Inkasso Auskunft

Informationen zum Forderungseinzug

Mit Hilfe der Selbstauskunft können Bürger und Verbraucher herausfinden, welche Daten Behörden und Unternehmen über sie speichern. Diese Informationen dürfen nur für den persönlichen Gebrauch verwendet werden. Eine Weitergabe des Originals oder von Kopien der Informationen ist nicht gestattet. Forderungseinzug - Schuldnerservice - Selbstauskunft. Eine Bonitätsprüfung in Verbindung mit Inkassopedia (siehe Bonitätsprüfung).

Selbstanzeige ist ein grundlegendes Recht

Mit Hilfe der Selbstanzeige können sowohl Privatpersonen als auch Konsumenten herausfinden, welche Informationen über sie von den zuständigen Stellen und Firmen gespeichert werden. In der heutigen Zeit können persönliche Informationen in eine Vielzahl von Datenbeständen fließen. Bedingt durch die Verknüpfung von Firmen, Ämtern und Kreditinstituten ist es für viele Menschen schwierig, den Weg der abgespeicherten Informationen zu verstehen. Daher besteht nach dem BDSG das Recht auf Auskunft über die über Sie erhobenen personenbezogenen personenbezogenen Daten gemäß §§ 19, 34 BDSG.

Die Selbstanzeige ist ein aktuelles grundlegendes Recht und wird daher im Gegensatz zu den anderen Grundrechten im GG nicht explizit genannt. Das Recht auf Selbstanzeige ist als spezielles grundrechtliches Recht auf Datenschutz in das Recht auf Informationsselbstbestimmung integriert. Außerdem behandelt Art. 8 der EU-Charta der Menschenrechte den Sonderschutz. Das BDSG regelt den Datenschutz.

Das Recht auf Selbstanzeige ist in den 19 und 34 des BDSG geregelt. Es werden die von staatlichen Einrichtungen und Privatunternehmen aufbewahrten Informationen anders gehandhabt. Jede und jeder hat ein Recht auf Auskunft über seine in öffentlich -rechtlichen und privatrechtlichen Datenbeständen gespeicherte Personendaten. Zusätzlich zu den eigentlichen Angaben müssen auch Angaben zur Datenherkunft und -übermittlung gemacht werden.

Wegen der besonderen Natur der Angaben der Sicherheitsorgane beschränkt das BDSG in §19 das Recht auf Selbstanzeige. Die Offenlegung von Informationen, die die staatliche Ordnung oder die Belange des Staats bedrohen können, muss keine behördliche Selbstanzeige beinhalten. In diesen Faellen sind die Behoerden dazu angehalten, den Anmelder ueber die Verweigerung der Anmeldung zu unterrichten.

Das BDSG für Privatunternehmen enthält keine vergleichbaren Einschränkungen des Selbstanzeigerechts. Vielmehr gehen die Bestimmungen des 34 BDSG über das Recht auf Auskunft aus öffentlich zugänglichen Akten hinaus. Außerdem haben die Betroffenen das Recht auf Auskunft über die ermittelten Scoringwerte und die in der Bewertung enthaltenen Angaben. Die Selbstanzeige von Informationen, die einer Kreditprüfung zugrundeliegen, ist für Konsumenten oft von Interesse.

Kreditinstitute, Firmen und Wirtschaftsauskunfteien bewahren nicht nur personenbezogene Angaben, sondern auch Angaben zum Kredit- und Zahlungsmoral auf. Vor allem die Datenbestände einiger Wirtschaftsauskunfteien beinhalten umfangreiche Angaben zu bestehenden Krediten, Mobilfunkverträgen oder Konten bei Händlern. Darüber hinaus können Angaben über ein gerichtliches Mahnwesen, ein Verbraucherinsolvenzverfahren oder die Einschaltung von Inkassobüros als Negativdaten abgespeichert werden. Alle diese Angaben können die Kreditentscheidung von Finanzinstituten, Leasinggesellschaften und anderen Finanzinstituten beeinflussen.

Zudem erheben Händler, Mobilfunkanbieter, Versicherer und andere potenzielle Geschäftspartner vor Vertragsschluss Informationen von Wirtschaftsauskunfteien. Daher haben die betroffene Person auch das Recht, über diese Untersuchungen im Rahmen der Selbstenthüllung zu unterrichten. Wirtschaftsauskunfteien und Kreditinstitute bestimmen aus den verfügbaren Informationen die Punkte. Ein Score-Wert kann jedoch auch Einfluss auf die Entscheidung haben, daher muss eine Selbstanzeige Informationen über die festgestellten Score-Werte haben.

Nach dem BDSG sind Wirtschaftsauskunfteien verpflichtet, einmal jährlich auf Anfrage unentgeltlich Auskunft zu erstatten. Bewerber können die Selbstanzeige bei vielen Wirtschaftsauskunfteien in schriftlicher Form, persoenlich und im Internet einreichen. Im Regelfall muss der Auftrag Nachnamen, Vor- und Nachnamen sowie weitere Angaben beinhalten. Nur im Zweifelsfall kann die Kreditauskunftei die Vorlegung eines Ausweises der betreffenden Person fordern.

Es ist besonders nützlich, sich vor der Kreditvergabe über sich selbst zu erkundigen. Wer sich frühzeitig über die für seine Persönlichkeit hinterlegten Werte informiert, bleibt von unliebsamen Ueberraschungen verschont. Sie sollten die in der Selbstanzeige genannten Angaben prüfen, da die Wirtschaftsauskunfteien keinen Einfluß auf die Korrektheit der an sie übermittelten Auskünfte haben.

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