Haftung Gmbh Schweiz

Haftungs GmbH Schweiz

zum Handels- und Gesellschaftsrecht in der Schweiz finden Sie auf law-news.ch:. Der Geschäftsführer muss seinen Sitz in der Schweiz haben. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in der Schweiz. Haftung des Vorstands: Wie bei der AG.

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GmbH Schweiz: Haftung, Gesellschaftskapital, Stiftung

Bei der GmbH (Art. 772-827 OR) handelt es sich um eine Kreuzung aus Aktiengesellschaft und Kommanditgesellschaft. Sie ist eine der gebräuchlichsten Formen in der Schweiz. Bei der GmbH handelt es sich um ein Handelsunternehmen mit eigener Rechtsform und geringem Gründungskapital, das sich besonders für den Mittelstand und Familienbetriebe eignet. Mehr als 92'000 Gesellschaften mit begrenzter Haftung stehen in der Schweiz hinter der Einzelunternehmung und der AG an dritter Stelle auf der Beliebtheitsskala der Unternehmen.

Mit der Eintragung in das Firmenbuch wird eine GmbH gegründet. Die Stiftung muss wie die AG notariell beglaubigt werden. In einer öffentlichen Urkunde haben die Gründer gegenüber einem notariellen Vertreter zu verkünden, dass sie eine Gesellschaft errichten, die Satzung festsetzen und die Gesellschafterhauptversammlung sowie einen Wirtschaftsprüfer aufstellen. Jeder Aktionär hält zumindest eine Aktie am Kapital der Gesellschaft (Grundkapital).

Das Aktienkapital muss mindestens CHF 20'000 betragen (Art. 773 OR), entweder in bar oder in Sachleistungen. Anders als beim bisherigen GmbH-Gesetz gibt es keine Obergrenze für das Gesellschaftskapital mehr. Der Mindestbetrag pro Aktionär in bar oder in Sachleistung beläuft sich auf CHF 100 (Art. 774 OR), wodurch die Zahl der Stammaktien pro Aktionär nicht mehr beschränkt ist.

Der Begriff "beschränkte Haftung" bezeichnet nur die Partner, nicht aber die Firma als solche. Durch die nunmehr vollständige Einzahlung des Stammkapitals entfällt die Haftung der Einzelgesellschafter, es sei denn, es sind Nachschuss- und Nebenpflichten in der Satzung vorgesehen. Für die Errichtung einer GmbH sind eine oder mehrere physische und/oder rechtliche Einzelpersonen erforderlich.

Ähnlich wie bei der AG ist es nun möglich, eine "Ein-Personen-GmbH" zu gründen und zu betreiben. Der Firmenname (Firmenname) kann beliebig wählbar sein, dabei ist der Zusatz GmbH " - ganz oder als Kürzel - ein obligatorischer Teil. Sie muss sich auch klar von allen anderen in der Schweiz bereits eingetragenen Unternehmen snamen abheben.

Die GmbH muss wie die AG einen staatlichen Wirtschaftsprüfer bestellen. Dieser prüft alljährlich die Ordnungsmäßigkeit der Abschlüsse und verfasst einen Prüfungsbericht für die Hauptversammlung. Dies liegt daran, dass eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung dazu gezwungen ist, die Bücher nach den Vorschriften des Schweizerischen Obligationenrechts (OR 957 ff.) zu führen. Der Gründungsaufwand einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung ist etwas geringer als bei einer AG, aber größer als bei einer Sozietät.

Die Bildung einer GmbH erfordert eine Eigenkapitalausstattung von mind. CHF 20'000. Neben diesem Aktienkapital fallen die Beratungskosten für die Gründungsformalitäten von CHF 600 bis 2'000, die Notarkosten für die Gründungsurkunden zwischen CHF 700 und CHF 2'000 sowie eine Eintragungsgebühr von CHF 600 für die Handelsregistereintragung an (sofern das Aktienkapital CHF 200'000 nicht übersteigt).

Bei der GmbH besteht eine doppelte Besteuerung. Sie ist für den Jahresüberschuss steuerbar und die Aktionäre müssen den Ausschüttungsgewinn als Ertrag besteuern. Die GmbH und ihre Anteilseigner sind auch für die Grundsteuer auf das Kapital verantwortlich. Die Stammeinlage der GmbH (Stammkapital) muss mind. CHF 20'000 sein ("Art. 773 OR"). Bei der Gründung der Gesellschaft muss das Grundkapital voll eingezahlt sein.

Wenn eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung gegründet wird, muss der/die Stifter /in ein gesperrtes Konto bei einer der Banken einrichten. Eine Einlagebestätigung wird erstellt und das Kapital verbleibt auf dem gesperrten Konto, bis die Gesellschaftsgründung im Firmenbuch veröffentlicht ist. Mit der Veröffentlichung der Unternehmensgründung im Bundesanzeiger wird das Kapital auf das Firmenkonto der Gesellschaft transferiert und das gesperrte Konto auflöst.

Der Transfer findet spätestens am ersten Arbeitstag nach der Publikation im Bundesanzeiger statt. Mehrere Aktionäre können sich beliebig am Kapital der Firma beteiligen. Das Aktienkapital einer Aktiengesellschaft muss nominal CHF 100.00 erreichen (Art. 774 OR). Wenn der Anteil 25 vom Hundert des Aktienkapitals übersteigt, muss der Inhaber oder der Übernehmer den wirtschaftlichen Eigentümer seiner Firma unterrichten.

Der GmbH selbst muss eine Liste derjenigen, die die wirtschaftlichen Eigentümer der Aktien sind, vorlegen. Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung kann auf einer Hauptversammlung eine Kapitalerhöhung beschließen. Hier wird die Eigenkapitalausstattung durch die Einbeziehung von neuen Gesellschaftern gestärkt. 5% des Jahresgewinns einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung müssen den rechtlichen Rücklagen zugeführt werden, bis diese kumulativ 20% des Aktienkapitals einnehmen.

Im Falle eines Jahresverlustes entfallen die 5% Zuweisung an die gesetzliche Rücklage. Sie kann auch so genannte Sonderposten mit Rücklageanteil (OR 671, OR 672) bilden. Als Super-Dividende wird eine über diese 5% hinausgehender, variabler Anteil bezeichnet. Bei einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung, die in zwei aufeinander folgende Geschäftsjahre zwei der nachfolgenden Grenzwerte übersteigt, wird eine gewöhnliche Prüfung durchgeführt (Art. 727 OR): Darüber hinaus müssen öffentliche Unternehmen und die zur Erstellung von Konzernabschlüssen verpflichteten Personen in jedem Falle eine gewöhnliche Prüfung durchlaufen.

Sie ist das höchste Gremium der GmbH und legt die Satzung, die Geschäftsführungen und die Wirtschaftsprüfer fest. Er billigt auch die Gewinn- und Verlust-Rechnung und die Vermögensübersicht, beschließt über die Gewinnverwendung und erteilt dem/den Geschäftsführer(n) Entlastung. Das Management der GmbH korrespondiert mit dem Vorstand einer AG. Grundsätzlich sind alle Aktionäre zur gemeinschaftlichen Führung und Interessenvertretung der Gesellschaft befugt und dazu angehalten.

Jede schweizerische Aktiengesellschaft muss sich seit dem 01.07.2015 durch eine in der Schweiz wohnhafte natürliche oder juristische Person repräsentieren lassen können. Letztere müssen Zugriff auf die der Firma mitgeteilte Liste der Aktionäre und der wirtschaftlichen Eigentümer haben. Die Geschäftsführung einer GmbH haftet wie die Geschäftsführung einer AG für vorsätzliche oder grob fahrlässig verursachte Schaden.

Die GmbH kann nur durch schriftlichen Aktientransfer (OR 785) übernommen werden. Eine Zession bedarf der Genehmigung der Hauptversammlung. Soweit in den Statuten nichts anderes bestimmt ist, bedarf es einer Beschlussfähigkeit von wenigstens zwei Drittel der anwesenden Aktienstimmen und der absolute Mehrheitsentscheidung über das gesamte Aktienkapital, mit dem ein stimmberechtigtes Recht zur Ausübung des Stimmrechts verknüpft ist (OR 786, 808b I Nr. 4).

Für die Vermögensübernahme einer GmbH gelten die Bestimmungen des Verschmelzungsgesetzes (OR 181 IV). Einen detaillierten Überblick über die GmbH und ihre Arbeitsweise gibt es unter:....:

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