Gründe

Beweggründe

Die Gründe für die Destinationsentscheidung und Urlaubsarten der Deutschen. Noch neun weitere Gründe, um Deutsch zu sprechen: Der zweite Grad ist aus wissenschaftlichen Gründen zu empfehlen. Es gibt viele Gründe, warum die Menschen vom Reisen begeistert sind. Rechtliche und sachliche Gründe sind anzugeben.

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Die Gründe für die philosophische Fachdisziplin der Aktionstheorie sind für die Erläuterung von Aktionen wichtig. Dass Peter zum Beispiel rasch geht, lässt sich damit begründen, dass er immer noch einen Bahnhof erreicht. Dass Peter einen Bahnhof erreicht, ist in diesem Falle der Hauptgrund, warum er so rasch fährt.

Auch hier wird von einer telefonischen Erläuterung oder von einem Verständnis der Aktion gesprochen. Vielfach kann man den Beweggrund einer Aktion in eine Komponente des Glaubens und eine Komponente des Willens analysieren: Petrus will in den Zugszug. Petrus denkt, dass er den Bahnhof erreicht, wenn er rasch fährt. Petrus rennt schneller.

Die teleologische Begründung, d.h. die Begründung durch Gründe, steht der kausalen Begründung, d.h. der Begründung durch Gründe, entgegen. Der strikte Gebrauch von Sprache in der Handlungstheorie würde hier nicht als "Grund" bezeichnet werden (obwohl dies im Volksmund gesagt werden könnte). Wenn jemand Peter mit einem kleinen Hammer auf sein Kreuz trifft, so dass das Fußgelenk reflexiv zupft, ist der Stoß auch die Folge des Zuckens, kein Anlaß.

Petrus' Zuckungen sind in diesem Falle keine Aktion, sondern eine reine "Körperbewegung", da sie unfreiwillig erfolgen und somit das Moment der Intentionalität oder der -freiwilligen - Freiheit vermissen lässt. Daher können die Gründe für Veranstaltungen nur insoweit angegeben werden, als diese Veranstaltungen als vorsätzliche Aktionen wahrgenommen werden. Ungeachtet der genannten Differenzen zwischen Begründungen und Auslösern wurde in der Analysephilosophie in den vergangenen Jahrzehnten die Fragestellung erörtert, ob Gründe aufursachenrelevant sind.

Die antireduktionistische Bewegung argumentiert vor allem, dass es einen konzeptuell-logischen Bezug zwischen Ursachen und Aktionen gibt und dass daher ersteres keine Grundlage für letzteres sein kann. Die Beziehung zwischen einem bestimmten Zweck wie der Absicht, eine Aktion durchzuführen, und der Aktion selbst kann jedoch nicht durch Experimente nachvollzogen werden. Von Wright zufolge ist dies vor allem deshalb der Fall, weil Absicht kein vom Handeln zu trennender Vorgang ist: "Intentionalität ist weder ein geistlicher Vorgang noch ist sie eine kennzeichnende Begleiterscheinung der Aktion.

"Erklärt und versteht III:8. Peters Handlungen können entweder als absichtliche Aktion ("Er läuft") oder als Bewegung des Körpers ("Seine Füße laufen in einem gewissen Rhythmus") beschrieben werden. Ähnlich kann nach Davidson Peters Begründung ("Er will den Bahnhof erreichen") ein bestimmtes neurophysiologisches Geschehen ("Die und die Hirnareale sind aktiviert") nachvollzogen werden.

Die neurophysiologischen Ereignisse verursachen Körperbewegungen. Nichtsdestotrotz, so Davidson, können die teleologischen Erläuterungen, d.h. Erläuterungen mit Begründung, nicht durch ursächliche Erläuterungen, also Erläuterungen mit Begründung, abgelöst werden. Von Davidsons Standpunkt des anonymen monistischen Denkens her ergibt sich, dass die Gründe nur als einzelne Gründe gleich sind, dass die beabsichtigte Konzeptualität als Ganzes jedoch nicht durch die neurophysiologischen Begriffe definiert werden kann und dass daher die korrespondierenden Erklärungsansätze nicht zueinander zurückverfolgt werden können.

Davidson, Aufsätze über Aktionen und Ereignisse, Oxford, 1980; dt. "Aktionen, Gründe, Ursachen" in D. Davidson, Action and Event, Frankfurt a. M., 85 Georg Henrik von Wright, Erklärung und Verständnis, New York 1971; Engl: "Explaining and Understanding", Frankfurt a. M., 1974 James Lenman: Reasons for Action: Rechtfertigung vs. Erklärung.

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