Buchführung Verein

Buchhaltungsvereinigung

Jede Vereinigung muss in der Lage sein, eine vollständige Aufzeichnung aller Geschäftsvorfälle zu erstellen. Das neue Reglement gilt für Vereine, die sich im Handelsregister eintragen lassen müssen. Für kleine Vereine, z.B. Elternvereine HSK, genügt daher eine einfache Abrechnung in Form einer zweispaltigen Einnahmen- und Ausgabenliste, sofern dies von jemandem im Verein oder vom Rechnungsprüfer gewünscht wird.

Wenn Ihr Club seine Rechnungen per EDV erstellt, müssen diese Dokumente vorliegen.

Handbuch des Vereins: Recht - Steuer- und Finanzwesen - Strategien - Informatik - Marketing

Leiter des Studiengangs Verbandsmanagement an der Uni Linz; Assistenzprofessor am Lehrstuhl für Unternehmensinformatik - Informationstechnik an der Uni Linz; Dozent am Lehr- und Forschungszentrum Rottenmann; Veröffentlichungen in den Fächern Betriebswirtschaftslehre und Unternehmensinformatik. Dr. Herbert Grünberger, CPA (Chicago), Auditor, Teilhaber ( "emer.") der MOORE STEPHENS AUSTRIA Wirtschaftprüfung, Managing Director der Grünberger & Wick IKS- und Risikomanagementberatung; Lehrauftrag an der Donauuniversität in Krems und an der FH Steyr, der Wirtschaftsprüferkammer und dem Wirtschaftsprüfungsamt in Wien, Oberösterreich und Vorarlberg.

Das Management-Entwicklungsprogramm an der Universität von Pittsburgh und das Executive Program an der University of New Hampshire, USA; Vorstandsmitglied und Vorstandsmitglied einer Kooperative; Lehrbuchautor. Dr. Volker Frühling, vereidigter Buchprüfer und steuerlicher Berater; seit 1995 im Vorstand der KPWT Wirtschaftstreuhand AG, München; seit 2003 im Vorstand ermächtigt.

Buchhaltung für Vereine

Inwiefern müssen Clubs ihre Finanzlage nachweisen? Welche Bedeutung hat die Rechnungslegung im Verein? Die Finanzaufzeichnungen dienen nicht nur dazu, ein steuerliches Ergebnis für den Verein zu ermitteln, sondern geben auch Auskunft über folgende Fragen: Wie ist die Finanzlage des Verbandes? Wieviel kann sich der Club ausgeben?

Wo kommen die Finanzmittel des Verbandes her? Braucht der Verein weitere Mittel? Die Übersicht über die Situation ermöglicht es, das Vermögen des Verbandes so zu verwalten, dass es bewahrt wird. Im Vereinsrecht ist mindestens eine Einnahmen-Ausgaben-Rechnung mit Bilanz vorgeschrieben (§21 VereinsG). Diese sind vom Geschäftsführungsorgan (in der Regel vom Vorstand) innerhalb von 5 Monate nach Ende des Geschäftsjahres vorzubereiten.

Der Vorstand hat auch für die fortlaufende Erfassung der Erträge und Aufwendungen zu Sorge zu tragen und die Rechnungslegung muss den Anforderungen des Verbandes entsprechen. Der Vorwand, dass ein mögliches wirtschaftliches Scheitern aufgrund der wenig aussagekräftigen Unterlagen nicht abzusehen sei, ist im Notfall nicht gegeben. Das Geschäftsführungsorgan hat auch die Generalversammlung über die wirtschaftliche Situation des Verbandes zu unterrichten.

Unter der finanziellen Situation des Verbandes ist wohl ein Vergleich von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, also je nach Fälligkeit, zu sehen. Das Einnahmen-Ausgaben-Konto für Vereine ist ein vollständiges Einnahmen-Ausgaben-Konto. In der Bilanz müssen die wesentlichen Posten des Verbandsvermögens, eine Liste der Kassenbestände (z.B. Bankguthaben) und der laufenden Guthaben ausgewiesen werden.

Verbände verlangen mind. 2 Wirtschaftsprüfer, die das Finanzmanagement innerhalb von 4 Monate nach Erstellung der Einnahmen-Ausgaben-Rechnung auf die Richtigkeit der Buchführung und die statutarische Verwendungsmöglichkeit der Mittel gemäß 21 Vereinsgesetz überprüf. Der Prüfer darf keinem anderen Organ des Verbandes anzugehören und muss unparteiisch und selbstständig sein. Grosse Clubs brauchen einen Auditor, der auch ein Auditor ex-legé ist.

Der Abschlussprüfer erstattet dem Geschäftsführungsorgan und gegebenenfalls dem vorhandenen Kontrollorgan Bericht. Mittelständische Clubs, deren normale Erträge oder Aufwendungen in zwei aufeinander folgenden Jahren mehr als 1.000.000 EUR betragen, müssen anstelle der Einkommensausgabenrechnung eine Doppelbuchhaltung mit Jahresabschlüssen (Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung) führen. Für große Clubs (> 3.000.000 Euro) ist der Jahresabschluß ebenfalls durch einen Vermerk zu ergänzen.

Dabei sind in beiden Faellen bestimmte Bestimmungen des oesterreichischen Handelsgesetzbuches zu befolgen und umzusetzen ( 21 und 190 bis 193 (1) und 193 (3) bis (216) HGB und bei grossen Verbaenden zusaetzlich die §§ 222 bis 226 (1), 226 (3) bis (234), 236 bis 239, 242, 269 (1) und 272 bis 276 UGB).

Im Falle von großen Verbänden muss ein Prüfer die Prüfung anstelle der beiden Prüfer vornehmen. Für Verbände gilt der Grundsatz der Ordnungsmäßigkeit (nach 190 HGB bzw. 131 BAO)! Dies bedeutet, dass die Datensätze komplett (lückenlos), korrekt (entsprechend der Realität) und zeitnah sein müssen. Wenn Sie Ihr eigenes Club-Bankkonto benutzen und, wenn möglich, alle Einzahlungen über dieses Bankkonto abwickeln, dann sind die Basisdaten bereits in Ordnung.

Für Clubs gibt es eine spezielle Spezialsoftware.

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