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Unternehmen Suche Nachfolger

Andererseits steht die Börse allen Interessierten offen, die sich selbstständig machen wollen (Anwendungen) und auf der Suche nach einem erfolgreichen Unternehmen sind. In Südbrandenburg suchen viele Firmeninhaber einen Nachfolger. Bei einer halben Million Unternehmen, vor allem im Bereich der Kleinstunternehmen, könnte dies das Ende bedeuten, wenn man keinen Nachfolger findet. Sie möchten die Nachfolge Ihres Unternehmens regeln? Für viele Unternehmer ist die Suche nach dem "richtigen" Nachfolger eine der schwierigsten Etappen auf dem Weg zu einer geordneten Nachfolgeregelung.

5.600 Unternehmen suchen Nachfolger - Ökonomie

Hamburg. Aber 40 prozentig sind die Inhaber über 55 Jahre alt - und viele von ihnen haben Schwierigkeiten, einen geeigneten Nachfolger zu bekommen. In einer provozierenden Fragestellung zeigen die Fachleute der HypoVereinsbank diese Lage auf: Sind die Hamburger Unternehmen am Ende? "Bis 2025 werden nach unserer Einschätzung rund 5.600 Unternehmen in Hamburg mit jeweils zehn Mitarbeitern auf einen Nachfolger wechseln", sagt Philipp Reimnitz, Head of Corporate Banking in der Nordregion.

Eine ungelöste Nachfolgeregelung könnte sich hier belastend auswirken: Es droht ein Rückstau an Investitionen mit Verlust von Unternehmensvermögen - und im ungünstigsten Falle die Schliessung, so Reimnitz: "Das Gefährdungspotenzial sollte nicht zu unterschätzen sein. "Um mögliche Kreditausfälle zu vermeiden, sorgt das eigene Hamburger Büro der Hypo-Vereinsbank, das mit Steuer- und Rechtsberatern zusammenarbeitet, bereits für die Abwicklung des Unternehmenstransfers.

"Dies geht weit über die reine Förderung hinaus", sagt Reimnitz. "Auch bei der Suche nach einem passenden Anleger oder Nachfolger sind wir behilflich. "Der Bedarf an individueller Nachfolgelösung steigt in allen Industrien. Die HypoVereinsbank ist sich aus unterschiedlichen GrÃ?nden bewusst, dass dies heute hÃ?ufiger als noch vor wenigen Dekaden mit Problemen einhergeht.

Einer der Gründe dafür ist die Demografie: "Der steigenden Anzahl von übergabebereiten Firmen folgen immer weniger Nachfolger, weil die Babyboomerwelle zu Ende geht", sagt Michael König, Head of Private Banking in der Nord- und Westregion. Das belegen die bundesweiten Zahlen der Industrie- und Handelskammern des vergangenen Jahres: Seit 2012 registrieren die Handwerkskammern mehr "Senior Entrepreneurs" als Nachfolger.

Auch wenn ein Firmeninhaber, der das Unternehmen verlassen will, ein Kind hat, bedeutet dies nicht, dass die Unternehmensnachfolge abgeklärt ist. "In der Vergangenheit war der Junge in der Regel der Nachfolger, aber das ist nicht mehr der Fall", sagt König. Weil auch wenn junge Menschen unternehmerisch tätig sein wollten, legen sie mehr denn je großen Wert darauf, ihre eigenen Vorhaben zu realisieren, als ein bestehendes Unternehmen beizubehalten.

"Das macht die Nachfolgeregelung zu einer großen Herausforderung", sagt Reimnitz. Er hat erst vor kurzem erfahren: "Ein 80-jähriger Entrepreneur will das Geschäft, wenn möglich an seinen eigenen Sohn ausliefern. "Mittlerweile haben nur noch 54% der mittelständischen Betriebe in Deutschland eine interne Familiennachfolgelösung. Übernimmt jedoch ein langjährig tätiger oder fremder Angestellter, entsteht für das Untenehmen das Problem der Preisgestaltung; zudem ist in der Regel eine finanzielle Unterstützung erforderlich.

"Weil das Themenfeld Nachfolge auch auf der politischen Bühne von großer Wichtigkeit ist, gibt es für diesen Themenbereich vielfältige staatliche Fördermöglichkeiten", erläutert Reimnitz. Seiner Erfahrung nach ist es für einen Drittinvestor besonders schwer, in ein mittelständisches Geschäft einzutreten, wenn es eine komplizierte Aktionärsstruktur mit vielen Miteigentümern hat. Die Tendenz ist: "Für grössere Firmen gibt es mehr Interessierte als für kleinere", sagt Reimnitz.

Mehr und mehr nutzen Unternehmen eine solche Grundlage im Rahmen der Nachfolgeplanung - entweder um ihre Unternehmensanteile in das Unternehmen einbringen zu können oder um mit dem Verkaufserlös soziale Verantwortlichkeit zu zeigen. Die Hansestadt Hamburg hat hier eine hervorragende Position: Die Industrie- und Handelskammer und die Handwerkskammer haben bereits 2006 die Nexxt Change Business Exchange ins Leben gerufen, um Firmeninhaber und potentielle Nachfolger zusammenzuführen.

Aktuell gibt es neun Offerten und drei Bewerbungen für Hamburg.

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