Wenn man den Entschluss gefasst hat sich selbstständig zu machen, so fängt man auch sofort an anderen davon zu erzählen. So zumindest war es bei mir. Als ich mich vor einem halben Jahr entschieden habe ein eigenes Unternehmen zu gründen, begann ich sehr vorsichtig zu erzählen.

Zuerst waren es nur Freunde und die Familie. Ich habe nur davon erzählt, dass ich mich verändern will, dass ich vielleicht nicht immer das gleiche machen möchte, dass ich viele Ideen habe und, dass sich in Zukunft einiges ändern wird. Das haben die meisten wohl nicht so richtig ernst genommen, denn viele haben mir fröhlich auf die Schulter geklopft und “Das machst Du schon.” oder so ähnlich gemurmelt. Wirklich gefragt hat mich keiner. Ich wollte aber auch noch nicht zu konkret werden.

Erst viel später, vor knapp drei Monaten wurde es konkreter. Ich war mir sicher, dass es das Richtige wäre und dass ich ein Start-Up gründen werde. Also habe ich angefangen zu erzählen was ich  machen will. Den meisten meiner Freunde ist in diesem Moment der Mund offen geblieben, denn es wurde konkreter.

Ich denke, man sollte seine Idee an so viele Menschen weitererzählen wie möglich. Viele (wobei es mir am Anfang ehrlich gesagt ebenso ging) haben Angst davor zu erzählen, weil jemand die Idee klauen und kopieren könnte. Ich habe keine Angst, dass jemand meine Idee kopieren will. Denn niemand kann in meinen Kopf sehen. Niemand weiß, wie ich mir das genau vorstelle. Und kein Mensch ist genau wie ich.

Ich habe also angefangen zu erzählen und habe viel Kritik, positiv wie negativ, bekommen. Die meisten positiven Kommentare haben mich bestärkt in dem was ich mache. Die meisten trauen mir diesen Schritt zu, das fühlt sich gut an.

Auf der anderen Seite gibt es auch negative Kommentare: “Wieso willst Du denn sowas machen?”, “Was soll das denn bringen” oder “Du kannst doch nicht Dein sicheres Leben aufgeben wollen.” sind nur einige Beispiele. Aber diese Kommentare haben mich gestärkt. Denn auch dieses Feedback konnte ich in meine Überlegungen einbeziehen. Ich habe mir überlegt wer genau ich sein möchte. Außerdem freue ich mich immer auf konstruktives Feedback. Wenn mir jemand erklären kann, warum ich etwas falsch mache. Leider sagen einem viele nur, dass man etwas falsch macht, aber nicht wieso.

Ich erzähle meine Idee immer noch fröhlich weiter. Ich brauche, so wie wahrscheinlich jeder, Bestätigung und führe auch schon so eine Art Marktforschung durch. Dafür sind die ersten Gespräche die beste Möglichkeit.

Sebastian

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