückgabe des erworbenen Vermögens an die am Insolvenzverfahren beteiligten Vermögenswerte einfordern kann.

Nach der Rückstellung kann die Gegenpartei ihre wiedererlangte Reklamation in der Insolventabelle einreichen. Der Rücktrittsanspruch des Konkursverwalters erlischt drei Jahre nach Eröffnung des Konkursverfahrens und der Sachkenntnis des Konkursverwalters. Die Beendigung des Konkursverfahrens kann erst nach erfolgter Liquidation des am Insolvenzverfahren beteiligten Vermögens erfolgen. Nach Abschluss des Konkursverfahrens wird das Vermögen des Schuldners nach Begleichung der Prozesskosten und anderer Schulden des Schuldners ausgeschüttet (Endverwendung).

Im Falle eines weitergehenden Konkursverfahrens kann eine Teilausschüttung möglich sein. Eine in der tabellarischen Aufstellung eingetragene Forderungen könnten nach Beendigung des Konkursverfahrens grundsätzlich im Wege der Vollstreckung beim Zahlungspflichtigen eingezogen werden. Rechtsträger (GmbH, AG, Vereinigung, etc.) werden jedoch nach Beendigung des Konkursverfahrens gestrichen, so dass sie nicht mehr bestehen. Grundvoraussetzung ist, dass der Insolvenzverwalter (ggf. zusätzlich zu einem Antrag eines Dritten) selbst einen Antrag auf Insolvenz stellt.

Für den Insolvenzschuldner ist die Restebereinigung besonders bedeutsam, wenn zu befürchten ist, dass er auch nach dem Insolvenzverfahren auf einem Schuldberg liegt. Bei Vorliegen einer so genannten guten Führung kann einem gutgläubigen Debitor eine Entlastung der Restschuld gewährt werden. Dies bedeutet, dass der Debitor von den verbleibenden (alten) Verbindlichkeiten gegenüber seinen Kreditoren entbunden wird.

Die Befreiung von Restschuld kann seit dem Jahr 2014 nach drei Jahren stattfinden, wenn der Insolvenzschuldner die vollen Prozesskosten des Verfahrens getragen und mind. 35% seiner Forderungen gezahlt hat. Andernfalls ist der Debitor auch nach sechs Jahren noch schwulenstill. Die Schuldnerin muss einem Trustee ihr Pfändungseinkommen aus Arbeit oder gleichwertiger Vergütung abtrennen.

Bereits seit dem I. Juni 2014 muss er mit der Insolvenzeröffnung eine Anstellung suchen. Die Pfändungsanteile werden durch den Trustee anteilig an die Gläubiger ausgeschüttet, d.h. nach ihrem jeweiligen Verhältnis zu den gesamten Verbindlichkeiten. Wenn ein Gläubiger eine Forderungen von EUR 50000 gegen den Gläubiger mit einer Gesamtschuld von EUR 100.000 hat, bekommt er die Hälfe des pfändungsfähigen Vermögens.

Während der Phase des guten Verhaltens sind Zwangs- und Zwangsvollstreckungsmaßnahmen durch einzelne Gläubiger inakzeptabel. Die Pfändung wird mit der Insolvenzeröffnung hinfällig. Nachdem die Frist für ein gutes Verhalten erfolgreich abgelaufen ist, kann das Schiedsgericht nach Anhörung des Schuldners, des Treuhänders und der Gläubiger entscheiden, dass der Schuldner nun frei von Schulden ist. Die Verweigerung der Restschuld kann unter anderem dann in Frage kommen, wenn der Unterhaltspflichtige gegen seine Erwerbspflichten verstößt, wegen Insolvenzdelikten strafrechtlich verfolgt wird, wenn er in den vergangenen drei Jahren vor dem oder nach dem Zahlungsunfähigkeitsantrag oder danach in schriftlicher Form schuldhaft falsche oder lückenhafte Auskünfte über seine Vermögensverhältnisse erteilt hat, wenn er in den vergangenen drei Jahren vor dem Zahlungsunfähigkeitsantrag oder danach Vermögensgegenstände vergeudet hat oder wenn er gegen die Informations- und Kooperationspflichten verstoßen hat.

Darüber hinaus beteiligen sich Ansprüche gegen den Debitor aus einer vorsätzlichen Straftat nicht an der Tilgung von Restschuld. Ansprüche aus überfälliger Instandhaltung sind von der Befreiung der Restschuld ausgeschlossen, wenn der Debitor seinen Unterhaltspflichten unter Pflichtverletzung nicht nachkommt und der Kreditor die Ansprüche in der tabellarischen Aufstellung geltend gemacht hat. Verletzt der Debitor seine Aufgaben und Verpflichtungen, kann das Schiedsgericht die Erfüllung der Restschuld bereits während der Zeit des guten Verhaltens verweigern.

"Die Insolvenzverfahren - Informationen für Schuldner". Wenn eine insolvente Gesellschaft umstrukturierbar ist, können vor allem folgende Sanierungsmethoden in Erwägung gezogen werden: Anstatt die insolvente Gesellschaft zu zerstören, kann die Gesellschaft oder ein Teil der Gesellschaft durch so genannte übertragende Sanierungsmaßnahmen an eine andere Gesellschaft verkauft werden. Der Veräußerer ist der Konkursverwalter. Aufgrund dieser Bauweise bleiben alle Verpflichtungen bei der zahlungsunfähigen Gesellschaft.

Die insolventen Firmen durchlaufen das Insolvenzverfahren und werden vernichtet. Nach § 25 HGB muss der Käufer für die Altlasten nicht verantwortlich sein, wenn das Geschäft vom Konkursverwalter im Rahmen des eingeleiteten Verfahrens erlangt wurde. Zudem ist der Käufer, der das Insolvenzverfahren nach der Insolvenzeröffnung durchführt, nach § 75 AO nicht gewerbesteuerpflichtig.

Eine frühzeitige und gründliche Planungs- und Vorbereitungsarbeit für die übertragende Restrukturierung ist von Bedeutung - wenn möglich bereits im Vorverfahren. Die Insolvenzplanung soll es ermöglichen, dass die Zahlungsunfähigkeit im gegenseitigen Einvernehmen geregelt und von den Schuldnern / Gläubigern kontrolliert werden kann (§§ 217 ff. InsO). Der Gläubiger ist umfangreich in das Prozessablauf eingebunden. Die Insolvenzplanung kann von den Bestimmungen der Konkursordnung abweichen, wenn dies zu einer verbesserten und ökonomisch wirksameren Realisierung der Gläubigerzufriedenheit beiträgt.

Die Insolvenzplanung kann auch Bestimmungen für die Auflösung, Übertragung, Umstrukturierung oder Umstrukturierung der Gesellschaft enthalten. Anders als bei der übertragenen Neuordnung verbleibt der bisherige Firmeninhaber bei der Neuordnung durch Zahlungsunfähigkeitsplan und wird fortgesetzt. Die Insolvenzverwaltung und der Zahlungspflichtige sind befugt, einen Zahlungsplan aufzustellen und vorzulegen. Ein eigenes Initiativeprivileg der Gläubiger besteht nicht.

Allerdings kann die Kreditorenversammlung den Konkursverwalter anweisen, auf der Grundlage von bestimmten Planungszielen einen Zahlungsplan zu erstellen und auf der Grundlage dieser Ziele einen maßgeblichen Einfluß auf die Gestaltung des Planes auszuüben. Ein beschreibender Teil des Planes muss beschreiben, was bisher passiert ist, die Grundlage und die Wirkungen des Planes und ein prägender Teil, der bestimmt, wie der Plan den Rechtsstatus der Teilnehmer ändern soll.

Mit dem beschreibenden Teil soll den Kreditgebern die Entscheidung ermöglicht werden, auf der Grundlage umfangreicher Angaben zu treffen, ob der Entwurf akzeptiert wird. An dieser Stelle ist es angebracht, einen Abgleich zwischen den Zufriedenheitswahrscheinlichkeiten des individuellen Kreditgebers ohne Planung im Falle einer Auflösung des Betriebs und den Zufriedenheitswahrscheinlichkeiten vorzunehmen, die sich aus dem Planung ergeben können. Der prägende Teil beinhaltet z.B. Angaben darüber, welche Anforderungen vollständig zu erfüllen sind, welche zu verschieben sind und auf welche verzichtet werden soll.

Für die Bestimmung der Rechte der am Zahlungsplan Beteiligte werden Vereinigungen gebildet, soweit es sich um Gläubiger mit unterschiedlichen Rechtspositionen handelt. Das 2012 in Kraft getretene ESUG bietet eine Vielzahl neuer Gestaltungsmöglichkeiten für einen Konkursplan, der die Restrukturierung in der Folgezeit erleichtert und damit zu einer häufiger und erfolgreicher Restrukturierung führt.

Darunter fällt das Finanzierungsinstrument "Debt-to-Equity-Swap", mit dem im Rahmen des Insolvenzplans Gläubigerforderungen in Aktien oder Mitgliedsrechte am Unternehmen des Schuldners verwandelt werden können (§ 225a Abs. 2 InsO). Darüber hinaus kann der Vorsorgeplan jede aktienrechtlich zulässige Bestimmung enthalten, insb. die Fortführung einer gelösten Firma oder die Abtretung von Aktien oder Mitgliedsrechten (§ 225a Abs. 3 InsO).

Damit wird von der bisher strengen Abgrenzung zwischen Insolvenz und Unternehmensrecht abgewichen. Hauptziel der Gesetzesnovelle im Rahmen des Insolvenzplanverfahrens ist die Beseitigung verfahrenstechnischer Hindernisse auf dem Weg zur ordnungsgemäßen Durchführung eines Versagens. Wesentliche Veränderungen ergeben sich auch bei den Möglichkeiten des Eingriffs in die Rechte der getrennt befriedigten Gläubiger und Gläubiger des Insolvenzverfahrens ( 223 f. InsO) und bei der Aufnahme von Aktionären in den Insolventenplan (§ 217 S. 2 InsO).

Danach vertreten die Aktionäre ihre eigene "Gläubigergruppe". Das Recht berücksichtigt auch, dass dem Verfahren des Insolvenzplans in Zukunft eine größere Relevanz zukommt, indem das Verfahren des Insolvenzplans vom Gerichtsvollzieher auf den Schiedsrichter umgestellt wird. Die Insolvenzplanung ist dem zuständigen Gericht zu unterbreiten, das sie auf Formalitäten prüft. Danach wird der Entwurf an den Gläubigerkreis und den Debitor oder Konkursverwalter (je nachdem, wer ihn eingereicht hat) zur Kommentierung weitergeleitet.

Auf einer Diskussions- und Abstimmungssitzung muss der Zahlungsplan durch einen Gläubigerbeschluss genehmigt werden. In den definierten Gruppierungen wählen die Gläubiger. Über den Zahlungsplan wird von jeder Unternehmensgruppe separat abgestimmt. Die Annahme des Plans erfolgt, wenn in jeder Unternehmensgruppe eine Ober- und eine Gesamtmehrheit erzielt wird (§ 244 InsO). Schließlich muss der Entwurf vom zuständigen Gericht genehmigt werden.

Mit einer angemessenen Einschränkung der Beschwerden gegen die Plangewinnung soll sichergestellt werden, dass die Wirksamkeit des Planes nicht mehr durch das missbräuchliche Handeln der einzelnen Gläubiger behindert werden kann (Behinderung, § 245 InsO). Damit soll vermieden werden, dass ein ökonomisch sinnvolles Konzept an dem Widerwillen der einzelnen Gläubiger versagt. Fällt die notwendige Mehrheitsentscheidung in einer Unternehmensgruppe nicht aus, so ist ihre Genehmigung dennoch als eingeholt anzusehen, wenn der Umstrukturierungsplan die Gläubiger dieser Unternehmensgruppe nicht in eine schlechtere Lage versetzt, als sie es ohne den Umstrukturierungsplan gewesen wären, und wenn diese Gläubiger in angemessener Weise an dem ökonomischen Nutzen partizipieren, der den Teilnehmern auf der Basis des Umstrukturierungsplans zu zahlen ist.

Bisher reichte es für die Ablehnung der Planzusage aus, dass die Gläubiger einen vermeintlichen Nachteil durch den Planzuschlag glaubwürdig nachgewiesen haben. Selbst ehemalige Aktionäre können sich nicht ohne weiteres gegen die im geplanten Konkursplan vorgesehenen Lösungsansätze abwehren. In jedem Fall kann der Vorsorgeplan eine schlechtere Position nicht durchsetzen, wenn die Restrukturierung ohne sie fehlschlägt und der Aktionärsanteil damit wertlos ist.

Dabei sind die Auswirkungen eines rechtsbestätigten Insolvenzplanes von und gegen alle Teilnehmer spürbar, einschließlich der Gläubiger des Insolvenzverfahrens, die ihre Ansprüche nicht geltend gemacht haben, und der Teilnehmer, die gegen den Insolvenzplan Einspruch erhoben haben. Befindet sich der Debitor jedoch mit der Durchführung des Planes gegenüber einem Gläubiger wesentlich in Verzug, werden die im Plangeschäft vorgesehenen Abgrenzungen oder ein Teilverzicht auf Ansprüche für diesen Gläubiger ergebnislos.

Die Gläubiger können ihre Ansprüche aus dem Vorsorgeplan im Zusammenhang mit der Aufnahme in die Aufstellung der festgestellten Ansprüche durchsetzen. Die Insolvenzplanung kann vorsehen, dass der Zahlungsbevollmächtigte die Umsetzung der Planung überwachen kann. Die erst nach Beendigung des Planungsverfahrens erhobenen Ansprüche können seit dem Wirksamwerden des ESUG die finanzielle Planung danach nicht mehr so leicht durchbrechen.

Vollstreckungsmaßnahmen von einzelnen Gläubigern des Insolvenzverfahrens, die ihre Ansprüche bis zum Abstimmungszeitpunkt nicht geltend gemacht haben, können verboten oder vorübergehend ausgesetzt werden, wenn die Umsetzung des Insolvenzplanes gefährdet wäre (§ 259a InsO). Von Bedeutung ist in diesem Kontext auch die verkürzte Verjährung von Ansprüchen, die bis zum Abstimmungsdatum nicht erhoben wurden: Im Rahmen des Insolvenzplanverfahrens kann nahezu die Hälfe der überlebensfähigen Betriebe fortgesetzt werden (MIMO, Creditreform) und nahezu 60% der davon betroffene Stellen können erhalten werden (Institut für Mittelstandsforschung).

Darüber hinaus bekommen unbesicherte Gläubiger im reorganisationsorientierten Planverfahren i. d. R. eine Quoten von 13 - 20 Prozent für ihre Ansprüche, im Einzelfall gar mehr als 30 Prozent und damit weit mehr als im regulären Insolvenzverfahren (in der Regel weniger als 5 Prozent). Bisher wurde das Verfahren des Insolvenzplans aufgrund von strukturellen Mängeln des Insolvenzverfahrens kaum in Anspruch genommen. In Verbindung mit der Selbstverwaltung, bei der die Unternehmensführung unter der Kontrolle des Konkursverwalters in den Fäden der Unternehmensleitung bleibt, eröffnet das Planungsverfahren den Unternehmern die Chance, ein Insolvenzverfahren gut aufzusetzen.

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