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Unternehmenssanierung

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Westfälischer Bonanza

Seit Monaten haben Beraterkohorten die Firma Joachim K. H. Schieder in Westfalen bei der Firma H. K. Schieder geprüft. Denn der wohl grösste Konkurs des vergangenen Geschäftsjahres war mit einer Finanzverschuldung von rund 400 Mio. EUR vorprogrammiert. Deshalb zeigt der Prozess im Falle der Firma Shieder, wie das Umstrukturierungsgeschäft abläuft. In diesem Jahr bekam das Untenehmen mit den Entscheidungsfindungsstrukturen eines Dorfklubs und unter anderem mit Unterstützung der Westbank eine Auslandsfinanzierung der Champion-League-Klasse, die es nicht bewältigen konnte.

Mehr als 320 Mio. EUR an Krediten wurden ausgeschüttet, je nach Risikosituation mit Zinssätzen von bis zu 15 Prozentpunkten, wie Insider berichteten. Schließlich gab es vier Gruppen von Gläubigern deutscher Kreditinstitute und ihrer Auslandstöchter, Investitionsbanken und angelsächsischer Kapitalgesellschaften, deren Darlehen in unterschiedlichem Umfang unterlegt waren. Von da an war er nicht mehr nur dem Mittelstand, sondern auch renditebewussten Investment-Bankern und Hedge-Fonds gegenüber verantwortlich.

So beauftragte die SCHOEDER Möbellogistik und vier ihrer Tochtergesellschaften am Stichtag die Investitionsbank Houlihan Lokey mit der Betreuung des Konzerns bei der "finanziellen Sanierung"; dies bedeutete die "Sanierung der Verbindlichkeiten" in allen erdenklichen Variationen bis hin zum Abgang der Vermögenswerte und Verpflichtungen des Konzerns. Diese sollen ab dem zwanzigsten Monat ein Monatsentgelt von 165.000 EUR zzgl. MwSt. haben.

Gleichzeitig wurde "ein Entgelt von 2% des Sanierungsvolumens (das Fixum), jedenfalls aber EUR 3 Mio." beschlossen. Houlihan Lokey winkt im Falle eines Erfolgs eine Gebühr von acht Mio. EUR nach oben. Houlihan hat bisher nur die monatlichen Zahlungen von Januar bis Juli in einer Gesamthöhe von 825.000 EUR erhalten.

Der deutsche und englische Anwalt der Sozietät sollte das Schieder-Management im Rahmen der Finanzierungen ab 2005 betreuen. Die Arbeitszeit eines dt. Gesellschafters betrug 500 EUR, während sein englischer Mitarbeiter mit 625 GBP erheblich mehr auflöste. Die übrigen Gebühren wurden nach der Tätigkeit in der Anwaltskanzlei gestaffelt, so dass ein Rechtsanwaltsanwärter - also ein aufstrebender Anwalt im Praktikum - 100 EUR pro Std. verlangte.

Ebenfalls am 21. April 2009 schloss er mit der Managementberatung Alix Partners einen Nachfolgevertrag ab. Aufgrund der schwierigen finanziellen Situation sollte Alix Partners die Liquiditäts- und Cash-Planung optimieren, die Geschäftsplanung und das Sanierungskonzept revidieren und ein Restrukturierungsgutachten ausarbeiten. Der Stundensatz liegt zwischen 250 und 725 EUR.

So entstehen in kürzester Zeit Arbeitszeiten im Werte von 60.000 EUR pro Tag - ohne USt. Allein Alix Partners soll laut einer hausinternen "Übersicht der Beratungskosten" der Firma mit Stand vom 11. April 2007 bis zu diesem Datum 1.948.490,07 EUR in Rechnung gestellt haben. Danach beliefen sich die Leistungen der Freshfields-Anwälte zum Bilanzstichtag auf über 1,9 Mio. EUR.

Alix Partners hatte etwa 15 Angestellte, wobei bis zu 40 an der Spitze waren. Außerdem wurden Frische und Alix Partner mit einigen ihrer Anforderungen zurückgelassen. Ausserdem würden die Gebühren der Gläubigerberater die Ausgaben in die Höhe schnellen lassen. In einem solchen Restrukturierungsfall dürfen Kreditgeber wie z. B. Kreditinstitute ihre teilweise innerhalb von vier Wochen mit einer halben Millionen EUR belasten.

Sie machen sich das zunutze, so kam es, dass das Who -is-who der weltweiten Rechts- und Beratungsszene entstand. Noch bis zum Oktober zeigt die Übersicht von 22 Unternehmen mit Beraterstatus. Mehr als zehn Mio. EUR wurden bis anfangs März innerhalb weniger Wochen ausbezahlt.

Ein von Goldman Sachs geführtes Bankkonsortium mit einem kurzfristig fälligen Zwischenkredit von rund 65 Mio. EUR rettete die Firma in der letzten Minute vor der Zahlungsunfähigkeit. Branchenkenner gehen davon aus, dass am Ende zwischen 15 und 20 Mio. EUR an die internen und externen Berater gingen.

Im Hintergrund wurden die Kreditgeber bis zur Zahlungsunfähigkeit geschlagen und erstochen - natürlich immer unterstützt durch die Kompetenz der eigenen Mitarbeiter. Schieders Rettungsaktion schlug letztendlich fehl, weil einige wenige Mio. EUR an neuen Finanzierungen fehlten, die unterschiedlichen Kreditgeber und ihre prinzipielle Rivalität. Darüber hinaus hatten die Consultants nicht nur die in Deutschland ansässige Firma Robert Bosch GmbH, sondern auch ihre wertvollen Tochtergesellschaften im In- und Ausland als Garanten für ihre Vergütungen gewonnen.

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