Entwicklung Kapitalmarkt

Kapitalmarktentwicklung

Am Kapitalmarkt wird versucht, die Zinsentwicklung vorherzusagen. Entwicklungen am Kapitalmarkt, insbesondere am Neuen Markt. Aufbereitung von Rechnungslegungsinformationen zu Forschung und Entwicklung am Kapitalmarkt (Paperback). Das Umfeld an den Geld- und Kapitalmärkten. Teilnehmer im Hinblick auf die Lage und Entwicklung der Weltwirtschaft in.

Kurssteigerung aufgrund mangelnder Alternative

Schon lange vor der Finanzmarktkrise und der noch nicht überwundenen Staatsverschuldungskrise haben sich die Investoren auf den Kapitalmarkt konzentriert. Überall taucht die Frage auf, wie sich die globale Wirtschaft entwickeln wird, wie sich staatliche Interventionen auswirkt und wo noch sichere Investitionen getätigt werden können. Es ist für alle Kapitalmarktteilnehmer von Bedeutung, Tendenzen und Entwicklung rechtzeitig zu erfassen.

Dabei sollte aber nicht nur die kurz- bis mittelfristige Kapitalmarktentwicklung im Vordergrund stehen. Bemerkenswert sind auch die längerfristigen Aussichten. Betrachtet man die Kurse im ersten Halbjahr 2013, sind die Tendenzen insgesamt sehr erfreulich. Kritiker stellen jedoch fest, dass dies auch als Hinweis auf das Fehlen von Handlungsalternativen gesehen werden kann.

Aufgrund des niedrigen Leitzinsniveaus gibt es für Privatpersonen und für die institutionellen Investoren kaum eine Alternative zu Immobilien. Manche vermuten, dass die Aktiennachfrage eigentlich nur durch den Mangel an Alternative getrieben wurde. Andererseits wird die Lage aber auch gut beurteilt, da die Investoren derzeit deutlich zurückhaltender handeln als zum Beispiel zur Zeit der dotcom-Blase.

Auch die Entwicklung an den Aktienmärkten ist mit der Euro-Krise verbunden. In dieser Hinsicht ist die weitere Entwicklung nach wie vor unsicher. Es ist zu befuerchten, dass die Waehrungspolitik zu einer starken Inflation fuehren wird. Auch die Entwicklung der Konjunktur ist noch nicht vorhersehbar. Wenn sich die Partner im Handel abschwächen, schwächen sich auch die Exportgesellschaften in Deutschland. Dies würde für den Kapitalmarkt eine gewissen Lockerung der Spannungen mit sich bringen, da eine gute Konjunktur viele Aufgaben löst.

"Euro-Kapitalmarkt: Status Quo und Perspektive

Vor fast eineinhalb Jahren war die Einführung des Euros ein historischer und weitreichender Vorgang. Für die gemeinsame Währungspolitik ist seit Beginn des Jahres 1999 der EZB-Rat zuständig. Gemäß dem Gründungsvertrag der EU besteht das Hauptziel der EU-Währungspolitik darin, die Stabilität der Preise im Euroraum zu sichern.

Mit der Euroeinführung und der gemeinsamen Währungspolitik hat die EU eine neue Ebene der Eingliederung erlangt. Außerdem besteht eine große Möglichkeit, die Währungsstabilität im Euroraum langfristig zu erreichen. Damit hat die EZB ein hervorragendes Interesse an einem soliden Finanzplatz, an soliden, konkurrenzfähigen Finanzinstituten und an leistungsfähigen Finanzmärkten.

Der Strukturwandel an den Finanzmärkten hat sich bisher etwas verlangsamt. Doch auch hier gab es in den vergangenen eineinhalb Jahren wichtige Entwicklung. Der Globalisierungsprozess und neue technische Errungenschaften haben bereits ihre Wirkung gezeigt. Es besteht jedoch kein Zweifel, daß die gemeinsame Währung viele der neuen Errungenschaften gestärkt und vorangetrieben, wenn nicht sogar eingeleitet hat.

Allerdings wäre es überzogen zu glauben, dass die über Nacht erfolgte Euroeinführung zur Vereinigung und vollen Einbindung aller nationaler Märkte führt. Empirische Untersuchungen analysieren oft den Entwicklungsstand des Kapitalmarkts im Verhältnis zu den USA. Gleichwohl gibt es erste Zeichen der Annäherung im Sinn der Entwicklung einer stärker auf Wertpapiere ausgerichteten Finanzierungsstruktur im Euroraum, bei der die Direktfinanzierung durch die Ausgabe von Sicherheiten im langfristigen Verhältnis zu unbesicherten Bankdarlehen eine immer wichtigere Bedeutung erlangen könnte.

Vor einer näheren Betrachtung der Strukturentwicklung in den Einzelmärkten sollte auf eine vielleicht triviale, aber dennoch wichtige Tatsache und deren Folgen für Wirtschaft und Finanzen verwiesen werden. Mit der Euroeinführung wurde ein im ganzen Euroraum vereinheitlichtes Zentralbankzinsniveau durchgesetzt. Anfang 1999 hatten die Zinsen für Staatsanleihen [3] im Euroraum sowohl nominal als auch reell ein historisches Tief durchschritten.

Anfang 1999 trugen jedoch auch die deutlich verschlechterten Wachstumschancen für die globale Wirtschaft und den Euro-Raum sowie Zuflüsse aus aufstrebenden Ländern zu einem sehr tiefen Langfristzinssatz für den Euro bei. Bei sich aufhellenden Wachstumsprognosen stiegen die nominalen Zinsen im Eurogebiet zwischen Ende 1999 und Anfang 2005 um rund 150 Bp. auf 5,5 % an.

Die Langfristzinsen schwanken seit Anfang 2000 hauptsächlich zwischen 5,3% und 5,8%. Mittel- und langfristige Teuerungserwartungen der Teilnehmer am Kapitalmarkt liegen bisher überwiegend unter 2 % und entsprechen damit der vom EZB-Rat vorgegebenen Preisstabilitätsdefinition[4]. Der Kapitalmarkt signalisiert damit auch die Erwartungshaltung der Investoren, dass die EZB allen Gefahren für die Währungsstabilität frühzeitig und in angemessener Weise begegnen wird.

Viele Unternehmensfinanzierungen aus Drittmitteln sind in diesem Sinn mittelbar, und nur ein kleiner Teil des Finanzbedarfs wird über den Kapitalmarkt mit handelbaren Wertpapieren abgedeckt. Eine bedeutendere Bedeutung kommt dabei der direkten Kapitalmarktfinanzierung, d.h. in Gestalt von handelbaren Wertpapieren, zu. Eine wichtige Eigenschaft dieser Finanzierungsstruktur ist, dass nicht-finanzielle Privatunternehmen ihren Bedarf an kurzfristiger Refinanzierung vor allem durch Commercial Paper und ihren Bedarf an langfristiger Refinanzierung durch Industrieanleihen oder Anteile abdecken.

Zudem ist eine weite Verbreitung anspruchsvoller derivativer Instrumente zu beobachten, während die Bewirtschaftung des Privatvermögens (einschließlich der kurzfristigen Ersparnisse) mehr und mehr von anderen Instituten wie Versicherungen, Pensionskassen, Aktien- und Pensionskassen als von Kreditinstituten eingenommen wird. Nach den vorliegenden Angaben (siehe Tab. 1) hatten die offenen Bankdarlehen 1999 einen etwas größeren Beitrag zum Bruttoinlandsprodukt (102 %) als die Finanzierungen durch die Begebung von Inlandsanleihen (90 % v. BIP).

Der prozentuale Anteil der Börsenkapitalisierung in der EWU am Bruttoinlandsprodukt lag im Jahr 1999 bei rund 90 Prozent. Demgegenüber überwogen die ausstehenden Finanzierungen durch inländische Anleihen in den USA die Bankfinanzierungen bei weitem (152% im Monat Sept. 1999 gegenüber 45% des BIP). Die Börsenkapitalisierung in den USA (rund 180% im Monat Dezember 1999 ) ist in Bezug auf das Bruttoinlandsprodukt zweimal so hoch wie im EWU.

In der Eurozone waren im Monat Dezember 1999 5476 Milliarden EUR ausstehend. Darüber hinaus spielen private inländische Anleihen von Finanzinstitutionen eine weitaus größere Bedeutung als die des (verbleibenden) Unternehmenssektors, die rund 35 Prozent der Gesamtauflage ausmachen. Das Umlaufvolumen der auf EUR lautenden Inlandsanleihen von MFIs lag im Jahr 2000 bei rund 2300 Mrd. EUR[5].

Wichtigster Bereich für Privatanleihen im Euroraum ist der Pfandbriefmarkt für durch Kreditinstitute begebene und durch Wohnungsbaukredite oder Darlehen an den Bund (und seine Gebietskörperschaften) abgesicherte Hypothekenpfandbriefe. Die ausstehenden Volumina dieser Wertpapiere beliefen sich per Ende 2000 auf rund 800 Mrd. Euro[6]. Das rasante Wachstum des Markts für Privatanleihen (siehe Tab. 2) kann als sensationell für Euroanleihen im vergangenen Jahr bezeichnet werden.

Das hohe Emissionsvolumen in diesem Marktsegment dürfte durch ein niedriges langfristiges Zinsumfeld gefördert worden sein (siehe Grafik 1). Mit 152 Prozent des Bruttoinlandsprodukts war das Volumen der ausstehenden Inlandsanleihen in den USA im Monat Dezember 1999 um mehr als 60 Prozent größer als in der Eurozone (siehe Tab. 1). In den USA betrug der Prozentsatz der von öffentlichen Stellen emittierten Schuldtitel 55% und war damit etwas geringer als im Euro-Währungsgebiet.

Im Gegensatz dazu ist der Absatz von Privatanleihen von Nicht-Banken in den USA wesentlich größer als in der Eurozone (18% gegenüber 4% der Gesamtauflage). Interessant am Anleihenmarkt des Euroraums ist, dass die durchschnittliche Brutto-Neuemission von Staatsanleihen geringer ist als in den USA, obwohl das Bruttoinlandsprodukt der beiden Wirtschaftsgebiete nahezu gleich ist und die Euroländer eine größere durchschnittliche Staatsverschuldungsquote haben.

Es wird geschätzt, dass die mittlere Fälligkeit der Staatsanleihen in der Eurozone 1998 zwischen 4 und 6 Jahren lag. 8] Seit etwa 1992 ist eine Annäherung der Fälligkeitsstruktur von inländischen Anleihen an längere Fälligkeiten zu verzeichnen. Prinzipiell bedeutet eine Prolongation der mittleren Duration von festverzinslichen Wertpapieren und Darlehen eine erfreuliche Entwicklung.

Die Renditespreads liegen seit Jänner 1999 kaum über 30 Basispunkten. Die Fortschritte bei der nationalen Finanzkonsolidierung seit Anfang der 90er Jahre haben auch zu den wesentlich niedrigeren Renditedifferenzen zwischen den Renten der einzelnen Teilnehmerländer beigetragen. Infolge der Euroeinführung haben die öffentlichen Schuldner des Euroraums ihre Ausgabepolitik und ihre organisatorischen Gesichtspunkte, die sich auf das Funktionieren und die Liquiditätslage des Sekundärmarkts auswirken, überprüft.

Ziel der Reform (und derer, die zurzeit diskutiert werden) ist es in der Hauptsache, die Liquiditätssituation der emittierten Schuldverschreibungen durch Vergrößerung der Einzelemissionen zu verbessern. Die Anleihenemissionen privater Gesellschaften, d.h. privater nichtfinanzieller Körperschaften, nahmen 1999, wie bereits gesagt, merklich zu.

Der zunehmende Einsatz des Anleihenmarktes durch den Privatsektor spiegelt sich auch im rückläufigen Anteil der nicht verbrieften Darlehen wider, die von Geldinstituten (MFIs)[9] an nichtfinanziellen Unternehmen an der Gesamtkreditvergabe von MFIs an den Privatsektor vergeben werden. Im Vergleich zu den auf EUR lautender inländischer Kreditvergabe im Euroraum ist das Emissionsvolumen der Euro-Anleihen des Privatsektors jedoch noch vergleichsweise mäßig.

Die spektakulären Zuwächse des Markts für auf EUR lautende Privatanleihen wurden von mehreren Seiten getrieben. Zusätzlich zur Euroeinführung selbst haben weitere bedeutende Einflussfaktoren wie die laufende Restrukturierung der europaweiten Firmenlandschaft zu einem grösseren und liquiden Privatanleihenmarkt beigetragen, der auch für einen breiteren Investorenkreis von Interesse ist.

Beispielsweise hat der Eurobondmarkt im ersten Halbjahr 1999 durch die Begebung von großvolumigen Schuldverschreibungen im Rahmen einer Vielzahl von größeren Unternehmenszusammenschlüssen und -übernahmen an Fahrt gewonnen (siehe Tab. 3). Allerdings ist es hier nicht der richtige Platz, um die neusten Trends zu verfolgen. Anfang 2000 gab es 15 einzelstaatliche Wertpapierbörsen, Spezialbörsen und ausschliesslich regionale Wertpapierbörsen im EU-Raum[11].

Im Jahr 1999 hatten sowohl der Eintritt in die dritte Phase der Wirtschafts- und Waehrungsunion als auch die progressive technische Entwicklung einen Einfluss auf den Boersenmarkt des Eurogebiets. Insgesamt stiegen die Börsenwerte des Euroraums Ende 1999 auf 5,513 Milliarden EUR oder 90% des Bruttoinlandsprodukts (Tabelle 1), verglichen mit 62% des Bruttoinlandsprodukts Ende 1998.

Ende 1999 lag die Gesamtzahl der börsennotierten Gesellschaften in der Eurozone bei 5386 (gegenüber 7657 in den USA)[13]. So lag die Börsenkapitalisierung Finnlands in Relation zum Bruttoinlandsprodukt Ende 1999 mit 289%[14] signifikant über der des Vereinigten Königreichs (206%) und der USA[15] (180%). Die Börsenkapitalisierung in Relation zum Bruttoinlandsprodukt lag in den anderen Ländern des Euroraums bei etwa der Hälfte bis zu einem Drittel der Bilanzsumme (mit der Ausnahme von Österreich, wo sie Ende 1999 nur 17% betrug).

Das Jahr 1999 war der sogenannte Ebro. Der Ende 1999 gegrÃ?ndete Verband bestand aus fÃ?nf europÃ?ischen Börsen fÃ?r Wachstumsunternehmen: Le Nouveau Marché in Paris, Neuer Markt Paris, NMAX in Amsterdam, dem Euro. Die Gesamtanzahl der im Jahr 1999 ausgegebenen DM. Die Börsenkapitalisierung stieg im gleichen Zeitraum von 32 Mrd. auf 135 Mrd. und damit um mehr als 300% an.

Mit der Entwicklung der Eurokapitalmärkte erweiterte sich 1999 die Finanzierungsstruktur der Gesellschaften durch die weitere Entwicklung von Teilmärkten. Hervorzuheben ist in diesem Kontext das Marktwachstum bei Hochzinsanleihen. Dabei handelt es sich um Schuldverschreibungen von Gesellschaften mit niedrigerer Bonität, d.h. einem erhöhten Ausfallsrisiko.

Unterstützt wurde dieser "High Yield Market" durch die zunehmende Privatemission im Rahmen von Mergers & Acquisitions und Leveraged Buy-Out-Aktivitäten sowie die starke Forderung von institutionellen Investoren nach höher verzinslichen Bonds. In der Summe haben sich immer mehr kleinere Firmen mit geringer Kreditwürdigkeit an den Start getraut, auf EUR lautende Privatanleihen zu emittieren und vergleichsweise hohe Erträge zu erzielen.

Die von Moody's BAA oder darunter bewerteten Privatanleihen stiegen 1999 um 362% (siehe Tab. 4). Allerdings ist die Wichtigkeit der Emission von Firmen mit solch niedrigem Rating mit nur 0,3% des Bruttoinlandsprodukts (Ende 1999 ) noch verhältnismäßig niedrig. Durch den starken Anstieg von Fusionen und Akquisitionen im Euroraum im Jahr 1999 hat sich auch der Kreditmarkt für Syndizierungen stimuliert, bei denen Darlehen von einer Bankengruppe oder einem Bankensyndikat erteilt werden, wenn das Darlehen als zu groß für die Gewährung durch eine einzige Bankengruppe erachtet wird.

Der Vorteil von syndizierten Krediten besteht darin, dass sie schneller als Anleiheemissionen präsentiert werden können und dass Kreditengagements gekündigt werden können, wenn die Verschmelzung oder Akquisition nicht zustandekommt. Auch an den Finanzmärkten des Eurogebiets wurden neue Systeme für den elektronischen Handel aufgesetzt. Die Umstellung auf die dritte Phase der Wirtschafts- und Waehrungsunion mit der Einfuehrung des Euros hatte erhebliche Folgen fuer die Finanzstrukturen des Eurogebiets im Allgemeinen und der Euro-Kapitalmaerkte im Speziellen.

Im Euroraum gibt es Hinweise darauf, dass sich eine stärkere Wertpapier- oder Marktorientierung der Finanzstrukturen durchsetzt. Die Euroeinführung hat den institutionellen Anlegern neue Chancen erschlossen. Seitdem die Beiträge und Sozialleistungen auf EUR lauten, haben die institutionellen Anleger eine deutliche Markterweiterung in "ihrer" Landeswährung erlebt.

Firmenanleihen, deren Volumina - auch aufgrund der Mittelstandsstruktur - bisher ohnehin recht niedrig sind, werden in Deutschland überwiegend am Freiverkehrsmarkt und nicht an der Wertpapierbörse gehandelt[22]. Einem Schätzwert zufolge hat der Handel mit solchen nicht börsennotierten Wertpapieren in den Staaten der Europäischen Union ein erhebliches Potenzial[23].

Auch im Euroraum ist, wie bereits gesagt, seit der Euroeinführung ein deutlicher Zuwachs bei den Asset-Backed Securities (einschließlich Mortgage-Backed Securities) zu verzeichnen. Wachstumsdynamik und Veränderungsstärke der Kapitalmärkte werden durch den technologischen Wandel, die Internationalisierung und das Reformtempo des Realsektors und vor allem durch die Wirtschaftspolitik beeinflusst.

Gleiches trifft auf eine Verlagerung der in vielen Staaten Europas dringenden Reformen der gesetzlichen Rentensysteme hin zu mehr Eigenkapital zu. Dies bietet ein beträchtliches Potenzial für die Entwicklung des Euro-Kapitalmarktes. Die Frage, ob all diese Änderungen zu einem Funktions- und Wichtigkeitsverlust für die Kreditinstitute im Euroraum führen werden, kann an dieser Stelle nicht beantwortet werden.

Der Kapitalmarkt, an dem Anleihen und Wertpapiere gehandhabt werden, hat sich international stark gewandelt. Die Finanzierungsstruktur des Euroraums hat sich seit Anfang 1999 zusehends in eine wertpapier- und marktorientierte Ausrichtung gewandelt und ähnelt damit eher derjenigen in den USA und Großbritannien. Besonders hervorzuheben ist, dass die unmittelbare Finanzierung von Unternehmen über den Kapitalmarkt zunimmt.

Durch das rasante Marktwachstum bei auf EUR lautenden Privatanleihen und die damit einhergehende Erhöhung von Finanzierungsinstrumenten wie Hochzinsanleihen haben sich die Finanzierungsmöglichkeiten für Unternehmen und das Anlegerspektrum im Eurogebiet ausgeweitet. Die Entwicklung ist noch lange nicht zu Ende. Der Realzins dieser Darlehen ist nicht von Zinsschwankungen während der Laufzeit des Vertrages abhängig, sondern nur von der Entwicklung der Teuerung in diesem Zeitabschnitt.

Für die langfristige Investitionsfinanzierung und vor allem für die kapitalgedeckte Altersversorgung ist daher die Wahrung der Währungsstabilität von entscheidender Wichtigkeit. Dr. D. und D. C. Wheelock (1998), "Preisstabilität und Finanzstabilität: Der historische Rekord", in: Louis Review, 80 (5), September/Oktober 1998, S. 41 -62, Cecchetti, S. G. (1999), "Legal Structure, Financial Structure and the Monetary Policy Transmission Mechanism", Beitrag zur Konferenz : The Monetary Transmission Process: Jüngste Entwicklungen und Lehren für Europa", veranstaltet von der Deutsche Bundesbank in Frankfurt, 27.

  • 27. MÄRZ 1999. Die Niederländische Nationalbank (1999), "Die Bedeutung der europäischen Kapitalmärkte für die Unternehmensfinanzierung", in : DNB-Quartalsbericht, Stand 31. Januar 1999, S. 31 - 38. Die EZB hat in ihrem Working Paper Nr. 19, Francfort, avril 2000, überarbeitet. Deutschland Research (1999), "Der Rentenmarkt in der Europäischen Währungsunion", in : EMU-Uhr Nr.79,

Botschaft, 25 Nov 1999 von der Deutschen Deutschen Bundesbank (2000a), "Die Beziehungen zwischen Bank krediten und Bleihemarkt in Deutschland", in: Deutscher Bundesbankmonatsbericht, January 2000, pp. 33-48 , Statistischer section, in: Bundesbankmonatsbericht, April 2000, pp. 1*-75*. EZB ( "Politik der Europäischen Union für die Stabilität der Preise und die Entwicklung der realen Zinssätze in den 90er Jahren", in: Monatsbulletin der EZB, S: 37 - 457 EZB ( "Die Eurozone ein Jahr nach der Euroeinführung"):

Hauptmerkmale und Änderungen in der Finanzstruktur", in: Monatsheft der EZB, Jänner 2000, S. 37 - 55 Favero, C., A. Missale und G. Piga (2000), "Debt Management: One Money, One Debt? "in : Centre for Economic Policy Research (CEPR) Politikpapier Nr. 3, Londres 2000, D. et K. Lannoo (2000), "The Euro Capital Markt", Wiley, Londres 2000.

Ausgabe, O. (1999), "Monetary Transmission in the Euro Area and the Transition to Stage III ", Vortrag zur Tagung "The Monetary Transmission Process", veranstaltet von der Dt. Bank (siehe oben). McCauley, R. N. N. N. und W. R. White (1997), "Der Euro und die europäischen Finanzmärkte", in :

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