Inkassoschreiben

Mahnschreiben

Wenn der Anspruch völlig unbegründet ist: einfach den Brief einreichen. Sind Sie schockiert, weil Sie ein Inkassoschreiben erhalten haben? Menschen, die Post von einem Inkassounternehmen erhalten, denken oft, dass sie eine Rechnung nicht aus Versehen bezahlt haben. Erfahren Sie hier, welche Verpflichtungen für Inkassobüros gelten. Berichte über gefälschte Mahnungen aus der Inkassobranche nehmen zu.

Der Inkassobrief und Versender

Das Inkassoschreiben wird von einem Inkassobüro versandt. Dieser handelt im Interesse des Zahlungsempfängers oder im eigenen Interesse gegenüber einem Unterhaltspflichtigen. Die Rechtsstellung des Inkassobüros gegenüber dem Zahlungspflichtigen hängt vom zugrundeliegenden Recht ab. Einige Gesellschaften verzichteten auf das interne Debitorenmanagement und übergaben den Einzug einer oder mehrerer Debitoren an ein Inkassobüro.

Dies kann für den Kreditgeber sehr unterschiedlich sein. Die Gläubigerin kann das Inkassobüro ermächtigen, die Außenstände einzuziehen. Der Inhaber der Klage ist er. Darüber hinaus gibt es einen Forderungsankauf, bei dem der Zahlungsempfänger alle Rechte und Verpflichtungen an das Inkassobüro abtreten wird.

Diese Vorgehensweise wird hauptsächlich bei kaufmännischen Mahnungen und bei grossvolumigen ausgebuchten Kundenforderungen angewendet. Durch ein Inkassoschreiben erhält der Zahlungspflichtige Kenntnis von der Existenz eines Inkasso-Unternehmens. Bei der ersten Inanspruchnahme einer natürlichen Person durch das Inkassobüro müssen die Anforderungen des § 11a RDG erfüllt sein. In dem Inkassoschreiben wird der Debitor zunächst über die Fristigkeit einer bestehenden Forderungen informiert.

Das Inkassobüro stellt hier die Details der Restforderung dar und bittet den Zahlungspflichtigen, die Restforderung und die daraus resultierenden Nachlaufkosten umgehend zu bezahlen. Nach § 4 Abs. 5 RDGEG richten sich die Erhebungskosten nach dem Rechtsanwaltsgebührengesetz. Dementsprechend ist die Summe der Eintreibungskosten auf den Wert beschränkt, den ein Anwalt voraussichtlich für die selbe Aktivität berechnen wird.

Diejenigen, die ein Inkassoschreiben bekommen, haben als Adressaten mehrere Möglichkeiten: zu zahlen, sich gegen das Inkassoschreiben zu verteidigen oder gar nicht zu handeln. Antwortet der Zahlungspflichtige nicht auf das Inkassoschreiben, wird nach einer kurzen Zeit erneut ein Inkassoschreiben verschickt oder telefonisch benachrichtigt. Das zweite Inkassoschreiben wird oft von einer Einigung mit einem Ratenplan begleitet.

Jeder, der nicht auf ein Inkassoschreiben antwortet, muss mit einem Rückruf des Inkasso-Unternehmens rechnen. 2. Die telefonische Abholung ist oft die effektivere Art als ein Inkassoschreiben. Allerdings empfehlen Sachverständige dem Zahlungspflichtigen selbst, Maßnahmen zu ergreifen. Dieses trifft insbesondere dann zu, wenn der Zahlungspflichtige mehrere fällige Ansprüche hat. Beschließt der Zahlungspflichtige, die im Inkassoschreiben erwähnten Gegenstände zu begleichen, sollte er sich im Voraus versichern, ob das Inkassobüro zur Einziehung der fälligen Schuld ermächtigt ist.

Hierfür kann eine Abschrift der zwischen dem Zahlungsempfänger und dem Inkassobüro abgeschlossenen Vollmachts- oder Zessionserklärung vorgelegt werden. Es empfiehlt sich auch, sich im Web auf der Internetseite des Betreibers oder beim Deutschen Inkasso-Unternehmen e. V. über die Ernsthaftigkeit des Betreibers zu erkundigen. Bei einem Inkassoschreiben ist es auch notwendig zu prüfen, ob die geltend gemachte Behauptung wirklich besteht und ob sie gerechtfertigt ist.

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