Was dürfen Inkassounternehmen: Welche Inkassobüros dürfen

Das Gesetz erlaubt es Inkassobüros, Ansprüche geltend zu machen, die die Durchsetzung rechtlicher Argumente erfordern. Welche Gebühren können anfallen? Die Gläubiger können die vorgerichtliche Wirksamkeit eines Inkassodienstleisters nutzen. Darf ein Inkassounternehmen noch Daten übermitteln? Darf ein Mitarbeiter eines Inkassobüros meine Wohnung betreten und beschlagnahmen?

Welche sind erlaubt – und welche nicht?

Inkassofirmen kassieren die fälligen Beträge für eigene oder für Dritte. Großunternehmen wie Versandhandel und Energieversorger haben den Einzug von Außenständen ausgelagert und übertragen diese Arbeiten an Inkassounternehmen. Aber auch die so genannten Clearingstellen von Medizinern, Zahnmedizinern und Spitälern sind nichts anderes als Inkassounternehmen. Er kann als Gläubigervertreter fungieren und Auszahlungen an den Schuldner einfordern.

Häufig wird die Forderungen jedoch vom Zahlungsempfänger an das Inkassobüro abtreten. Nach dem Gesetz über juristische Dienstleistungen bedürfen Inkassounternehmen der Zustimmung des Vorsitzenden des jeweils sachlich kompetenten Landesgerichts. Damit soll gewährleistet werden, dass nur solche Mitarbeiter ein Inkassobüro führen, die über die notwendige Sachkenntnis und Verlässlichkeit verfügen. Sollte dies nicht der Fall sein, sollte die Unterstützung eines Anwalts oder einer Schuldenberatungsstelle in Betracht gezogen werden.

Inkassobüros haben keine grössere Autorität als der Kreditgeber selbst. Es ist auch verboten, Daten an den Auftraggeber weiterzugeben. Jeder, der zu Haus von einem Inkassobüro schikaniert wird oder dessen Auftraggeber von einem Inkassobüro über die Situation der Privatschulden informiert wurde, sollte dies dem Präsidenten des Bezirksgerichts oder der Bundesanwaltschaft über eine Schuldnerberatung melden.

Dies ist der einzige Weg, den Ansatz der Black Sheeps unter den Inkassobüros zu ändern. Prinzipiell hat ein Kreditgeber bei Verzug einen Kostenerstattungsanspruch an den Unterhaltspflichtigen. Der Betrag der zu erstattenden so genannten Eintreibungskosten ist in Gerichtsurteilen kontrovers. In jedem Fall herrscht weitgehendes Einvernehmen darüber, dass für die Eintreibung von Forderungen nicht zugleich Inkassospesen und Anwaltskosten zu vergüten sind.

Einige Inkassounternehmen sind zudem sehr flexibel, wenn es darum geht, zusätzliche Ausgaben zu identifizieren. Beispielsweise enthalten sie in ihrem Gebührennachweis Kontenführungsgebühren, Untersuchungskosten, Gläubigergebühren, Teilzahlungsgebühren, Gebühren für Forderungsauszüge etc. Erhebt ein Inkassounternehmen für sein Inkasso Gebühren, sollten diese z.B. mit Unterstützung einer Schuldnerberatung überprüft werden. Diejenigen, die sich gegen ungerechtfertigt geforderte Ausgaben wehren, können viel Geld einsparen.

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