Buchhaltung Freiberufler

Rechnungswesen Freiberufler

Ich betreue seit vielen Jahren Freiberufler aller Art (Ärzte, Ingenieure, Juristen, Künstler etc.). Gemeinsam bin ich freiberuflicher Grafikdesigner und lasse gelegentlich etwas für Kunden drucken. Für die moderne Buchhaltung in Unternehmen sowie für Selbständige und Freiberufler sind wir Ihr Ansprechpartner. Mit MS-Buchhalter steht Ihnen alles zur Verfügung, was Sie für Ihre eigene Buchhaltung benötigen.

Dieser Kurs gibt Ihnen die nötige Sicherheit in Buchhaltungsfragen.

Was ist Freiberufler?

Sie wissen vielleicht schon, dass im Firmenbuch registrierte Firmen dazu gezwungen sind, über ihre Erträge und Aufwendungen Rechenschaft abzulegen. Aber ist die Buchhaltung auch für Freiberufler obligatorisch? Was ist Freiberufler? Aber nicht jeder Freiberufler ist notwendigerweise auch ein Freiberufler. In Deutschland ist im Rahmen des Europäischen Sozialgesetzes (EStG) definiert, welche Berufszweige zu den so genannten "freien Berufen" zählen.

Freiberufler erfordern neben speziellen Qualifizierungen und speziellen Dienstleistungen ein großes persönliches Engagement. Im Wesentlichen werden vier Freiberuflergruppen, die so genannten "Katalogberufe", definiert: Die Freelancer sollten nicht mit den Freelancern verwechselt werden. Im Gegensatz zu Freiberuflern sind Freiberufler oft auf Auftragsbasis tätig (teilweise als so genannte "Pseudo-Selbstständige") und nicht beim Steueramt als Selbständige registriert.

Freiberufler sind nicht immer leicht als solche zu identifizieren, was insbesondere bei neuen Berufsfeldern im IT-Bereich der Fall ist. Erkundigen Sie sich im Zweifelsfalle bei Ihrem zuständigen Finanzberater oder beim örtlichen Steueramt, ob Sie als Freiberufler im Sinne des Steuerrechts sind. Im deutschen Recht gilt die selbständige Tätigkeit nicht als gewerblich, so dass die Gewerbeertragsteuer wegfällt.

Grundsätzlich sind Freiberufler nicht zur Buchführung gezwungen. Wenn Sie weniger als 17.500 EUR pro Jahr verdienen, können Sie Ihr Einkommen ganz normal in Ihrer Jahreserklärung ausweisen. Trotzdem ist es lohnenswert, eine Buchhaltung zu unterhalten, da dies bei der Erstellung des Jahresberichtes und der Erstellung von Erklärungen hilft. Die Freiberuflerinnen und Freiberufler können nicht nur von vereinfachter Rechnungslegung sondern auch von vorteilhaften Steuervorteilen ohne Rücksicht auf ihre eigenen Gewinne und Umsätze leben.

Die folgenden Vorzüge bieten dem Freiberufler die Möglichkeit, eine einfache Buchhaltung zu führen: Keine doppelte Buchführungspflicht: Das Ertragsüberschuss-Konto (EÜR) reicht als Jahrbuch aus. Im Gegensatz zu Händlern gibt es keine Gewinnobergrenze von EUR 500.000 oder die Umsatzobergrenze von EUR 500.000, so dass Freiberufler immer Anspruch auf die EÜR haben. Das offizielle EÜR-Formular wird bei einem Jahresumsatz von weniger als 17.500 EUR nicht mehr benötigt.

Kein Lohnsteuerabzug: Freiberufler können nahezu ihren gesamten Arbeitslohn beibehalten. Kein Beitrag zur Rentenversicherung: Die meisten Freiberufler sind von den Beiträgen zur Rentenversicherung ausgenommen. Für bestimmte freie Berufe (z.B. Anwälte, Steuerexperten, Architekten) ist jedoch die Aufnahme in eine Pensionskasse obligatorisch. Kein separates Kassenbuch erforderlich: Sie können alle Bareinzahlungen und Belege mitschreiben.

Die Mitgliedschaft in der Industrie- und Handelskammer ist nicht mehr erforderlich: So entfällt der Mitgliedsbeitrag zwischen 30 und 75 EUR pro Jahr für Kleinunternehmer und zwischen 150 und 300 EUR pro Jahr für im Firmenbuch registrierte Gewerbe. Gründungsmöglichkeit eines Partnerunternehmens (PartG) mit anderen Freiberuflern: Im Gegensatz zu OHGs brauchen Sie für PartGs kein Gründungskapital und müssen weniger Steuer aufwenden.

Zulagen: Die Freiberufler können in ihrer Einkommensteuererklärung die gleiche Vergütung wie Handwerker für besondere Aufwendungen wie Pensionen in Anspruch nehmen. Außerdem müssen Sie für gewisse Einkünfte keine Mehrwertsteuer bezahlen (steuerfrei nach § 3). Umsatzsteuerfrei bei Kleinunternehmen: Freiberufler haben die Moeglichkeit, beim Steueramt die Gewerbeordnung zu beantragen und sind somit vollstaendig von der Ust. befreit.

Vorraussetzung ist, dass der erwartete Jahresumsatz im Anwendungsjahr 17.500 EUR und im folgenden Jahr 50.000 EUR nicht übersteigt. Darüber hinaus gibt es weitere Vorzüge für die Buchhaltung. Damit Sie als Freiberufler eine korrekte und ordentliche Aufzeichnung haben, bitten wir Sie, diese Anleitung zu beachten: Aus Gründen der Klarheit sollten Sie Ihre Dokumente nach Einnahme- und Ausgabenarten unterteilen.

Bei einem Umsatz von mehr als 17.500 EUR muss die Umsatzsteuer auf allen Fakturen ausgewiesen und an das Steueramt abbezahlt werden. Beachten Sie, daß Sie Aufwendungen für so genannte Anlagen mit einem Gesamtwert von mehr als 410 EUR nicht buchen können.

Sind Sie Vollkaufmann (e. K.) und erzielen mehr als EUR 6.000,- pro Jahr Umsätze bzw. EUR 6.000,- pro Jahr, sind Sie trotz freier Mitarbeit zur Führung von Doppelkonten angehalten. Fiktive Selbständigkeit besteht, wenn Sie wie ein Arbeitnehmer Leistungen für ein Drittunternehmen erbringt und damit Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträge unrechtmäßig umgehen.

Es ist auch für Sie von Bedeutung, eine gründliche und gesetzeskonforme Dokumentation zu erstellen, damit Sie keine kostspieligen Auseinandersetzungen mit dem Fiskus erleiden müssen.

Auch interessant

Mehr zum Thema