Eigentlich wollte ich diese Woche über meine Freizeitplanung schreiben und über das schlechte Gewissen, das ich habe, wenn ich einfach Mal nichts tue. Aber wie so oft kam alles ganz anders. Ich habe mir so ganz nebenbei Büros angesehen, mein eigenes Büro, und mich auch relativ schnell entschieden. Mal sehen ob es so klappt!

Mein Vertrag läuft in Kürze aus und ich bin in der finalen Phase der Vorbereitung meiner Selbstständigkeit. Das Problem ist, dass ich zu Hause nie so viel machen kann wie ich eigentlich möchte bzw. ich mir immer vornehme – vielleicht brauche ich den bereits beschriebenen Stundenplan?! Natürlich wäre es am günstigsten, wenn ich von zu Hause aus arbeiten würde, aber ich möchte nicht den ganzen Tag bei mir im Wohnzimmer sitzen. Und Abschalten könnte ich dann abends auch nicht.

Darum habe ich mich also am Wochenende einmal hingesetzt und ganz unverbindlich nach Büros bzw. nach Arbeitsplätzen in Büros umgeschaut. Folgende Optionen habe ich dabei für mich gefunden (dazu auch gleich die Vor- und Nachteile aus meiner Sicht):

  • Eigenes Büro - Vorteil: fester Arbeitsplatz, ruhig – Nachteil: TEUER, unflexibel, unkommunikativ
  • Einzelner Arbeitsplatz in einem Büro – Vorteil: fester Arbeitsplatz, offene Atmosphäre – Nachteil: auch relativ teuer, meist auch nicht so flexibel (lange Vertragslaufzeiten)
  • Arbeitsplatz in einem Gründer-Hub – Vorteil: günstig, Gründer-Netzwerk, flexibel – Nachteil: Marktplatzatmosphäre, wenig eigener Platz
  • Co-Working-Arbeitsplatz – Vorteil: sehr flexibel, offen – Nachteil: kein eigener Raum (z.B. Ablage o.ä.), viel Wechsel, meist schlechte Lage

Ein eigenes Büro und einen Platz in einem Co-Working-Büro habe ich für mich sofort ausgeschlossen. Die Nachteile überwiegen für mich zu sehr. Also blieben noch ein Arbeitsplatz in einem anderen Büro und ein Platz in einem Gründer-Hub.

Zufällig hatte ich zu beidem ein sehr gutes Angebot gefunden und so war ich am Montag bei den Venture Stars zu Besuch und habe mir dort das Großraumbüro angesehen. Das alte Gebäude liegt in der Nähe des Hauptbahnhofs (also sehr verkehrsgünstig) und das Großraumbüro hat einen wunderbaren Altbaucharme. Dort sitzen momentan vier verschiedene Start-Ups, für die richtige Atmosphäre ist also gesorgt. Jedoch war der Platz ungeschützt mitten im Raum und dazu auch relativ eng.

Danach war ich am Dienstag unterwegs und habe mir ein Büro in einem Hinterhof im Gärtnerplatzviertel angesehen. Es handelt sich um ein kleines Büro mit verschiedenen Unternehmen aus Marketing/Design/Consulting. Die Atmosphäre ist auch offen und locker, aber es handelt sich nicht um die typischen Gründer sondern eher um ältere Unternehmen. Noch dazu ist es auch relativ klein und es wäre nicht sicher wer “neben” mir sitzen würde.

Ich habe nun ausführlich über diese Frage nachgedacht und habe für mich nun meine Entscheidung getroffen. Wo genau ich ab dem 01. August also sitzen werde erfahrt ihr aber erst, wenn es soweit ist.

Sebastian

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