Insolvenzen 2016

Zahlungsunfähigkeit 2016

In Görlitz ging die Zahl der Unternehmensinsolvenzverfahren im Vergleich zu 2016 zurück. Firmeninsolvenzen; Privatinsolvenzen; internationale Insolvenzen. insolvenzen.

xlsx. 2016. 2017. 2016. 2017. Hier finden Sie Statistiken und Informationen zu Österreichs Insolvenzen. 6, Jahr 2016. 7. 8, (korrigierte Ausgabe). Rückgang absolut ab 2016. Zunahme/Abnahme in %.

Zahlungsunfähigkeiten in Deutschland, erstes Semester 2016 / Kreditreform

In Deutschland gibt es wieder weniger Insolvenzen. Die Anzahl der Firmeninsolvenzen sank in den ersten sechs Monaten im Vergleich zum Vorjahr (H1 2015) um 6,8 Prozentpunkte auf 10.750. Das weiterhin gute wirtschaftliche Umfeld in einem guten Finanzumfeld und eine bessere Ertrags- und Eigenkapitalausstattung stärkte die Solidität der Gesellschaften.

Die seit Jahren anhaltende Stagnation der Gründungsaktivität in Deutschland führt darüber hinaus zu einer sinkenden Anzahl insolvenzgefährdeter junger Firmen. Die Anzahl der Konsumenteninsolvenzen sank ebenfalls um 5,1 Prozentpunkte auf 38.250 Insolvenzen. Insolvenzverluste und Stellenabbau konnten nur leicht reduziert werden. Der Schaden für die Gläubiger und die Öffentliche Verwaltung wurde im ersten Semester auf 11,8 Milliarden EUR veranschlagt (erstes Semester 2015: 11,9 Milliarden EUR).

Inzwischen sind in vielen Fällen viele Gläubiger von der Insolvenz erfasst. Durch die Insolvenzen im ersten Semester sind 110.000 Jobs in Gefahr (erstes Semester 2015: 112.000). Gerade in mittleren und jungen Betrieben sind wieder viele Jobs in Gefahr. Die Auswirkungen von Insolvenzen waren von Region zu Region verschieden. Baden-Württemberg (37 Insolvenzen pro 10000 Unternehmen), Thüringen (42) und Bayern (45) haben die niedrigste Insolvenzquote aller Bundesländer.

Die relativen Insolvenzzahlen sind in Nordrhein-Westfalen und Hamburg am größten (jeweils 99). Auch die UG Haftbeschränkt hat ihren Beitrag zum Insolvenzvolumen gesteigert. 8,4 Prozentpunkte der in der ersten Jahreshälfte in Konkurs geratenen Gesellschaften hatten die Gesellschaftsform UG (erstes Semester 2015: 7,5 Prozent). In Summe entfielen 66,0 Prozentpunkte aller Insolvenzen im ersten Semester auf Firmen mit einem Umsatz von bis zu EUR 5.000,00 - also auf Kleinst- und Einzelunternehmen (erstes Semester 2015: 63,3 Prozent).

Dementsprechend hat die Mehrheit der Firmen (81,0 Prozent) maximal fünf Beschäftigte (1. bis 6. Quartal 2015: 79,8 Prozent). Gerade im Handwerk und im Dienstleistungsbereich entscheiden solche Kleinstunternehmen über das Insolvenzverfahren. Die Quote der großen Insolvenzen, also der Gesellschaften mit einem Umsatz von über 25 Mio. , lag weiterhin weit unter 1,0 %.

Das Insolvenzgeschehen bei Jungunternehmen im Bereich von drei bis sechs Jahren sowie bei den über 30-Jährigen nahm leicht zu. Allerdings waren mehr als die Haelfte (59,3 Prozent) aller in der ersten Jahreshaelfte in Konkurs gegangenen Firmen seit knapp zehn Jahren am Kapitalmarkt (erstes Semester 2015: 60,0 Prozent).

Die Insolvenzquote ist in den ersten Jahren nach der Unternehmensgründung nach wie vor am größten. Die Anzahl der Insolvenzen ging in allen vier Hauptwirtschaftssektoren zurück - am stärksten im produzierenden Bereich (minus 10,9 Prozent). Mit 6.010 Insolvenzen oder 55,9 Prozentpunkten aller Insolvenzen stand der Dienstleistungssektor wieder im Mittelpunkt der Insolvenztätigkeit.

Aber auch im Dienstleistungsbereich waren weniger Insolvenzen zu verzeichnen (minus 400 Insolvenzen; minus 6,2 Prozent). In der Bauwirtschaft wurden in den ersten sechs Monaten desselben Geschäftsjahres 1.680 Insolvenzen verzeichnet (1. bis 6, 5. Quartal 2015: 1.790; minus 6,1 Prozent). In den Wirtschaftszweigen gingen die Insolvenzraten signifikant zurück. Nach wie vor gibt es 66 Insolvenzen pro 10000 Firmen (Vorjahr: 71).

Insolvenzraten liegen zwischen 39 im produzierenden Bereich und 92 im Bausektor. Allerdings ist der Insolvenzquotenrückgang im Einzelhandel in den vergangenen zehn Jahren wesentlich geringer ausgefallen als in den anderen Wirtschaftszweigen. Die Selbstverwaltung mit Hilfe eines so genannten Verwalters, d.h. eines Insolvenzverfahrens, in dem das insolventen Unternehmens die Kontrolle über die Konkursmasse behalten hat, führt in Deutschland nach wie vor ein Schattendasein.

Letztes Jahr wurden 261 eigene Verwaltungen erfasst - das sind 1,2 Prozentpunkte aller angemeldeten Insolvenzen. Dieses verhältnismäßig neue Restrukturierungsinstrument kommt im Grunde nur bei mittleren und größeren Insolvenzen sowie bei bereits etablierten Firmen zum Tragen, in denen es vernünftig erscheint, weiterhin zu arbeiten und die Beschäftigung zu erhalten.

Die Mehrheit (70,2 Prozent) ist über zehn Jahre jung.

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